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| Ballett
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| Tanz
Wunderwelt
Opernhaus
Aufführungen
| Tanz
SHOWCASE IX: Sugar Pill
Opernhaus
Uraufführung: 17.9.2026 Zwischen Wahrheit und Suggestion entfaltet Sugar Pill ein Spiel mit Wahrnehmung, Imitation und psychologischer Einflussnahme. Inspiriert vom Placebo-Effekt und dem Phänomen des “Uncanny Valley” ("Unheimliches Tal") verschieben sich die Körper zwischen Menschlichem und Beinahe-Menschlichem. Was echt scheint, kippt ins Künstliche – und Realität wird zur Konstruktion des eigenen Geistes. Die irische Choreografin Zoë Ashe-Browne, Produktionspreisträgerin der Choreography Competition Hannover, setzt die Reihe Showcase mit einem intensiven Tanzstück fort, das unmittelbare Nähe zwischen Publikum und Ensemble schafft. Ihre klassischen Wurzeln verbindet sie mit zeitgenössischen Praktiken und lädt ein, das Ballett Chemnitz hautnah zu erleben. Choreografie: Zoë Ashe-Browne Kostüme: Isabella Heymann Komposition: David Anthony Curley
Aufführungen
| Musical
Titanic
Opernhaus
Premiere: 19.9.2026 Story und Buch von Peter Stone | Musik und Liedtexte von Maury Yeston | Deutsch von Wolfgang Adenberg Die Titanic – damals ein Schiff der Superlative, heute ein Mythos: Als sie am 10. April 1912 in Southampton zu ihrer ersten Fahrt aufbrach, galt sie als unsinkbar und niemand von den mehr als 2.200 an Bord befindlichen Menschen ahnte, dass sie das Ziel New York nie erreichen und die Fahrt keine drei Tage später in einer Katastrophe enden würde. Ihr Untergang löste Entsetzen in der Welt aus, entfachte aber gleichzeitig von Anfang an eine starke Faszination. Romane wurden geschrieben, Museen eingerichtet, Filme gedreht, sogar eine eigene, sehr umfangreiche Encyclopedia Titanica mit Fakten zum Schiff, zur Besatzung, zu den Reisenden sowie zu den Ereignissen selbst findet sich im Internet. Das 1997 uraufgeführte und mit fünf Tony Awards ausgezeichnete Musical Titanic entstand im gleichen Jahr wie der Film, mit dem Kate Winslet und Leonardo DiCaprio berühmt geworden sind. Anders als auf der Kinoleinwand aber wird auf der Musicalbühne keine fiktive Liebesgeschichte erzählt, sondern es geht um die realen Vorgänge während der verhängnisvollen Reise. Zwischen Luxus, harter Arbeit und leisen Zukunftsträumen entfaltet sich ein vielstimmiges Panorama aus Passagieren aller Klassen, Besatzung, Offizieren und Kapitän, bis ein einziger Augenblick die Zuversicht an Bord zum Kippen bringt und im Angesicht des Untergangs Mut, Verdrängung, Angst und Menschlichkeit ungeschönt aufeinandertreffen. Die erste Chemnitzer Produktion dieses Erfolgsmusicals bringt Regisseur und Choreograf Till Nau auf die Bühne. Gemeinsam mit seinem Ausstattungsteam Momme Hinrichs und Conny Lüders erzählt er die letzten drei Tage an Bord der Titanic als eine bewegende Reise voller Hoffnung – von Menschen, die durch ein einziges, unausweichliches Schicksal verbunden sind. Ein spektakuläres Bühnenbild, opulente Kostüme und die imposante, mitreißende Musik des Musicals Titanic machen dieses Bühnenerlebnis unvergesslich und lassen Dramatik und Tragik hautnah miterleben. Musikalische Leitung: Benjamin Reiners Nachdirigat: Kens Lui, Maximilian Otto Inszenierung und Choreografie: Till Nau Bühne und Video: Momme Hinrichs Kostüme: Conny Lüders Chor: Stefan Bilz Dramaturgie: Carla Neppl
Aufführungen
| Operette
Der Vogelhändler
Opernhaus
Libretto von Moritz West und Ludwig Held Halbszenische Aufführung mit Texten von Manfred Weiß Die quirlige Regieassistentin Irmi Polter ist überglücklich: Endlich kommt ihre Lieblingsoperette Der Vogelhändler auf die Opernhausbühne! Sie kennt sie in- und auswendig, könnte quasi jede Rolle von jetzt auf gleich übernehmen, dabei noch fehlende Requisiten auf die Bühne jonglieren, vergessene Texte soufflieren und notfalls sogar im Orchester aushelfen – stets im Dienste eines reibungslosen Vorstellungsablaufs … Da ist Irmi in ihrem Element – und mit ihr die Schauspielerin Teresa Weißbach! Textautor Manfred Weiß hat ihr diese bezaubernde komödiantische Rolle extra für die Chemnitzer Vogelhändler-Produktion auf den Leib geschrieben, die als halbszenische Aufführung mit Opernensemble, Opernchor und Robert-Schumann-Philharmonie die fröhlich-eingängige Musik von Carl Zeller in den Mittelpunkt stellt und das Opernhaus in einen großen Konzertsaal verwandelt. Freuen Sie sich also auf den Vogelhändler Adam aus Tirol, der für ein Busserl von seiner liebsten Briefchristel den sehr weiten Fußmarsch bis in die Pfalz auf sich nimmt, wo es aber zunächst heißt, sich durch ein Dickicht an Intrigen, Verwechslungen, falschen Treueschwüren und tränenreichen Entschuldigungsversuchen hindurchzusingen, bevor es zum großen Happy End kommt. Musikalische Leitung: Benjamin Reiners Inszenierung: Annika Nitsch Bühne und Kostüme: Linda Siegismund Chor: Konrad Schöbel Dramaturgie: Carla Neppl Altersempfehlung: 14+ Dauer: 2 h 45 min, eine Pause
Aufführungen
| Oper
Don Giovanni
Opernhaus
Don Giovanni – ein Name, der für tollkühne Eroberungen und aufregende Liebesabenteuer steht, aber auch für Anarchie und skrupelloses Benehmen. Unaufhaltsam zieht er seine Bahnen, bis er eines Tages im Streit einen Menschen tötet. Dieser Mord setzt dem scheinbar unbeschwerten Dasein des Verführers ein abruptes Ende. Wolfgang Amadeus Mozarts Don Giovanni ist kein moralisches Lehrstück, sondern ein faszinierender Balanceakt zwischen Komödie und Tragödie, Chaos und Ordnung, Freiheit und Zwang, zwischen der grotesken Komik des Maskenballs und der tödlichen Ernsthaftigkeit des Abgrunds. Das Libretto, verortet im erzkatholischen Sevilla des Hochbarock, schafft die Grundlage für eine universelle Frage: Wie viel Individualität kann eine Gesellschaft ertragen, bevor sie ins Wanken gerät? Die Chemnitzer Neuproduktion dieses Stückes wird inszeniert von Dennis Krauß, der hier in der vergangenen Spielzeit mit Peter Eötvös' Oper Sleepless bereits ein ebenso leidenschaftliches wie poetisches Statement gegen gesellschaftliche Verurteilung und Ausgrenzung setzte. Musikalische Leitung: Maximilian Otto Inszenierung und Bühne: Dennis Krauß Choreografie: Maria Ollé Herce Kostüme: Christina Geiger Chor: Stefan Bilz Dramaturgie: Carla Neppl Altersempfehlung: 15+ Dauer: 2 h 45 min, eine Pause Einführung: 30 min vor Beginn jeder Vorstellung
Aufführungen
| Ballett
SHOWCASE IX: Sugar Pill
Opernhaus
Die irische Choreografin Zoë Ashe-Browne kreiert ein Tanzstück in unmittelbarer Nähe zum Publikum. Die Produktionspreisträgerin der Choreography Competition Hannover war nach ihrer Tanzausbildung u. a. beim National Ballet of Ireland, dem English National Ballet und dem Opera Ballet Vlaanderen engagiert. Seit 2014 auch als Choreografin tätig, verknüpft sie ihre klassischen Wurzeln mit zeitgenössischen Praktiken. So setzt sie unsere erfolgreiche Reihe für zeitgenössischen Tanz fort und lädt ein, das Ballett Chemnitz in der intimen Atmosphäre des Ballettsaals hautnah zu erleben.
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| Ballett
Cinderella
Opernhaus
Ballett in 3 Akten (7 Bilder) von Sergej Prokofjew und Nikolai Wolkow op. 87 Choreografie und Inszenierung von Sabrina Sadowska Cinderella, Aschenputtel, Cendrillon, Aschenbrödel – das ist die Geschichte eines ausgebeuteten Mädchens mit unbeugsamem Willen und Zuversicht, das trotz aller Erniedrigung seinen Lebensmut nicht verliert. Das Märchen Aschenputtel erschien ab 1812 in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm und geht zum Teil auf Charles Perraults Cendrillon aus dem Jahr 1697 zurück. Ludwig Bechstein übernahm es in sein Deutsches Märchenbuch unter dem Namen Aschenbrödel (1845). Die bekannteste Bühnenversion dieses Märchens ist neben der Oper La Cenerentola von Gioachino Rossini das Ballett des russischen Komponisten Sergej Prokofjew, entstanden in den Kriegsjahren 1941 bis 1945. Die Uraufführung fand am 21. November 1945 am Bolschoi-Theater in Moskau statt. Drei Jahre später wurde das Ballett in London im Covent Garden Opera House in einer Inszenierung von Frederick Ashton zum ersten Mal im Westen aufgeführt. Es folgten unzählige Adaptionen und Neubearbeitungen und bis heute ist Cinderella weltweit ein wichtiger Bestandteil des klassischen Ballettrepertoires. Ballettdirektorin Sabrina Sadowska nimmt sich dieses romantischen Stoffs an und verlegt die Geschichte in die Fünfziger des vergangenen Jahrhunderts. Nachkriegszeit, Wiederaufbau, neuer Wohlstand und Glamour – die Welt der Mode ist das Umfeld von Cinderella, in dieser Welt des „schönen Scheins“ möchte sie ihren Weg gehen und als Modeschöpferin Fuß fassen. Neid, Intrigen, Boshaftigkeit, Konkurrenz, Kälte und Ablehnung begleiten sie. Aber das Schicksal meint es gut mit ihr und lässt einen charmanten jungen Mann in Cinderellas Leben treten, der wie sie seinen eigenen Weg sucht und ihre Sehnsucht nach Liebe und Nähe erfüllt. Choreografie und Inszenierung: Sabrina Sadowska Bühne und Kostüme: Charles Cusick Smith, Phil R. Daniels Dramaturgie: Dirk Elwert
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| Gala
11. Chemnitzer BallettBenefizGala
Opernhaus
Tanzen für den guten Zweck. Schon zum elften Mal heißt es im Chemnitzer Opernhaus: Vorhang auf für die BallettBenefizGala. Es wird ein Abend voller Energie und Lebensfreude, wenn die Tanzensembles aus Nah und Fern ihre Lieblingspartien aus den großen Ballettklassikern und aus zeitgenössischen Choreografien zeigen. Alle Beteiligten verzichten auf ihre Gage und unterstützen mit dem Erlös der BallettBenefizGala traditionell zwei Organisationen, die sich im sozialen, karitativen oder Bildungsbereich engagieren. In diesem Jahr geht ein Teil des Erlöses an den Weißer Stock e.V., der in Chemnitz sehbehinderte und blinde Menschen berät und begleitet. Der gemeinnützige Förderverein hilft nicht nur bei sozialen Fragen, Herausforderungen des Alltags, Rehabilitationsmaßnahmen oder Schulungen, er schlägt mit seinen Angeboten und Projekten auch Brücken zwischen Sehenden und Nichtsehenden wie etwa im SinnReich, einem Erlebnisraum in vollkommener Dunkelheit. Begünstigt wird auch die Stiftung TANZ – Transition Zentrum Deutschland, das berufliche Umbrüche im Leben von Tänzerinnen und Tänzern unterstützt. Sie alle müssen sich nach einer relativ kurzen Bühnenlaufbahn beruflich neu orientieren (Transition) und oft noch einmal ganz von vorn beginnen. Die 2010 gegründete Stiftung steht in dieser Phase als Wegbegleiterin beratend zur Seite, stärkt die Tänzerinnen und Tänzer beim Übergang in einen neuen Beruf sowohl ideell als auch materiell und eröffnet damit neue Zukunftsperspektiven. Gemeinsam mit dem Ballett Chemnitz stehen wieder viele renommierte Tanz-Ensembles auf der Bühne, u. a. das Stuttgarter Ballett, das Hessische Staatsballett Wiesbaden, das Ballett der Semperoper Dresden, das Ballett Koblenz, das Ballett der Bühnen Halle, Studierende der Staatlichen Ballettschule Berlin, Tänzerinnen und Tänzer der Palucca Hochschule für Tanz Dresden und der Akademie des Tanzes Mannheim.
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| Ballett
Wachträume
Opernhaus
MADE IN CHEMNITZ 20|26 Wo endet die Realität, beginnt die Illusion? Eine Frage, die im Digital-Zeitalter nicht aktueller sein könnte. In seiner Arbeit untersucht das Choreografen-Duo diese instabile Grenze, auch innerhalb der Performance selbst, wenn die Trennung zwischen Bühnenwerk und realem Leben verschwimmt. Eine Live-Kamera filmt die Handlung, überträgt sie kontinuierlich auf eine Leinwand – so wird das Publikum mit zwei simultanen Realitäten konfrontiert: der physischen Präsenz der Tänzerinnen und Tänzer und dem vermittelten Bild. Dabei dreht sich alles um einen Narr, einen Außenseiter, der nicht zum System gehört, aber offenbart, wie das System funktioniert. Indem er das Geschehen hinterfragt, durchbricht er die Welten. Choreografie, Inszenierung und Ausstattung: Margaux Pagès, Koh Yoshitake Dramaturgie: Jenny Zichner
Aufführungen
| Oper
Der fliegende Holländer
Opernhaus
Seit jeher sind Liebe, Treue und Geborgenheit für den Menschen von zentraler Bedeutung. Die verzweifelte Suche danach bildet den Kern der Sage über den Fliegenden Holländer: Weil er einst in seinem Übermut Gott verfluchte, ist er dazu verdammt, auf ewig mit seinem Geisterschiff die Weltmeere zu durchkreuzen. Nur alle sieben Jahre darf er an Land gehen und sich auf die Suche nach einer Frau begeben, die ihm Treue „bis in den Tod“ zu schwören bereit ist, um ihn von seinem Fluch zu erlösen. Die junge Senta sieht in dieser Entscheidung die Möglichkeit, sich ihren eigenen Wunsch nach einer liebevollen, beständigen Bindung zu erfüllen, die ihr bisher durch ihre Familie verwehrt geblieben ist, und widmet sich mit Hingabe der Rolle des rettenden Engels – zu der schrecklichen Bedingung, sich dafür selbst aufgeben zu müssen. Die romantische Sage berührt in der Inszenierung von Juana Inés Cano Restrepo existenzielle Themen des menschlichen Lebens: Die Hoffnung auf eine Liebe über den Tod hinaus, die Angst davor, allein zu sterben sowie die Frage, ob und wie wir nach dem Tod eines geliebten Menschen weiterleben können. Inszenierung: Juana Inés Cano Restrepo Bühne: Anna Schöttl Kostüme: Lena Weikhard Chor: Stefan Bilz Dramaturgie: Friederike Pank Aufführung in deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: 14+ Einführung: 30 min vor Beginn jeder Vorstellung
Aufführungen
| Erzähltheater
Mit "Korporal Stange" zurück in die Vergangenheit
Brettmühle Mulda
Mit "Korporal Stange" zurück in die Vergangenheit. Erfahren Sie Wissenswertes über das Jahr der Völkerschlacht bei Leipzig im Jahre 1813.
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| Kabarett
Kabarett "Die Kaktusblüte"
Brettmühle Mulda
Aufführungen
| Erzähltheater
Das abenteuerliche Leben des Karl Stülpner
Brettmühle Mulda
Das abenteuerliche Leben des Karl Stülpner, erzählt von seinem Regimentskameraden "Korporal Stange" höchstselbst. Eintritt 8,00 €
Aufführungen
| Kabarett
Flache Witze mit Peter Flache und Michael Winkler an der Posaune
Brettmühle Mulda
Eine explosive Begegnung: Die pionierten, sächsischen Wortstreiche von Peter Flache treffen auf die Klangkraft von Micha Winkler und entfalten gemeinsam ein atemberaubendes Klangkabarett. Peter Flache bringt seine heiteren Sinnschweifungen auf die Bühne - charmant, witzig und immer mit dem gewissen Augenzwinkern - und trifft auf einen Vollblutmusikanten der Spitzenklasse. Mag man still sitzen bleiben, so ist man entweder taub oder schlichtweg überwältigt. Ein Abend und ein Erlebnis, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Eintritt VVK: 22,50 € Eintritt AK: 24,50 €
Aufführungen
| Oper
Hoffmanns Erzählungen
Opernhaus
Libretto von Jules Barbier nach dem gleichnamigen Drama von Jules Barbier und Michel Carré Hoffmann, der sein Leben einst erfolgreich der Dichtkunst weihte, hat sich verrannt. Ihm fehlt die Inspiration für Neues. Verzweifelt flüchtet er sich in den Rausch und hofft, dass die Frauen, die ihm in seinen Geschichten erscheinen, die Flamme seiner Poesie neu entzünden. Was der Titelfigur seiner Oper Hoffmanns Erzählungen verwehrt bleibt, die Möglichkeit, die eigene Kreativität voranzutreiben und sich neu zu erfinden, gelang Jacques Offenbach mit der Komposition dieses Werkes hervorragend. Die Vorlage fand er in einem Theaterstück, das mehrere Erzählungen des Dichters E. T. A. Hoffmann nutzte. Die fantastisch-absurde Erzählweise verlieh Offenbachs musikalischen Ideen Flügel und es entstand „ein merkwürdiges, in seiner Art alleinstehendes Werk, das uns bald erfreut, bald aufregt, immer interessiert, niemals langweilt“, so der Kritiker Eduard Hanslick anlässlich der Uraufführung 1881. Dass diese Künstler-Tragikomödie auch heute noch das Publikum fasziniert und darüber hinaus mit existentiellen Fragen konfrontiert, zeigt Juana Inés Cano Restrepo mit ihrem Chemnitzer Regie-Debüt. Musikalische Leitung: Lutz de Veer Inszenierung: Juana Inés Cano Restrepo Bühne: Anna Schöttl Kostüme: Lena Weikhard Chor: Stefan Bilz Dramaturgie: Carla Neppl
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| Ballett
Caravaggio oder Die Stille unseres Herzschlages
Opernhaus
Nicht selten wurde der Maler Michelangelo Merisi da Caravaggio in der Literatur zu einer karikierten romantischen Figur gemacht und damit das Geheimnis und die Kraft seiner Malerei reduziert. Doch während das Enfant terrible des Barock inmitten von Schatten und Leibern arbeitet, offenbart er eine beispiellose menschliche Tiefe, sowohl philosophisch als auch spirituell. Wie lässt sich die lebendige Geste, diese erzählerische, sinnliche, gewalttätige, zarte und grausame Kraft erklären? Insbesondere diese Einsamkeit und Stille, zu der seine Malerei führt? Bruno Bouché, künstlerischer Leiter des Balletts der Opéra national du Rhin, spürt diesen Fragen in seiner Choreografie für das Ballett Chemnitz nach. „Meine choreografischen Kreationen manipulieren archetypische Bilder, um sie durch das Zeichnen von Körpern im Raum in Bewegung zu versetzen. Caravaggio oder Die Stille unseres Herzschlages soll kein choreografisches Biopic sein, sondern Verbindungen schaffen zwischen seinen Werken und den Körpern der Tänzer und Tänzerinnen – soll die Schwingungen übertragen in ihre Bewegungen.“ Das Ballett Chemnitz auf Gastspielreise Kurz nach der Premiere wird das Ballett Chemnitz mit Caravaggio oder Die Stille unseres Herzschlages auf Gastspielreise gehen. Die Choreografie von Bruno Buché zu Musik von Claudio Monteverdi und aus der Gegenwart wird Ende März sowohl an zwei Abenden in der Partnerstadt Mulhouse als auch in drei Vorstellungen an der Opéra de Strasbourg zu sehen sein. So stellt sich unsere Company dem französischen Publikum mit einem bewegenden Werk vor, dass mit der Körperlichkeit und der spirituellen Tiefe Caravaggios spielt.
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| Oper
Rigoletto
Opernhaus
Possenreißer und Außenseiter, geißelnder Spötter und Zielscheibe von Spott – Rigoletto, der Narr am Hof von Mantua, ist Opfer und Täter zugleich, eine verletzte Seele, die andere verletzt. Seine spitze Zunge scheint keine Grenzen zu kennen. Als er Monterone, dessen Tochter der Herzog verführte, schmäht, wähnt er sich auf der sicheren Seite. Doch als Monterone ihn verflucht, trifft Rigoletto dies an seiner verwundbarsten Stelle: Der Narr ist selbst Vater und behütet seine geliebte Tochter argwöhnisch. Dass Gilda eigene Wege geht, kann er dennoch nicht verhindern. Wie es das Schicksal will, ist der vermeintliche Student, durch den ihre Liebe erwacht, kein anderer als der Herzog. Zu spät erkennt Rigoletto, was sich hinter seinem Rücken abspielt. Unbedarft tappt er in die Falle, die ihm seine Feinde am Hof stellen. Als Rigoletto begreift, dass seine Tochter bereits dem Herzog in die Hände fiel, packt ihn maßloses Verlangen nach Vergeltung. Der skrupellose Verführer soll sterben und Gilda dessen wahren Charakter erkennen. Doch Gildas Liebe bringt Rigolettos Racheplan zum Scheitern. Statt den Tod des Verführers bewirkt der Narr den Tod des eigenen Kindes. Während er die Sterbende findet, lebt der Herzog unbeschwert weiter. So erfüllt sich Monterones Fluch. Mit einer Musik, die die packende Handlung kontrastreich und äußerst wirkungsvoll ausgestaltet, gilt Rigoletto als Verdis erstes Meisterwerk. Regisseur Aron Stiehl, seit 2020 Intendant des Stadttheaters Klagenfurt, lenkt bei seinem Chemnitz-Debüt den Fokus auf die Beziehung zwischen einem von Verlustängsten getriebenen Vater und dessen nach Emanzipation strebender jugendlicher Tochter. Inszenierung: Aron Stiehl Bühne und Kostüme: Frank Philipp Schlößmann Musikalische Einstudierung des Chore: Konrad Schöbel Dramaturgie: Johannes Frohnsdorf
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| Ballett
Schwanensee
Opernhaus
1871 nutzte Peter Tschaikowsky den Sommerurlaub bei seiner Schwester, um für seine Nichten und Neffen das kleine Kinderballett Schwanensee zu komponieren. Als er 1875 einen lukrativen Kompositionsauftrag für ein neues Ballett des Moskauer Bolschoi-Theaters erhielt, war das Libretto bereits fertig. Es vereint verschiedene Legenden und Märchen in sich, unter anderem das deutsche Volksmärchen Der geraubte Schleier von Johann Karl August Musäus. Anders als bei den späteren Balletten Dornröschen und Der Nussknacker arbeiteten der Choreograf Julius Reisinger und Tschaikowsky hier nicht zusammen. Durch aufführungsbedingte Kürzungen, Umstellungen und Einlagen Reisingers blieb der große Erfolg zunächst aus. Erst als Lew Iwanow 1894 anlässlich einer Gedenkfeier für den ein Jahr zuvor verstorbenen Tschaikowsky den zweiten Akt mit den berühmten weißen Schwänen präsentierte und Marius Petipa und Lew Iwanow das Ballett anschließend am Mariinski Theater in St. Petersburg neu arrangierten, avancierte es zum Welterfolg. Seitdem hat der Schwanensee viele Interpretationen erfahren, so durch George Balanchine (New York 1951), Vladimir Bourmeister (Moskau 1956), John Cranko (Stuttgart 1963), Mats Ek (Cullberg Ballet 1987), John Neumeier (Hamburg 2002) und die rein männlich besetzte Neufassung von Matthew Bourne (London 1995). Für den Chemnitzer Schwanensee konnte der junge, aus Tirana (Albanien) stammende Choreograf Eno Peçi gewonnen worden. Seit 2000 ist er Mitglied des Wiener Staatsopernballetts und seit 2009 Solotänzer des Balletts der Wiener Staatsoper und Volksoper. Parallel dazu begann er u. a. für das Wiener Staatsballett und die Ballettakademie der Wiener Staatsoper eigene Ballette zu entwickeln. Zu der ergreifenden Musik Tschaikowskys kreierte Eno Peçi gemeinsam mit Ballettdirektorin Sabrina Sadowska, die die "weißen Akte" nach der Originalchoreografie von Lew Iwanow umsetzte, ein romantisches Tanzmärchen, in dem Liebe und Tod, Sehnsucht und Resignation, Menschen- und Fabelwelt sinnlich-berührend miteinander verschmelzen. Musikalische Leitung: Andreas Hotz Choreografie und Inszenierung: Eno Peçi (1. + 3. Akt), nach Lew Iwanow (2. + 4. Akt) Einstudierung: Sabrina Sadowska (2. + 4. Akt) Bühne und Kostüme: Thomas Mika Lichtdesign: Steen Bjarke Dramaturgische Assistenz: Susanne Holfter Wir danken dem Theaterförderverein Chemnitz e.V. und allen privaten Spendern für die finanzielle Unterstützung dieser Produktion. Dauer: 3 h, eine Pause Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Aufführungen
| Oper