Die Theater Chemnitz sind ein Fünfspartentheater Oper, Philharmonie, Ballett, Schauspiel und Figurentheater. Das Chemnitzer Opernhaus ist die Hauptspielstätte des Theaters Chemnitz. Das Haus wurde von 1906 bis 1909 in Chemnitz errichtet, der Architekt war Richard Möbius. Es befindet sich auf dem Theaterplatz, zwischen den angrenzenden Bauten des König-Albert-Museums und der Petrikirche.
(Foto: Nasser Hashemi)
Kontakt
Opernhaus
Die Theater Chemnitz Theaterplatz 2 D-09111Chemnitz
Konzert mit Ausschnitten aus den Musiktheaterpremieren der Saison
Musikalische Leitung: Benjamin Reiners, Kens Lui, Maximilian Otto
Solist:innen des Opernensembles der Theater Chemnitz
Opernchor der Theater Chemnitz
Robert-Schumann-Philharmonie
Das Konzert zur Spielzeiteröffnung, das diesmal als Open-Air-Konzert auf dem Theaterplatz stattfindet, ist immer von einer großen Wiedersehensfreude zwischen Publikum und Künstler:innen geprägt. Nicht wenige Besucher:innen berichten von regelrechten Entzugserscheinungen wegen der fehlenden Opern- und Konzertbesuche in den heißen Sommermonaten. Vielleicht erfinden wir in diesem Jahr gemeinsam einen „Spielpausen-Countdown“, der genau am Freitag, dem 28. August endet. An diesem Tag warten Opernensemble, Opernchor und Philharmonie unter der Leitung des Dirigententrios Benjamin Reiners, Kens Lui und Maximilian Otto mit Highlights aus dem Repertoire der neuen Saison sowie weiteren beliebten Titeln aus Oper und Operette auf. Dabei gibt es Gelegenheit, die neuengagierten Ensemblemitglieder mit ihren Lieblingsarien zu erleben. Und natürlich darf bei diesem Open-Air-Konzert auch das extra für diesen Abend „komponierte“ Abschlussfeuerwerk nicht fehlen!
Dramma giocoso von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Lorenzo da Ponte
Don Giovanni – ein Name, der für tollkühne Eroberungen und aufregende Liebesabenteuer steht, aber auch für Anarchie und skrupelloses Benehmen. Unaufhaltsam zieht er seine Bahnen, bis er eines Tages im Streit einen Menschen tötet. Dieser Mord setzt dem scheinbar unbeschwerten Dasein des Verführers ein abruptes Ende.
Wolfgang Amadeus Mozarts Don Giovanni ist kein moralisches Lehrstück, sondern ein faszinierender Balanceakt zwischen Komödie und Tragödie, Chaos und Ordnung, Freiheit und Zwang, zwischen der grotesken Komik des Maskenballs und der tödlichen Ernsthaftigkeit des Abgrunds. Das Libretto, verortet im erzkatholischen Sevilla des Hochbarock, schafft die Grundlage für eine universelle Frage: Wie viel Individualität kann eine Gesellschaft ertragen, bevor sie ins Wanken gerät?
Die Chemnitzer Neuproduktion dieses Stückes wird inszeniert von Dennis Krauß, der hier in der vergangenen Spielzeit mit Peter Eötvös' Oper Sleepless bereits ein ebenso leidenschaftliches wie poetisches Statement gegen gesellschaftliche Verurteilung und Ausgrenzung setzte.
Musikalische Leitung: Maximilian Otto
Inszenierung und Bühne: Dennis Krauß
Choreografie: Maria Ollé Herce
Kostüme: Christina Geiger
Chor: Stefan Bilz
Dramaturgie: Carla Neppl
Altersempfehlung: 15+
Dauer: 2 h 45 min, eine Pause
Einführung: 30 min vor Beginn jeder Vorstellung
Termine
So 23.8.2026, 18:00
Sa 12.9.2026, 19:30
Fr 25.9.2026, 19:30und weitere Termine
Libretto von Moritz West und Ludwig Held
Halbszenische Aufführung mit Texten von Manfred Weiß
Die quirlige Regieassistentin Irmi Polter ist überglücklich: Endlich kommt ihre Lieblingsoperette Der Vogelhändler auf die Opernhausbühne! Sie kennt sie in- und auswendig, könnte quasi jede Rolle von jetzt auf gleich übernehmen, dabei noch fehlende Requisiten auf die Bühne jonglieren, vergessene Texte soufflieren und notfalls sogar im Orchester aushelfen – stets im Dienste eines reibungslosen Vorstellungsablaufs … Da ist Irmi in ihrem Element – und mit ihr die Schauspielerin Teresa Weißbach! Textautor Manfred Weiß hat ihr diese bezaubernde komödiantische Rolle extra für die Chemnitzer Vogelhändler-Produktion auf den Leib geschrieben, die als halbszenische Aufführung mit Opernensemble, Opernchor und Robert-Schumann-Philharmonie die fröhlich-eingängige Musik von Carl Zeller in den Mittelpunkt stellt und das Opernhaus in einen großen Konzertsaal verwandelt. Freuen Sie sich also auf den Vogelhändler Adam aus Tirol, der für ein Busserl von seiner liebsten Briefchristel den sehr weiten Fußmarsch bis in die Pfalz auf sich nimmt, wo es aber zunächst heißt, sich durch ein Dickicht an Intrigen, Verwechslungen, falschen Treueschwüren und tränenreichen Entschuldigungsversuchen hindurchzusingen, bevor es zum großen Happy End kommt.
Musikalische Leitung: Benjamin Reiners
Inszenierung: Annika Nitsch
Bühne und Kostüme: Linda Siegismund
Chor: Konrad Schöbel
Dramaturgie: Carla Neppl
Altersempfehlung: 14+
Dauer: 2 h 45 min, eine Pause
Termine
Sa 5.9.2026, 20:00
So 13.9.2026, 18:00
So 25.10.2026, 16:00
Story und Buch von Peter Stone | Musik und Liedtexte von Maury Yeston | Deutsch von Wolfgang Adenberg
Die Titanic – damals ein Schiff der Superlative, heute ein Mythos: Als sie am 10. April 1912 in Southampton zu ihrer ersten Fahrt aufbrach, galt sie als unsinkbar und niemand von den mehr als 2.200 an Bord befindlichen Menschen ahnte, dass sie das Ziel New York nie erreichen und die Fahrt keine drei Tage später in einer Katastrophe enden würde. Ihr Untergang löste Entsetzen in der Welt aus, entfachte aber gleichzeitig von Anfang an eine starke Faszination. Romane wurden geschrieben, Museen eingerichtet, Filme gedreht, sogar eine eigene, sehr umfangreiche Encyclopedia Titanica mit Fakten zum Schiff, zur Besatzung, zu den Reisenden sowie zu den Ereignissen selbst findet sich im Internet.
Das 1997 uraufgeführte und mit fünf Tony Awards ausgezeichnete Musical Titanic entstand im gleichen Jahr wie der Film, mit dem Kate Winslet und Leonardo DiCaprio berühmt geworden sind. Anders als auf der Kinoleinwand aber wird auf der Musicalbühne keine fiktive Liebesgeschichte erzählt, sondern es geht um die realen Vorgänge während der verhängnisvollen Reise. Zwischen Luxus, harter Arbeit und leisen Zukunftsträumen entfaltet sich ein vielstimmiges Panorama aus Passagieren aller Klassen, Besatzung, Offizieren und Kapitän, bis ein einziger Augenblick die Zuversicht an Bord zum Kippen bringt und im Angesicht des Untergangs Mut, Verdrängung, Angst und Menschlichkeit ungeschönt aufeinandertreffen.
Die erste Chemnitzer Produktion dieses Erfolgsmusicals bringt Regisseur und Choreograf Till Nau auf die Bühne. Gemeinsam mit seinem Ausstattungsteam Momme Hinrichs und Conny Lüders erzählt er die letzten drei Tage an Bord der Titanic als eine bewegende Reise voller Hoffnung – von Menschen, die durch ein einziges, unausweichliches Schicksal verbunden sind. Ein spektakuläres Bühnenbild, opulente Kostüme und die imposante, mitreißende Musik des Musicals Titanic machen dieses Bühnenerlebnis unvergesslich und lassen Dramatik und Tragik hautnah miterleben.
Musikalische Leitung: Benjamin Reiners
Nachdirigat: Kens Lui, Maximilian Otto
Inszenierung und Choreografie: Till Nau
Bühne und Video: Momme Hinrichs
Kostüme: Conny Lüders
Chor: Stefan Bilz
Dramaturgie: Carla Neppl
Termine
Sa 19.9.2026, 19:30 | Premiere
So 20.9.2026, 19:30
Sa 26.9.2026, 19:30und weitere Termine
So 27.9.2026, 18:00
Sa 10.10.2026, 19:30
Fr 16.10.2026, 19:30
Sa 31.10.2026, 19:30
Do 5.11.2026, 19:30
Fr 6.11.2026, 19:30
So 22.11.2026, 18:00
So 27.12.2026, 16:00
Sa 2.1.2027, 19:30
Zwischen Wahrheit und Suggestion entfaltet Sugar Pill ein Spiel mit Wahrnehmung, Imitation und psychologischer Einflussnahme. Inspiriert vom Placebo-Effekt und dem Phänomen des “Uncanny Valley” ("Unheimliches Tal") verschieben sich die Körper zwischen Menschlichem und Beinahe-Menschlichem. Was echt scheint, kippt ins Künstliche – und Realität wird zur Konstruktion des eigenen Geistes.
Die irische Choreografin Zoë Ashe-Browne, Produktionspreisträgerin der Choreography Competition Hannover, setzt die Reihe Showcase mit einem intensiven Tanzstück fort, das unmittelbare Nähe zwischen Publikum und Ensemble schafft. Ihre klassischen Wurzeln verbindet sie mit zeitgenössischen Praktiken und lädt ein, das Ballett Chemnitz hautnah zu erleben.
Choreografie: Zoë Ashe-Browne
Kostüme: Isabella Heymann
Komposition: David Anthony Curley
Termine
Do 17.9.2026, 20:30 | Uraufführung
Sa 26.9.2026, 20:30
Do 1.10.2026, 20:30und weitere Termine
Do 5.11.2026, 20:30
Fr 13.11.2026, 20:30
Do 10.12.2026, 20:30
Ballett von Sabrina Sadowska
zu Leben und Werk von George Gershwin
Kommen Sie mit in die wohl aufregendste Stadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts: New York! Trubel in den Straßen, Hektik im Alltag, Emigranten aus aller Welt treffen aufeinander – mit ihren kulturellen Wurzeln und ihren Träumen. Die Wirtschaft floriert und die Vergnügungsindustrie wächst. Mittendrin George Gershwin, der als Sohn jüdischer Einwanderer aus Russland in Brooklyn und der Lower East Side aufwuchs. So wenig er sich für die Schule interessierte, so viel schlug er sich im wahrsten Wortsinn durch das Leben – und entdeckte seine Liebe zur Musik. Der Rest ist Geschichte und was für eine: Seine Kompositionen bahnten ihm den Weg nach oben – aus den einfachen New Yorker Verhältnissen zuerst an den Broadway und dann in die Glitzerwelt Hollywoods.
Bis zu seinem frühen Tod mit 39 Jahren schuf er unsterbliche Kompositionen, von denen Rhapsody in Blue, Ein Amerikaner in Paris oder Porgy and Bess nur die allerbekanntesten sind. Kraftvoll, mitreißend, elegisch und heiter, voller Energie und Lebensfreude ist seine Musik ein Statement zwischen Jazz und Klassik, ein Meilenstein in der amerikanischen Kultur.
Den Stationen einer großen Karriere folgend, erweckt das Ballett von Sabrina Sadowska die unvergessenen Gershwin-Melodien zum Leben, erzählt eine Geschichte des American Way of Life und würdigt auch die Wegbegleiter des Erfolgs.
Musikalische Leitung: Kens Lui
Musikalische Arrangements: Jeffrey Goldberg (1. Teil), Jakob Brenner (2. Teil)
Konzept, Inszenierung und Choreografie: Sabrina Sadowska
Choreografie "Rhapsody in Blue": Edvin Revazov
Bühne und Kostüme: Hans Winkler
Dramaturgische Mitarbeit: Jenny Zichner
Dauer: 2 h, eine Pause
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Einführung: 30 min vor Beginn jeder Vorstellung
Termine
Do 24.9.2026, 19:30
So 4.10.2026, 18:00
Sa 7.11.2026, 19:30
Bei den öffentlichen Rundgängen durch das Opernhaus wird neben wissenswerten Fakten zum Theateralltag sicher auch die eine oder andere Theateranekdote preisgegeben. Die Termine entnehmen Sie bitte den aktuellen Spielplänen. Karten für die Führungen gibt es nur im Vorverkauf.
Bewertungen & Berichte Führung durch das Opernhaus
7
Opernhaus
Die Theater Chemnitz
Die Theater Chemnitz sind ein Fünfspartentheater Oper, Philharmonie, Ballett, Schauspiel und Figurentheater. Das Chemnitzer Opernhaus ist die Hauptspielstätte des Theaters Chemnitz. Das Haus wurde von 1906 bis 1909 in Chemnitz errichtet, der Architekt war Richard Möbius. Es befindet sich auf dem Theaterplatz, zwischen den angrenzenden Bauten des König-Albert-Museums und der Petrikirche.