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Opernhaus

Die Theater Chemnitz sind ein Fünfspartentheater Oper, Philharmonie, Ballett, Schauspiel und Figurentheater. Das Chemnitzer Opernhaus ist die Hauptspielstätte des Theaters Chemnitz. Das Haus wurde von 1906 bis 1909 in Chemnitz errichtet, der Architekt war Richard Möbius. Es befindet sich auf dem Theaterplatz, zwischen den angrenzenden Bauten des König-Albert-Museums und der Petrikirche.

(Foto: Nasser Hashemi)

Kontakt

Opernhaus
Die Theater Chemnitz
Theaterplatz 2
D-09111 Chemnitz

Telefon: +49 (0)371 6969-5
Fax: +49 (0)371 6969-699
E-Mail: tickets@theater-chemnitz.de

 



Bewertungschronik

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Oper

Spuk unterm Riesenrad

Buch und Liedtexte von Thomas Winter

Uraufführung: 5.1.2023

Musik von Oliver Ostermann
Frei nach der Fernsehserie von C. U. Wiesner
Auftragswerk der Theater Chemnitz

Endlich Ferien! Also nichts wie den Rucksack gepackt und raus an die frische Luft! Wo soll’s in diesem Jahr hingehen? Nach Ahlbeck vielleicht? Oder zum Sightseeing mit Broadway-Besuch nach New York? Oder auf den Schafberg im Salzkammergut, wo man immer gut lustig sein kann? Die drei Geschwister Umbo, Tammi und Keks haben ihre Entscheidung längst getroffen: Sie verbringen die Sommerwochen natürlich wieder bei Oma Elfriede und Opa Albert! Nun sind Ferien mit den Großeltern ja für alle Kinder immer etwas Besonderes, aber wenn Oma und Opa Besitzer einer Geisterbahn auf dem größten Rummelplatz in Berlin sind, hat man als Enkel in jedem Fall den Hauptgewinn gezogen. Selbstverständlich faulenzen die drei nicht herum, sondern helfen, wo sie können: beim Kartenverkaufen, bei Reparaturarbeiten und beim Küchendienst zum Beispiel. Allerdings schätzen Umbo und Tammi die Kochkünste der kleinen Keks nicht sonderlich und so gibt es statt eines friedlichen Mittagessens eine zünftige Breischlacht. Blöd nur, dass der Brei batzenweise an den hölzernen Gruselfiguren klebenbleibt. Vor allem drei sind besonders betroffen: Hexe, Rumpelstilzchen und Riese. Das Saubermachen mit Lappen und Wassereimer gestaltet sich schwieriger als gedacht. Deshalb entscheiden sich die Kinder, statt zu kleckern lieber zu klotzen und schleppen die Bewohner der Geisterbahn zum Vollbad in die nahegelegene Spree. Doch was ist das? Die Holzfiguren werden plötzlich lebendig und ergreifen schwimmend die Flucht! Die Verfolgung gestaltet sich trotz geballter Polizeikompetenz schwierig, denn die drei Märchenfiguren arbeiten mit unlauteren Mitteln und können sich auf einem Staubsauger fliegend absetzen. Erst auf Burg Falkenstein im Harz gelingt es, die Ausreißer zu fassen. Am Ende zeigt sich, dass ein gutes Herz manchmal nur ein paar Streicheleinheiten braucht, um aus seinem Versteck zu kriechen.

Die siebenteilige DDR-Gruselserie Spuk unterm Riesenrad gehört seit Ende der 1970er Jahre zum jährlichen Pflichtfilmprogramm vieler Familien. Die Oper Chemnitz bringt die turbulent-komische Geschichte um die drei unternehmungslustigen Geister nun erstmalig auf eine Musiktheaterbühne. Der Autor und Regisseur Thomas Winter führt die kleinen und großen Zuschauer mit fantasievollen sprachmusikalischen Bildern und witzigen Dialogen zu den bekannten Spielorten Rummelplatz, Kaufhaus und Burg. Damit eröffnet er dem Komponisten und Dirigenten Oliver Ostermann Raum, sowohl mit einem Schuss Hollywood-Sound in opulenten Chorszenen ordentlich aus dem Vollen zu schöpfen als auch mit leisen Tönen in einfühlsamen Balladen zu bezaubern.

Musikalische Leitung: Oliver Ostermann, Jeffrey Goldberg
Inszenierung: Thomas Winter
Bühne und Kostüme: Sebastian Ellrich
Mitarbeit Bühnenbild: Laila Rosato
Video: Manuel Kolip
Choreografie: Dominik Büttner
Chor: Lorenz Höß
Dramaturgie: Carla Neppl

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Oper

Orpheus in der Unterwelt

Opéra Bouffon in zwei Akten von Jacques Offenbach
Libretto von Victor Crémieux und Ludovic Halévy
Textfassung von Thomas Winter

Premiere: 27.1.2023

Wie konnte der hehre Mythos nur so auf den Hund kommen! Statt einem Muster unsterblicher Liebe gleicht die Ehe von Orpheus und Eurydike einer Hölle von Zoff und Langeweile. Zärtlichkeiten tauschen die beiden nurmehr mit den Nachbarn aus. Allein Rücksicht auf die öffentliche Meinung hält sie davon ab, sich zu trennen. Auch auf dem Olymp klaffen Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander: Zu seinem Entsetzen muss Göttervater Jupiter mit ansehen, wie seine Kinder mutlos dahinvegetieren, weil ihnen die menschliche Verehrung versagt bleibt. Sein Bemühen, Disziplin und Moral wiederherzustellen, bleibt fruchtlos. Zu sehr haben Liebeseskapaden seine Glaubwürdigkeit untergraben. Zu offensichtlich ist inzwischen, dass die Götter andere Wege gehen müssen als bisher. Als der renitente Unterweltherrscher Pluto eintrifft und sich für den Raub der Eurydike verantworten muss, bricht auf dem Olymp die Revolte los. Einzig das unverhoffte Erscheinen der öffentlichen Meinung rettet Papa Jupiter. Sie zwingt Orpheus, seine unliebsame Gattin vom Göttervater zurückzuverlangen, und der lässt es sich nicht nehmen, in der Unterwelt höchstpersönlich nach dem Verbleib der schönen Sterblichen zu sehen … Der gesamte olympische Tross folgt ihm zum rauschenden Höllenball, um fern von daheim lang entbehrte Göttlichkeits-Gefühle zu erleben…

Entstanden 1858 als Persiflage großbürgerlicher Bigotterie, ist Orpheus in der Unterwelt zu einem zeitlosen Klassiker geworden – eine Feier der Sinneslust angesichts von Zwängen und Rücksichten, die das soziale Leben bestimmen. Thomas Winters neue Textfassung für Chemnitz nimmt insbesondere den Mythos Liebe in den Blick und beleuchtet das narzisstische Wechselspiel zwischen einer heutigen „öffentlichen Meinung“ und ihren Idolen. Die Regie liegt in den Händen von Johannes Pölzgutter, der in Chemnitz bereits mit Die Fledermaus und Die Entführung aus dem Serail Erfolge feiern konnte.

Musikalische Leitung: Jakob Brenner, Jeffrey Goldberg
Inszenierung: Johannes Pölzgutter
Bühne: Manuel Kolip
Kostüme: Susana Mendoza
Chor: Lorenz Höß
Dramaturgie: Johannes Frohnsdorf

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Oper

Das schlaue Füchslein

Oper in drei Akten von Leoš Janáček
Nach der Geschichte von Rudolf Těsnohlídek

Eine illustrierte Fortsetzungsgeschichte über die Erlebnisse einer Füchsin namens Schlaukopf inspirierte Leoš Janáček Anfang der 1920er Jahre zu seiner Oper Das schlaue Füchslein. Ein Förster fängt eine junge Füchsin und lässt sie auf seinem Hof mit den anderen Haustieren aufwachsen. Je älter sie wird, desto weniger will sie sich den Gesetzen der menschlichen Tierhaltung unterordnen. Mutig ergreift sie die Flucht und führt im Wald ein selbständiges Leben. Ihre Schönheit und ihre Art ziehen Herrn Goldmähne an, einen galanten Fuchs, in den sich die Füchsin Hals über Kopf verliebt. Der baldigen Hochzeit folgt ein reicher Kindersegen. Schließlich zerstört ein Wilderer die Idylle. Er tötet die Füchsin, aber sie hat ihre lebensbejahende Energie längst an ihre Kinder weitergegeben und so ein neues Kapitel im ewigen Kreislauf zwischen Werden und Vergehen aufgeschlagen.

Der Regisseur Joan Anton Rechi, den Regiearbeiten bisher unter anderem nach Barcelona, Bilbao, Bogotá, Freiburg, Helsinki, Madrid, Mainz, Venedig und an die Deutsche Oper am Rhein führten, brachte 2020 mit großem Erfolg Wagners Lohengrin auf die Chemnitzer Opernbühne. Nun wird er erneut am Haus arbeiten und mit der Oper Das schlaue Füchslein erstmals ein Werk von Leoš Janáček inszenieren. Er erzählt gemeinsam mit seinem Bühnen- und Kostümbildner Sebastian Ellrich die Fabel von der jungen Füchsin als unter die Haut gehende Geschichte eines heranwachsenden Mädchens, das – ähnlich wie viele junge Leute heute – das Zurechtfinden-Müssen in der Erwachsenenwelt als krankmachende Bedrohung erlebt. Mit jeder Faser ihres Körpers durchlebt sie Situationen, die sie dem Tod gefährlich nahe bringen, aber sie erfährt auch, wie es sich anfühlt, zu einer anderen Person Vertrauen aufbauen zu können und geliebt zu werden. Am Ende steht die Erkenntnis, dass all die Hindernisse, die bedrohlichen Situationen und unangenehmen Lebensfragen letztlich unausweichlich sind, es aber trotzdem möglich ist, ihnen mit Zuversicht und mutigen Entscheidungen zu begegnen und so einen vielleicht nicht immer leichten, aber doch mit eigener Kraft gestalteten Weg zu finden.

Inszenierung: Joan Anton Rechi
Bühne: Sebastian Ellrich
Kostüme: Sebastian Ellrich
Chor: Stefan Bilz
Dramaturgie: Carla Neppl

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Oper

Carmen

Opéra comique in vier Akten von Georges Bizet
Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy
nach der Novelle von Prosper Mérimée

Unter der Mittagssonne Andalusiens beobachten die Männer die Arbeiterinnen der Tabakfabrik. Carmen zieht alle Blicke auf sich. Nur der baskische Soldat Don José schenkt ihr keine Beachtung. Erst als ihm Carmen eine Akazienblüte zuwirft, ist er fortan an ihre wilde Schönheit gefesselt. Er opfert seine Militärkarriere, wodurch ihm als desertiertem Soldaten nur die Liebe zu ihr bleibt. Seine Besitzansprüche lassen Carmens Gefühle erkalten. Stattdessen wendet sie sich dem erfolgreichen Torero Escamillo zu. Doch Don José kann weder mit noch ohne Carmen leben und ermordet sie. Selbst im Angesicht des Todes aber gibt Carmen ihren Drang nach Freiheit nicht auf. Sie stirbt, wie sie gelebt und geliebt hat: als freie Frau.

Das Werk erlebte zur Uraufführung 1875 in Paris aufgrund seiner dem Verismus vorgreifenden Drastik einer Milieustudie ein Fiasko. Der gesundheitlich stark angegriffene Bizet starb drei Monate nach der Uraufführung mit nur 36 Jahren und konnte somit die für die Wiener Erstaufführung geplanten Rezitative nicht mehr komponieren. Dies übernahm sein Freund Ernest Guiraud, der der Oper mit jener durchkomponierten Fassung zu Weltruhm verhalf. Inzwischen kehrt man zur ursprünglichen und für die Gattung der Opéra comique typischen Form mit Dialogen zurück, die Bizets Meisterwerk packende Authentizität verleihen.

Regisseurin Arila Siegert, Bühnenbildner Hans Dieter Schaal und Kostümbildnerin Marie-Luise Strandt, die an der Oper Chemnitz bereits Faurés Pénélope, Webers Freischütz, Tschaikowskys Eugen Onegin und zuletzt Verdis Maskenball auf die Bühne gebracht haben, erzählen die Geschichte der alle gesellschaftlichen Konventionen sprengenden Frau als Arena der Leidenschaften, aus der es kein Entrinnen gibt.

Inszenierung: Arila Siegert
Bühne: Hans Dieter Schaal
Kostüme / Requisiten / Mitarbeit Bühne: Marie-Luise Strandt
Chor: Stefan Bilz
Dramaturgie: Bernd Feuchtner, Susanne Holfter
Dramaturgische Betreuung: Christiane Dost

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Operette

Die lustige Witwe

Operette in drei Akten von Franz Lehár
Libretto von Victor Léon und Leo Stein

„In Ermangelung eines besseren Lokals tanzen die Völker auf dem Vulkan“, meinte der Wiener Komiker Fritz Grünbaum, fast als hätte er Franz Lehárs Lustige Witwe im Sinn gehabt: Das Schicksal des Vaterlands hängt am seidenen Faden, doch das pontevedrinische Diplomaten-Corps genießt das Pariser (Nacht-)Leben bei vollen Bezügen. Heiratet die junge Witwe Hanna Glawari keinen Landsmann, fließt ihr Millionenerbe ins Ausland und ihr Vaterland Pontevedro wäre mit einem Schlag bankrott. Die Pariser Männerwelt wirbt schon um Hannas Hand und ihr Vermögen. Chefdiplomat Baron Zeta setzt alles auf eine Karte: Graf Danilo Danilowitsch muss die Katastrophe abwenden. Am besten soll er die Glawari selbst heiraten. Der notorische Junggeselle allerdings denkt gar nicht daran. Gab es da nicht so eine alte Geschichte zwischen ihm und Hanna? Sein Treffen mit der Witwe mündet geradewegs in die „Kriegserklärung“, Hanna wählt einen Franzosen, die Staatspleite wäre eigentlich perfekt. Doch so einfach geht die Rechnung nicht auf, die lustige Witwe pfeift nämlich auf Titel und Millionen. Für sie zählt einzig der Mann, der sie auch ohne Geld wahrhaft liebt. Sie findet ihn natürlich – in Danilo.

Franz Lehárs Die lustige Witwe wurde 1905 zur Geburtsstunde der modernen Operette. Melodien wie Lippen schweigen und Da geh‘ ich zu Maxim gingen binnen weniger Jahre um die Welt. Regisseur Michael Schilhan, in Chemnitz bereits durch seine Inszenierungen Die Zauberflöte und Emil und die Detektive ein Begriff, wird nun die Spur der ebenso korrupten wie lebensfrohen Diplomaten aufnehmen. Wer wie Schilhan mit wachen Augen durchs Leben geht, weiß: Pontevedro ist überall und Grünbaums Bonmot zeitlos aktuell.

Musikalische Leitung: Diego Martin-Etxebarria, Dan Raţiu
Inszenierung: Michael Schilhan
Ausstattung: Alexia Redl
Choreografie: Sascha Pieper
Choreinstudierung: Stefan Bilz
Dramaturgie: Johannes Frohnsdorf

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Musical

My Fair Lady

Musical nach Bernard Shaws "Pygmalion"
und dem Film von Gabriel Pascal
Buch von Alan Jay Lerner
Musik von Frederick Loewe
Deutsch von Robert Gilbert

Eliza Doolittle, ein Blumenmädchen mit Herz und Verstand, fällt dem Sprachforscher Henry Higgins durch ihren ordinären Dialekt auf. Er schließt mit seinem Freund Oberst Pickering eine Wette ab, in der es darum geht, binnen weniger Wochen aus der, wie Higgins sagt, „Rinnsteinpflanze“ Eliza eine Grande Dame werden zu lassen. Womit Higgins allerdings nicht gerechnet hat, ist, dass neben dem „dienstlichen“ Verhältnis zu Eliza plötzlich auch die Liebe eine große Rolle spielt.

Kein Stück im Repertoire des Opernhauses hat jemals so viele Vorstellungen erlebt wie das Musical My Fair Lady von Alan Jay Lerner und Frederick Loewe. Die Geschichte des sympathischen Blumenmädchens Eliza Doolittle, die von Professor Higgins Sprachunterricht erhält und ihm dafür eine Lektion in Sachen Lebensweisheit erteilt, erheitert und berührt immer wieder aufs Neue. Die beiden Autoren schrieben für ihren Welterfolg hinreißende Dialoge und Evergreens wie Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen, Ich hätt‘ getanzt heut‘ Nacht und Hei, heute Morgen mach’ ich Hochzeit, die jeder sofort mitsingen kann. In Chemnitz stand das Werk erstmalig 1967 auf dem Spielplan. Als Eliza debütierte Dorit Gäbler, die damals als Elevin zum Schauspielensemble gehörte und nun als Mrs. Higgins dabei ist. Ab 1991 war My Fair Lady fast ununterbrochen in zwei Inszenierungen von Michael Heinicke zu erleben. Viele Jahre davon spielte Sylvia Schramm-Heilfort die Berliner Göre, bevor sie jetzt als Mrs. Pearce ihre Eliza-Erfahrungen in eine neue Rolle einbringt. So stehen in der charmanten Inszenierung dieses amüsant-nachdenklichen Musicals von Erik Petersen am Ende mit der aktuellen Eliza drei Generationen dieser Rolle auf der Bühne.

Inszenierung: Erik Petersen
Choreografie: Sabine Arthold
Bühne: Sam Madwar
Kostüme: Lukas Pirmin Wassmann
Chor: Lorenz Höß
Dramaturgie: Carla Neppl

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Oper

Aida

Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi
Libretto von Antonio Ghislanzoni

Paris 1870. Nach der katastrophalen Niederlage von Sedan bereitet sich die französische Hauptstadt darauf vor, die heranrückenden preußisch-deutschen Truppen abzuwehren. Statt des erwarteten Sturms auf die Metropole kommt es jedoch zu einer Belagerung. Vier schwere Monate, geprägt von Hunger, Kälte und Zerstörung, brechen an. In der Stadt ist auch Auguste Mariette Bey, einer der bedeutendsten Ägyptologen seiner Zeit. Als der eigentliche Erfinder der Aida-Handlung trug er wenige Monate zuvor entscheidend dazu bei, dass Verdi sich entschloss, seine heute bekannteste Oper zu komponieren. Nun können weder er noch die Bühnendekorationen und Kostüme für die Aida-Uraufführung in Kairo Paris verlassen. Die Weltpremiere muss verschoben werden.

Die Chemnitzer Neuinszenierung greift diesen historischen Kontext auf. In Mariettes Wohnung treffen eine Operntruppe kurz vor der Abreise, Fremde, die Zuflucht suchen, und die eigentlichen Hausbewohner:innen aufeinander. Irgendwo zwischen Vorbereitungen auf Kairo, Flucht in fantastische Opernwelten und Befragung der eigenen Situation spielen sie Aida, ein Stück, das von einer heimlichen Liebe inmitten des Krieges handelt:
Der aufstrebende ägyptische Hauptmann Radamès hofft, als Feldherr die Äthiopier zu bezwingen. Durch den Sieg will er für sich und Aida endlich eine Möglichkeit schaffen, ihre Liebe offen zu leben. Doch als er tatsächlich das Kommando erhält, stürzt dies Aida in ein Dilemma, denn ihr Vater ist Amonasro, der König der Äthiopier. Sie steht zwischen zwei verfeindeten Männern, die sie beide liebt. Bei der triumphalen Heimkehr der ägyptischen Truppen spitzt sich die Lage weiter zu: Aida erkennt unter den Kriegsgefangenen ihren Vater, und Radamès erhält zum Lohn für den Sieg die Hand der Pharaonentochter Amneris … Feindschaft, machtpolitische Interessen und Eifersucht lassen keinen Raum für eine Verbindung zwischen Aida und Radamès, und doch halten die beiden an ihrer Liebe fest. Ihr gemeinsamer Weg führt sie gemeinsam in den Tod. In ihrem Ende fallen tiefste Tragik und höchste Glückseligkeit in Eins. Verdi inspirierte dies zu unsterblicher, berührender Musik.

Konzept / Dramaturgie / Bühne und Kostüme: Barbe & Doucet
Inszenierung: Ingolf Huhn
Choreografie: Henrik Victorin
Chor: Stefan Bilz
Stückbetreuender Dramaturg: Johannes Frohnsdorf

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Musiktheater

Für mich soll‘s rote Rosen regnen

Ein musikalisch-seelisches Porträt von Hildegard Knef
Buch von James Edward Lyons
Musik und Arrangements von William Ward Murta

Und heute, sage ich still: Ich sollt‘ mich fügen, begnügen, ich kann mich nicht fügen, kann mich nicht begnügen, will immer noch siegen, will alles – oder nichts.

Tiefschwarze, dramatische Wimpern über hellen Augen, ein fester Blick, gepaart mit einer nicht weniger charismatischen Stimme, die in ikonischen Zeilen das Alles-oder-nichts, die kompromisslose Hingabe an ein Leben zwischen Scheitern und kompletter Erfüllung beschwört. So kennt man Hildegard Knef in ihren Liedern, ihren Filmen und Büchern. Ihre eigene Biografie hielt nicht wenige Wendungen für sie bereit, die sie aus dem Krieg ins Theater und vor die Filmkamera brachten, nach Hollywood und an den Broadway und zurück nach Deutschland führten, den medialen Blätterwald aufscheuchten, an ihrer labilen Gesundheit mehr als einmal rüttelten und sie das Glück finden, verlieren und dann doch wieder aufspüren ließen.

In der Mitte dieses wechselhaften Lebens, im Jahr 1975, setzt das musikalisch-seelische Porträt der großen deutschen Schauspielerin und Sängerin ein. Da trifft die erfahrene „Knef“ die junge „Hilde“: zwei Frauen, eine Person. Sie streiten sich, fallen sich ins Wort in unzähligen Chansons, Gedichten und Passagen aus ihren Erinnerungsbüchern, die den Weg der Knef von der Trümmerzeit in Berlin bis zum Broadway zwischen Arbeitswut, maßloser Sehnsucht und ständiger Rastlosigkeit lebendig werden lassen.

Inszenierung: Matthias Winter
Bühne und Kostüme: Patrizia Bitterich
Dramaturgie: Carla Neppl

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Kindertheater

Hänsel und Gretel

Märchenoper von Engelbert Humperdinck

Steffen Pionteks Inszenierung der Märchenoper Hänsel und Gretel gehört nun schon seit 1991 zum festen Weihnachtsprogramm vieler Chemnitzer Familien. Auch in dieser Spielzeit kann man wieder mit Hänsel und Gretel zittern, wenn die Mutter bei ihrer Rückkehr vom schweren Tagwerk statt eines Abendbrots nur einen leeren Topf und statt der erledigten Arbeiten zwei tanzende Kinder vorfindet. Man wird mit Hänsel und Gretel hoffen, dass sie sich aus dem gruseligen Wald mit Irrlichtern und Funkel-Augen-Eule wieder herausfinden. Man darf sich auch diesmal über die Engelpyramide freuen, die den Schlaf der Kinder bewacht, über das duftende Lebkuchenhaus und über den verbrannten Hexenpopo.

Insgesamt rund 240-mal hat das berühmte Geschwisterpaar inzwischen sein musikalisches Hexenabenteuer bestanden. Pünktlich zum 30-jährigen „Bühnenjubiläum“ erschien im Dezember 2021 ein Mitschnitt der Chemnitzer Produktion auf DVD. Diese DVD ist über unseren Webshop erhältlich.

Inszenierung: Steffen Piontek
Bühne und Kostüme: Ralf Winkler
Choreografie: Sigrid Busch, Gottfried Messenbrink
Choreografie-Einstudierung: Sabrina Sadowska
Dramaturgie: Carla Neppl

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Kinderkonzert

Kling, Klang - Musik von Anfang an

Ein sinnlich-musikalischer Vormittag für die Allerkleinsten

Hören, sehen, erleben … Damit sich die Sinne von Anfang an für Klangwelten öffnen, bieten wir an ausgewählten Vormittagen Konzerte für die Allerkleinsten bis zwei Jahre sowie für ihre Mamas und Papas in unserem Operncafé an. Bei lockerem Zusammensein auf gemütlichen Decken und Kissen dürfen die kleinen und großen Besucher:innen dem zauberhaften Spiel der Harfe und eines weiteren Instrumentes lauschen. Kling, klang lädt ganz offen zum Mitmachen oder auch zum Zuhören und Zurücklehnen ein. Das Programm wird durch ein Entspannungsangebot ergänzt, und im Anschluss besteht die Möglichkeit, das Erlebte gemeinsam ausklingen zu lassen.

Dauer: 45 min
Für Familien, Altersempfehlung bis 2 Jahre
Kosten: 6 € / Für die kleinen Besucher ist der Eintritt frei.

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Opernhaus

Die Theater Chemnitz

Die Theater Chemnitz sind ein Fünfspartentheater Oper, Philharmonie, Ballett, Schauspiel und Figurentheater. Das Chemnitzer Opernhaus ist die Hauptspielstätte des Theaters Chemnitz. Das Haus wurde von 1906 bis 1909 in Chemnitz errichtet, der Architekt war Richard Möbius. Es befindet sich auf dem Theaterplatz, zwischen den angrenzenden Bauten des König-Albert-Museums und der Petrikirche.

(Foto: Nasser Hashemi)


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Aufführungen / Schauspiel Schauspielhaus Chemnitz Chemnitz, Zieschestraße 28
Ausstellungen / Museum Schloß Burgk Schleiz, Burgk 17
Aufführungen / Theater Volksbühne Chemnitz Chemnitz, Käthe-Kollwitz-Str. 7
Aufführungen / Kabarett Chemnitzer Kabarett e.V. Chemnitz, An der Markthalle 1-3
Aufführungen / Theater Theater Plauen-Zwickau Zwickau, Gewandhausstr. 7
Aufführungen / Kabarett Kabarett Sachsenmeyer Chemnitz Chemnitz, An der Markthalle 8

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