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Aufführungen | Ballett

Wachträume

Opernhaus

Premiere: 21.4.2026 MADE IN CHEMNITZ 20|26
Aufführungen | Oper

Der fliegende Holländer

Opernhaus

Premiere: 25.4.2026 Seit jeher sind Liebe, Treue und Geborgenheit für den Menschen von zentraler Bedeutung. Die verzweifelte Suche danach bildet den Kern der Sage über den Fliegenden Holländer: Weil er einst in seinem Übermut Gott verfluchte, ist er dazu verdammt, auf ewig mit seinem Geisterschiff die Weltmeere zu durchkreuzen. Nur alle sieben Jahre darf er an Land gehen und sich auf die Suche nach einer Frau begeben, die ihm Treue „bis in den Tod“ zu schwören bereit ist, um ihn von seinem Fluch zu erlösen. Die junge Senta sieht in dieser Entscheidung die Möglichkeit, sich ihren eigenen Wunsch nach einer liebevollen, beständigen Bindung zu erfüllen, die ihr bisher durch ihre Familie verwehrt geblieben ist, und widmet sich mit Hingabe der Rolle des rettenden Engels – zu der schrecklichen Bedingung, sich dafür selbst aufgeben zu müssen. Die romantische Sage berührt in der Inszenierung von Juana Inés Cano Restrepo existenzielle Themen des menschlichen Lebens: Die Hoffnung auf eine Liebe über den Tod hinaus, die Angst davor, allein zu sterben sowie die Frage, ob und wie wir nach dem Tod eines geliebten Menschen weiterleben können. Inszenierung: Juana Inés Cano Restrepo Bühne: Anna Schöttl Kostüme: Lena Weikhard Chor: Stefan Bilz Dramaturgie: Friederike Pank Aufführung in deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: 14+ Einführung: 30 min vor Beginn jeder Vorstellung
Aufführungen | Oper

Rigoletto

Opernhaus

Possenreißer und Außenseiter, geißelnder Spötter und Zielscheibe von Spott – Rigoletto, der Narr am Hof von Mantua, ist Opfer und Täter zugleich, eine verletzte Seele, die andere verletzt. Seine spitze Zunge scheint keine Grenzen zu kennen. Als er Monterone, dessen Tochter der Herzog verführte, schmäht, wähnt er sich auf der sicheren Seite. Doch als Monterone ihn verflucht, trifft Rigoletto dies an seiner verwundbarsten Stelle: Der Narr ist selbst Vater und behütet seine geliebte Tochter argwöhnisch. Dass Gilda eigene Wege geht, kann er dennoch nicht verhindern. Wie es das Schicksal will, ist der vermeintliche Student, durch den ihre Liebe erwacht, kein anderer als der Herzog. Zu spät erkennt Rigoletto, was sich hinter seinem Rücken abspielt. Unbedarft tappt er in die Falle, die ihm seine Feinde am Hof stellen. Als Rigoletto begreift, dass seine Tochter bereits dem Herzog in die Hände fiel, packt ihn maßloses Verlangen nach Vergeltung. Der skrupellose Verführer soll sterben und Gilda dessen wahren Charakter erkennen. Doch Gildas Liebe bringt Rigolettos Racheplan zum Scheitern. Statt den Tod des Verführers bewirkt der Narr den Tod des eigenen Kindes. Während er die Sterbende findet, lebt der Herzog unbeschwert weiter. So erfüllt sich Monterones Fluch. Mit einer Musik, die die packende Handlung kontrastreich und äußerst wirkungsvoll ausgestaltet, gilt Rigoletto als Verdis erstes Meisterwerk. Regisseur Aron Stiehl, seit 2020 Intendant des Stadttheaters Klagenfurt, lenkt bei seinem Chemnitz-Debüt den Fokus auf die Beziehung zwischen einem von Verlustängsten getriebenen Vater und dessen nach Emanzipation strebender jugendlicher Tochter. Inszenierung: Aron Stiehl Bühne und Kostüme: Frank Philipp Schlößmann Musikalische Einstudierung des Chore: Konrad Schöbel Dramaturgie: Johannes Frohnsdorf
Aufführungen | Oper

Don Giovanni

Opernhaus

Don Giovanni – ein Name, der für tollkühne Eroberungen und aufregende Liebesabenteuer steht, aber auch für Anarchie und skrupelloses Benehmen. Unaufhaltsam zieht er seine Bahnen, bis er eines Tages im Streit einen Menschen tötet. Dieser Mord setzt dem scheinbar unbeschwerten Dasein des Verführers ein abruptes Ende. Wolfgang Amadeus Mozarts Don Giovanni ist kein moralisches Lehrstück, sondern ein faszinierender Balanceakt zwischen Komödie und Tragödie, Chaos und Ordnung, Freiheit und Zwang, zwischen der grotesken Komik des Maskenballs und der tödlichen Ernsthaftigkeit des Abgrunds. Das Libretto, verortet im erzkatholischen Sevilla des Hochbarock, schafft die Grundlage für eine universelle Frage: Wie viel Individualität kann eine Gesellschaft ertragen, bevor sie ins Wanken gerät? Die Chemnitzer Neuproduktion dieses Stückes wird inszeniert von Dennis Krauß, der hier in der vergangenen Spielzeit mit Peter Eötvös' Oper Sleepless bereits ein ebenso leidenschaftliches wie poetisches Statement gegen gesellschaftliche Verurteilung und Ausgrenzung setzte. Musikalische Leitung: Maximilian Otto Inszenierung und Bühne: Dennis Krauß Choreografie: Maria Ollé Herce Kostüme: Christina Geiger Chor: Stefan Bilz Dramaturgie: Carla Neppl Einführung: 30 min vor Beginn jeder Vorstellung Altersempfehlung: 15+ Dauer: 2 h 45 min, eine Pause
Aufführungen | Ballett

Caravaggio oder Die Stille unseres Herzschlages

Opernhaus

Premiere: 20.3.2026 Nicht selten wurde der Maler Michelangelo Merisi da Caravaggio in der Literatur zu einer karikierten romantischen Figur gemacht und damit das Geheimnis und die Kraft seiner Malerei reduziert. Doch während das Enfant terrible des Barock inmitten von Schatten und Leibern arbeitet, offenbart er eine beispiellose menschliche Tiefe, sowohl philosophisch als auch spirituell. Wie lässt sich die lebendige Geste, diese erzählerische, sinnliche, gewalttätige, zarte und grausame Kraft erklären? Insbesondere diese Einsamkeit und Stille, zu der seine Malerei führt? Bruno Bouché, künstlerischer Leiter des Balletts der Opéra national du Rhin, spürt diesen Fragen in seiner Choreografie für das Ballett Chemnitz nach. „Meine choreografischen Kreationen manipulieren archetypische Bilder, um sie durch das Zeichnen von Körpern im Raum in Bewegung zu versetzen. Caravaggio oder Die Stille unseres Herzschlages soll kein choreografisches Biopic sein, sondern Verbindungen schaffen zwischen seinen Werken und den Körpern der Tänzer und Tänzerinnen – soll die Schwingungen übertragen in ihre Bewegungen.“ Das Ballett Chemnitz auf Gastspielreise Kurz nach der Premiere wird das Ballett Chemnitz mit Caravaggio oder Die Stille unseres Herzschlages auf Gastspielreise gehen. Die Choreografie von Bruno Buché zu Musik von Claudio Monteverdi und aus der Gegenwart wird Ende März sowohl an zwei Abenden in der Partnerstadt Mulhouse als auch in drei Vorstellungen an der Opéra de Strasbourg zu sehen sein. So stellt sich unsere Company dem französischen Publikum mit einem bewegenden Werk vor, dass mit der Körperlichkeit und der spirituellen Tiefe Caravaggios spielt.
Aufführungen | Ballett

Schwanensee

Opernhaus

1871 nutzte Peter Tschaikowsky den Sommerurlaub bei seiner Schwester, um für seine Nichten und Neffen das kleine Kinderballett Schwanensee zu komponieren. Als er 1875 einen lukrativen Kompositionsauftrag für ein neues Ballett des Moskauer Bolschoi-Theaters erhielt, war das Libretto bereits fertig. Es vereint verschiedene Legenden und Märchen in sich, unter anderem das deutsche Volksmärchen Der geraubte Schleier von Johann Karl August Musäus. Anders als bei den späteren Balletten Dornröschen und Der Nussknacker arbeiteten der Choreograf Julius Reisinger und Tschaikowsky hier nicht zusammen. Durch aufführungsbedingte Kürzungen, Umstellungen und Einlagen Reisingers blieb der große Erfolg zunächst aus. Erst als Lew Iwanow 1894 anlässlich einer Gedenkfeier für den ein Jahr zuvor verstorbenen Tschaikowsky den zweiten Akt mit den berühmten weißen Schwänen präsentierte und Marius Petipa und Lew Iwanow das Ballett anschließend am Mariinski Theater in St. Petersburg neu arrangierten, avancierte es zum Welterfolg. Seitdem hat der Schwanensee viele Interpretationen erfahren, so durch George Balanchine (New York 1951), Vladimir Bourmeister (Moskau 1956), John Cranko (Stuttgart 1963), Mats Ek (Cullberg Ballet 1987), John Neumeier (Hamburg 2002) und die rein männlich besetzte Neufassung von Matthew Bourne (London 1995). Für den Chemnitzer Schwanensee konnte der junge, aus Tirana (Albanien) stammende Choreograf Eno Peçi gewonnen worden. Seit 2000 ist er Mitglied des Wiener Staatsopernballetts und seit 2009 Solotänzer des Balletts der Wiener Staatsoper und Volksoper. Parallel dazu begann er u. a. für das Wiener Staatsballett und die Ballettakademie der Wiener Staatsoper eigene Ballette zu entwickeln. Zu der ergreifenden Musik Tschaikowskys kreierte Eno Peçi gemeinsam mit Ballettdirektorin Sabrina Sadowska, die die "weißen Akte" nach der Originalchoreografie von Lew Iwanow umsetzte, ein romantisches Tanzmärchen, in dem Liebe und Tod, Sehnsucht und Resignation, Menschen- und Fabelwelt sinnlich-berührend miteinander verschmelzen. Musikalische Leitung: Andreas Hotz Choreografie und Inszenierung: Eno Peçi (1. + 3. Akt), nach Lew Iwanow (2. + 4. Akt) Einstudierung: Sabrina Sadowska (2. + 4. Akt) Bühne und Kostüme: Thomas Mika Lichtdesign: Steen Bjarke Dramaturgische Assistenz: Susanne Holfter Wir danken dem Theaterförderverein Chemnitz e.V. und allen privaten Spendern für die finanzielle Unterstützung dieser Produktion. Dauer: 3 h, eine Pause Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Aufführungen | Oper

Cabaret

Opernhaus

Buch von Joe Masteroff nach dem Stück Ich bin eine Kamera von John van Druten und Erzählungen von Christopher Isherwood | Musik von John Kander | Gesangstexte von Fred Ebb | Deutsch von Robert Gilbert Das Musical Cabaret zählt zu den erfolgreichsten Stücken dieses Genres überhaupt. Die Geschichte spielt Ende der 1920er Jahre in Berlin. Es ist die Zeit der beginnenden Weltwirtschaftskrise und des heraufziehenden Nationalsozialismus, doch scheint das für die Figuren im Stück keine Rolle zu spielen. Da ist der amerikanische Schriftsteller Cliff, der sich in einem schillernden Cabaret in den Bühnenstar Sally verliebt. Die beiden schweben im siebten Himmel, von Heiraten ist die Rede, vom besseren Job, ein Kind kündigt sich an. Und da ist Fräulein Schneider, Inhaberin einer kleinbürgerlichen Pension, die sich mit dem jüdischen Obsthändler Schultz verlobt und von einem Leben als Ehefrau an seiner Seite träumt. Ihnen allen fehlt die Kraft, die Träume in der nüchternen Realität umzusetzen. Sie lassen sich treiben, ignorieren die gesellschaftlichen Entwicklungen, die immer mehr ins Private vordringen, in der Annahme, dass der Spuk bald wieder vorüber sein wird. Naivität, Gleichgültigkeit – egal, wie man es nennt: Mitschuld an der verheerenden Zuspitzung der politischen Gesamtsituation bleibt als bedrückendes Resümee dieses Musicals, das auf berührende und mahnende Weise Zeitgeschichte vermittelt. Die Inszenierung liegt in den Händen von Erik Petersen, der in Chemnitz bereits My Fair Lady als Open-Air-Spektakel auf den Theaterplatz brachte und auch die anschließende Indoor-Version verantwortet. Der gebürtige Magdeburger ist seit 2014 deutschlandweit erfolgreich als freischaffender Regisseur tätig. Zuletzt entstanden Victor/Victoria am Staatstheater Mainz, My Fair Lady am Theater Magdeburg, Viktoria und ihr Husar am Stadttheater Bremerhaven und Rebecca beim Domplatz-OpenAir Magdeburg. Inszenierung: Erik Petersen Choreografie: Danny Costello Bühne und Kostüme: Anja Lichtenegger Dramaturgie: Carla Neppl Dauer: 2h 40 min, eine Pause Altersempfehlung: ab 15 Jahren Diese Inszenierung enthält Darstellungen sensibler und/oder sensorischer Inhalte.
Aufführungen | Aufführung

Rummelplatz

Opernhaus

EIN PROJEKT FÜR CHEMNITZ 2025 Nachts auf dem Rummelplatz brechen die Sehnsüchte auf. Im Budenamüsement entfliehen Wismut-Malocher Tristesse und Knochenarbeit. Die Überschlagschaukel steht am höchsten Punkt, und die Welt Kopf: Wo soll man hin mit sich, im Nachkriegs-Ostdeutschland? Krieg und Faschismus stecken den Menschen in den Gliedern, materielle Not bestimmt ihren Alltag, ein autoritäres Regime will sie vereinnahmen. Träume haben sie trotzdem. Werner Bräunigs Protagonist:innen suchen einen Platz in der Welt, geraten in Verantwortung, entwickeln sich fort und kommen doch nicht los von sich selbst. Durch seinen ungeschminkten Realismus geriet Autor Werner Bräunig ins Visier des SED-Regimes. Er zerbrach daran, doch seine große Frage bleibt: Wie werden Menschen zu Gestaltenden von Gesellschaft? Im Auftrag der Oper Chemnitz haben Ludger Vollmer (Komposition) und Jenny Erpenbeck (Libretto) den Roman Rummelplatz erstmals für die Opernbühne adaptiert. Die Uraufführung wird begleitet von einer partizipativen Schreibwerkstatt und von einer Konferenz, die den Bogen von der Zeitgeschichte bis ins Kulturhauptstadtjahr 2025 schlägt. Komposition: Ludger Vollmer Libretto: Jenny Erpenbeck Musikalische Leitung: Benjamin Reiners Inszenierung: Frank Hilbrich Bühne: Volker Thiele Kostüme: Gabriele Rupprecht Video: Stefan Bischoff Chor: Stefan Bilz Dramaturgie: Johannes Frohnsdorf, Friederike Pank Ein Projekt im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes und durch Bundesmittel der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie durch Mittel der Stadt Chemnitz. Dauer: 2 h 30 min, eine Pause Altersempfehlung: 15+ Einführung: 30 min vor Beginn jeder Vorstellung
Aufführungen | Oper

Der Bajazzo

Opernhaus

Wie viel Mensch steckt in einem Künstler? Wie viel echtes Leben fließt in eine Bühnenshow ein? Mit seinem Meisterwerk Der Bajazzo hat Ruggero Leoncavallo ein packendes Drama voller Leidenschaft, Intrigen, Verzweiflung und Melancholie erschaffen, das mit seiner thrillerartigen Handlung, großen emotionalen Bandbreite und eindringlichen Musik durch Mark und Bein geht. In einer Spieldauer von weniger als eineinhalb Stunden durchlebt eine Gruppe von Zirkusartisten sämtliche menschliche Tragödien, die man sich nur vorstellen kann: Liebe, Eifersucht, Rache, Verrat … Dabei verschwimmen die Grenzen von Kunst und Realität, bis die Figuren selbst nicht mehr wissen, ob sie sich noch in ihrer Abendvorstellung oder schon zurück auf dem grausamen Boden der Tatsachen befinden. Wenn sich der immer rasanter werdende Strudel der großen Gefühle schließlich in zwei Morden auf offener Bühne entlädt und der Bajazzo ruft „Die Komödie ist aus!“, bleibt in der plötzlichen Stille nach dem Fallen des Vorhangs nur die erschrockene Frage: War das nun echt oder doch nur gespielt? Inszenierung: Luise Kautz Bühne: Valentin Mattka Video: Judith Selenko Kostüme: Charlotte Werkmeister Chor: Stefan Bilz Dramaturgie: Friederike Pank Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: 14+ Einführung: 30 min vor Beginn jeder Vorstellung
Aufführungen | Ballett

Der blaue Vogel oder Die Suche nach dem Glück

Opernhaus

Geburtstagsparty bei der Sängerin und Schauspielerin Georgette Leblanc. Sie alle sind gekommen: Oscar Wilde, Stéphane Mallarmé, Claude Debussy, Sarah Bernhardt und natürlich auch Maurice Maeterlinck, mit dem sie seit längerem liiert ist. Der erfolgreiche Dramatiker und Lyriker schenkt ihr sein neues Theaterstück Der blaue Vogel, das in ihren Träumen lebendig wird. So begibt sich das Geschwisterpaar Mytyl und Tyltyl auf abenteuerliche Wege in eine parallele Kunstwelt. Von der Fee Berylune mit übernatürlichen Kräften ausgestattet, reisen die beiden ins Land der Vergangenheit, der Nacht, des Glücks und der Zukunft. Allein den blauen Vogel – den finden sie nicht so recht. Eine Allegorie für die Suche nach dem Glück? Ballettdirektorin Sabrina Sadowska hat das märchenhafte Theaterstück des belgischen Literatur-Nobelpreisträgers zum Anlass genommen, auch die bedeutenden Frauen an seiner Seite ins Licht zu rücken. Leblanc war Maeterlincks ewige Muse, sie hat ihn inspiriert, ihr ganzes Leben seinem Glanz gewidmet. Geheiratet hat er eine andere. Konzept, Choreografie und Inszenierung: Sabrina Sadowska Bühne und Kostüme: Charles Cusick Smith, Phil R. Daniels Dauer: ca. 2 h 15 min, eine Pause Einführung: 30 min vor Beginn jeder Vorstellung Altersempfehlung: 12+
Aufführungen

neue Veranstaltung

Opernhaus

Aufführungen | Oper

La Bohème

Opernhaus

Szenen nach "La vie de Bohème" von Henri Murger in vier Bildern Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica unter Mitarbeit von Giulio Ricordi und Giacomo Puccini Als am 1. Februar 1896 Giacomo Puccinis La Bohème unter Arturo Toscanini am Teatro Regio in Turin Premiere feierte, war das Urteil der Kritik vernichtend. Der Stoff, dem äußersten Rand der Gesellschaft entnommen, galt als unerhört und war gekleidet in eine Musik, die „keine bedeutende Spur in der Operngeschichte hinterlassen“ würde. Zu unmittelbar und schonungslos war wohl die Lebensnähe der Handlung. Zu fern schien die Möglichkeit eines kleinen Glücks für jene sozial Außenstehenden rund um Rodolfo und Mimi sowie für ihre große wie tragische Liebe, welche zusammen mit Puccinis unsterblicher Musik bis heute eine ungebrochene Faszination ausübt. Regisseurin Magdalena Fuchsberger blickt gemeinsam mit Kostümbildnerin Julia Rösler und Bühnenbildner Valentin Köhler in der Neuinszenierung von La Bohème auf jene Individuen, die sich in einer rasant und unumkehrbar verändernden Gesellschaft nicht zurechtfinden. Das Team begreift das Werk als ein zeitloses Stück über soziale Wärme und die Kraft des Träumens vor dem Hintergrund von Ausgrenzung und Entfremdung. Inszenierung: Magdalena Fuchsberger Bühne: Valentin Köhler Licht: Elana Siberski Kostüme: Julia Rösler Choreografie: Sabrina Sadowska Chor: Stefan Bilz Dramaturgie: Christiane Holland
Aufführungen | Musical

My Fair Lady

Opernhaus

Buch von Alan Jay Lerner Musik von Frederick Loewe Deutsch von Robert Gilbert Eliza Doolittle, ein Blumenmädchen mit Herz und Verstand, fällt dem Sprachforscher Henry Higgins durch ihren ordinären Dialekt auf. Er schließt mit seinem Freund Oberst Pickering eine Wette ab, in der es darum geht, binnen weniger Wochen aus der, wie Higgins sagt, „Rinnsteinpflanze“ Eliza eine Grande Dame werden zu lassen. Womit Higgins allerdings nicht gerechnet hat, ist, dass neben dem „dienstlichen“ Verhältnis zu Eliza plötzlich auch die Liebe eine große Rolle spielt. Kein Stück im Repertoire des Opernhauses hat jemals so viele Vorstellungen erlebt wie das Musical My Fair Lady von Alan Jay Lerner und Frederick Loewe. Die Geschichte des sympathischen Blumenmädchens Eliza Doolittle, die von Professor Higgins Sprachunterricht erhält und ihm dafür eine Lektion in Sachen Lebensweisheit erteilt, erheitert und berührt immer wieder aufs Neue. Die beiden Autoren schrieben für ihren Welterfolg hinreißende Dialoge und Evergreens wie Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen, Ich hätt‘ getanzt heut‘ Nacht und Hei, heute Morgen mach’ ich Hochzeit, die jeder sofort mitsingen kann. In Chemnitz stand das Werk erstmalig 1967 auf dem Spielplan. Als Eliza debütierte Dorit Gäbler, die damals als Elevin zum Schauspielensemble gehörte und nun als Mrs. Higgins dabei ist. Ab 1991 war My Fair Lady fast ununterbrochen in zwei Inszenierungen von Michael Heinicke zu erleben. Viele Jahre davon spielte Sylvia Schramm-Heilfort die Berliner Göre, bevor sie jetzt als Mrs. Pearce ihre Eliza-Erfahrungen in eine neue Rolle einbringt. So stehen in der charmanten Inszenierung dieses amüsant-nachdenklichen Musicals von Erik Petersen am Ende mit der aktuellen Eliza drei Generationen dieser Rolle auf der Bühne. Inszenierung: Erik Petersen Choreografie: Sabine Arthold Bühne: Sam Madwar Kostüme: Lukas Pirmin Wassmann Chor: Lorenz Höß Dramaturgie: Carla Neppl Dauer: 3 h, eine Pause Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Aufführungen | Oper

Das Tagebuch der Anne Frank

Opernhaus

„O ja, ich will nicht umsonst gelebt haben wie die meisten Menschen. Ich will den Menschen, die um mich herum leben oder mich doch nicht kennen, Freude und Nutzen bringen. Ich will fortleben, auch nach meinem Tod“, schrieb Anne Frank am 5. April 1944 in ihr Tagebuch, das eindrucksvoll ihren Überlebenswillen gegenüber den Schrecken des Holocaust dokumentiert. In ihren Einträgen, in denen sie Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt sowie den Alltag eines zum Untertauchen gezwungenen jüdischen Mädchens gibt, zeigt sich die junge Autorin als lebenskluge und selbstkritische Beobachterin. Mit Humor und Zuversicht bewahrt sie ihren Glauben an eine friedvolle Zukunft und nimmt doch die Abgründe der Zeit mit großer Klarheit wahr. Anne Franks Schriften wurden inzwischen in mehr als 70 Sprachen übersetzt und in über 100 Ländern veröffentlicht, was zeigt, wie sehr ihr Versuch, sich durch das Schreiben in ihrer Lebensrealität zurechtzufinden, die Menschen weltweit bewegt. Der russisch-jüdische Komponist, Maler und Schriftsteller Grigori Frid erlebte den Zweiten Weltkrieg an der Front sowie die katastrophale Nachkriegszeit in der Sowjetunion. Viele seiner Familienmitglieder waren vom Zwang und Terror der stalinistischen Diktatur unmittelbar betroffen. Tief beeindruckt von Anne Franks Tagebuch entschloss er sich, eine Oper zu schreiben – ungeachtet des damaligen Verbotes, den Holocaust und jüdische Geschichten zu thematisieren. Er fasste das Buch in eine hochkonzentrierte Oper, die deutlich macht, dass uns Geschichte immer noch und immer wieder angeht. Regisseurin Corinna Tetzel spannt in ihrem Chemnitzer Regie-Debüt einen Bogen zwischen Komponisten, Autorin und Publikum und holt Grigori Frids Oper ins Hier und Heute. Musikalische Leitung: Maximilian Otto Inszenierung und Bühne: Corinna Tetzel Kostüme: Judith Adam Soundcollage: DJ Dirk Duske Dramaturgie: Christiane Holland Mit freundlicher Unterstützung durch die Jüdische Gemeinde Chemnitz Dauer: 1 h, ohne Pause Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Aufführungen | Musiktheater

Für mich soll‘s rote Rosen regnen

Opernhaus

Und heute, sage ich still: Ich sollt‘ mich fügen, begnügen, ich kann mich nicht fügen, kann mich nicht begnügen, will immer noch siegen, will alles – oder nichts. Tiefschwarze, dramatische Wimpern über hellen Augen, ein fester Blick, gepaart mit einer nicht weniger charismatischen Stimme, die in ikonischen Zeilen das Alles-oder-nichts, die kompromisslose Hingabe an ein Leben zwischen Scheitern und kompletter Erfüllung beschwört. So kennt man Hildegard Knef in ihren Liedern, ihren Filmen und Büchern. Ihre eigene Biografie hielt nicht wenige Wendungen für sie bereit, die sie aus dem Krieg ins Theater und vor die Filmkamera brachten, nach Hollywood und an den Broadway und zurück nach Deutschland führten, den medialen Blätterwald aufscheuchten, an ihrer labilen Gesundheit mehr als einmal rüttelten und sie das Glück finden, verlieren und dann doch wieder aufspüren ließen. In der Mitte dieses wechselhaften Lebens, im Jahr 1975, setzt das musikalisch-seelische Porträt der großen deutschen Schauspielerin und Sängerin ein. Da trifft die erfahrene „Knef“ die junge „Hilde“: zwei Frauen, eine Person. Sie streiten sich, fallen sich ins Wort in unzähligen Chansons, Gedichten und Passagen aus ihren Erinnerungsbüchern, die den Weg der Knef von der Trümmerzeit in Berlin bis zum Broadway zwischen Arbeitswut, maßloser Sehnsucht und ständiger Rastlosigkeit lebendig werden lassen. Musikalische Leitung: Jeffrey Goldberg Inszenierung: Matthias Winter Bühne und Kostüme: Patrizia Bitterich Dramaturgie: Carla Neppl Knef: Sylvia Schramm-Heilfort Hilde: Claudia Müller-Kretschmer Dauer: 1 h 45 min, eine Pause Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Aufführungen | Ballett

Internationale Ballettgala zum Jahreswechsel

Opernhaus

Als Kulturhauptstadt Europas hat Chemnitz 2025 ein großartiges Jahr erlebt – und auch zum Ausklang wird es noch einmal hochkarätig, wenn renommierte internationale Ensembles gemeinsam mit dem Ballett Chemnitz auf der Bühne stehen. Zur Ballettgala am Silvesterabend haben sich unter anderem Gäste vom Royal Swedish Ballet Stockholm, vom Wiener Staatsballett, vom National Ballet Ljubljana, vom Hamburg Ballett und von der Ungarischen Staatsoper Budapest angekündigt, die mit einem faszinierenden Programm zwischen klassischem Ballett und zeitgenössischem Tanz für Begeisterung sorgen werden. So sind unter anderem die Starsolist:innen Edvin Revazov, Eno Peci, Istvan Simon, Sebastian Kloborg und Maria Kochetkova zu erleben.
Aufführungen | Ballett

Elisa und die wilden Schwäne

Opernhaus

Die wilden Schwäne von Hans Christian Andersen ist nicht umsonst eines der weltweit meistgelesenen Märchen. In zeitloser Form thematisiert es den Stoff, aus dem unsere menschlichen Dramen sind: Furcht, Tapferkeit, Liebe, Verrat, Trennung und Wiederfinden. Ein König lebt mit seinen Söhnen und seiner einzigen Tochter, Elisa, glücklich in einem wunderschönen Schloss. Das Unheil kommt in Gestalt einer bösen Stiefmutter, die die Brüder verhext und dafür sorgt, dass Elisa von ihrem eigenen Vater aus dem Schloss gejagt wird. Verzweifelt macht sich die Königstochter auf die Suche nach ihren Brüdern. Nach einer langen Wanderung durch den dunklen Wald trifft sie auf wilde Schwäne: ihre verzauberten Brüder! Sie bleibt bei ihnen und eines Nachts erfährt sie im Traum, wie sie ihre Geschwister von dem bösen Zauber erlösen und wieder zurückverwandeln kann. Hemden aus Nesseln soll sie ihnen weben, darf dabei aber kein Wort sprechen ... Ohne zu zögern macht sie sich an die schwere Aufgabe – und bleibt standhaft, selbst als ihr eigenes Leben in Gefahr gerät. Sabrina Sadowska greift diese berührende Geschichte des dänischen Schriftstellers Hans Christian Andersen auf und erzählt sie als Ballettmärchen für junge Menschen ab sechs Jahren. Mit fesselndem Tanz und fantasievollen Theaterbildern entführt sie das Publikum in eine märchenhafte Welt und erzählt von der Macht der Liebe und Hingabe. Choreografie und Inszenierung: Sabrina Sadowska Bühne und Kostüme: Thomas Mika Dramaturgie: Dirk Elwert Dauer: 1 h, ohne Pause Altersempfehlung: ab 6 Jahren
Aufführungen | Ballett

Ballett Chemnitz & Friends

Opernhaus

Zu Gast in der Kulturhauptstadt Europas: Zweimal hat das Ballett Chemnitz bereits erstklassige Tanzensembles aus Nah und Fern für einen gemeinsamen Abend eingeladen. Zur dritten Auflage stand schnell fest: Diesmal geht die Einladung an die Partnerstadt Düsseldorf. So gastiert das Ballett am Rhein mit einem Pas de Trois aus Biolographie in der Choreografie von Bridget Breiner und On the Nature of Daylight von David Dawson. Dazu wird das Hamburger Kammerballett gemeinsam mit Tänzer:innen aus der Ukraine auf der Bühne stehen – das Stück stammt von Edvin Revazov, der für den Chemnitzer Gershwin-Abend die Rhapsody in Blue choreografierte. Und rasand wird der Abend schließlich durch das Ballett Chemnitz, das in Dreamwave von Andonis Foniadakis zu erleben sein wird. Ballett am Rhein Biolographie | Choreografie: Bridget Breiner On the Nature of Daylight | Choreografie: David Dawson Hamburger Kammerballett Ein neues Stück | Choreografie: Edvin Revazov Ballett Chemnitz Dreamwave | Choreografie: Andonis Foniadakis Die ersten beiden Veranstaltungen von Ballett Chemnitz & Friends fanden am 10. April und am 4. Juni 2025 statt.
Aufführungen | Operette

Viktoria und ihr Husar

Opernhaus

Libretto von Emmerich Földes, Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda "Ungarnland! Donaustrand! Heimatland!“ Was hat es mit dem Gefühl von Zugehörigkeit zu (s)einem Land auf sich? Und sind wechselseitiger Respekt oder eher tiefe Leidenschaft der Weg zu einer glücklichen Beziehung? Die Titelheldin von Paul Abrahams Sensationserfolg Viktoria und ihr Husar ist gut situiert mit dem amerikanischen Botschafter in Japan verheiratet. Als ihr früherer Verlobter Stefan Koltay, der sich aus russischer Kriegsgefangenschaft retten konnte, wieder in ihr Leben tritt, gerät sie vor dem Hintergrund einer politisch hochexplosiven Situation in ein Dilemma: Mutiger Neustart oder endgültiger Abschied von der Jugendliebe? Mit der turbulenten Handlung jagt ein betörender musikalischer Ohrwurm den nächsten: Meine Mama war aus Yokohama oder Reich mir zum Abschied noch einmal die Hände wurden zu Hits der 1930er Jahre und Abraham konnte sich als einer der wichtigsten Operettenkomponist:innen etablieren. Nach Regiearbeiten an der Oper Halle, der Staatsoper Hannover, dem Deutschen Nationaltheater Weimar und der Staatsoperette Dresden inszeniert die Götz-Friedrich-Preisträgerin Julia Huebner diese Neuproduktion in Chemnitz. Musikalische Leitung: Lutz de Veer Inszenierung: Julia Huebner Choreografie: Mariana Souza Bühne: Simon Lesemann Kostüme: Dinah Ehm Chor: Stefan Bilz Dramaturgie: Johannes Frohnsdorf, Friederike Pank Dauer: 2 h 25 min, eine Pause Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Aufführungen | Oper

La Traviata

Opernhaus

Libretto von Francesco Maria Piave Violetta Valéry, ein begehrter Star in der glamourösen Welt der Reichen und Schönen, fühlt sich zu Alfredo Germont hingezogen. Von seiner liebevollen Art verzaubert, sagt sie ihrem ausschweifenden Lebensstil Adé und genießt das Glück der bürgerlichen Zweisamkeit. Doch bald wird sie von Alfredos Vater, der aufgrund von Violettas Vergangenheit um die gesellschaftliche Stellung seiner Familie fürchtet, dazu gedrängt, sich von Alfredo zu trennen. Schweren Herzens gibt sie nach und lässt Alfredo glauben, dass sie einen anderen liebt. In seiner Eifersucht beleidigt er sie öffentlich. Als ihm sein Vater Wochen später endlich den wahren Grund für ihr Verhalten offenbart, bleibt gerade noch Zeit, Violetta um Verzeihung zu bitten, bevor sie ihrer tödlichen Krankheit erliegt. Giuseppe Verdis Oper La Traviata nach dem Roman Die Kameliendame von Alexandre Dumas gehört mit ihrer anrührenden Geschichte und der emotionalen Musik zu den erfolgreichsten Opern der Musikgeschichte. Die Chemnitzer Neuinszenierung übernimmt Anja Kühnhold, Oberspielleiterin am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Musikalische Leitung: Benjamin Reiners Inszenierung: Anja Kühnhold Bühne und Choreografie: Erika Hoppe Kostüme: Anna Sophia Blersch Chor: Stefan Bilz Dramaturgie: Carla Neppl Altersempfehlung: ab 15 Jahren Dauer: 2 h 30 min, eine Pause Einführung: 30 Minuten vor Beginn jeder Vorstellung Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

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