Aufführungen / Oper
Opernhaus Chemnitz
Chemnitz, Theaterplatz 2
- Morgen: Der Bajazzo
- Premiere: Der Vogelhändler
- Rummelplatz
- Don Giovanni
- Der fliegende Holländer
- Caravaggio oder Die Stille unseres Herzschlages
- Hoffmanns Erzählungen
- Führung durch das Opernhaus
- Cinderella
- Cabaret
- Schwanensee
- My Fair Lady
- Der blaue Vogel oder Die Suche nach dem Glück
- Wachträume
- SHOWCASE IX: Sugar Pill
- Das Chemnitzer Opernhaus ist die Hauptspielstätte des Theaters Chemnitz.
Aufführungen
| Ballett
Aufführungen
| Ballett
Cinderella
Opernhaus
Ballett in 3 Akten (7 Bilder) von Sergej Prokofjew und Nikolai Wolkow op. 87 Choreografie und Inszenierung von Sabrina Sadowska Cinderella, Aschenputtel, Cendrillon, Aschenbrödel – das ist die Geschichte eines ausgebeuteten Mädchens mit unbeugsamem Willen und Zuversicht, das trotz aller Erniedrigung seinen Lebensmut nicht verliert. Das Märchen Aschenputtel erschien ab 1812 in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm und geht zum Teil auf Charles Perraults Cendrillon aus dem Jahr 1697 zurück. Ludwig Bechstein übernahm es in sein Deutsches Märchenbuch unter dem Namen Aschenbrödel (1845). Die bekannteste Bühnenversion dieses Märchens ist neben der Oper La Cenerentola von Gioachino Rossini das Ballett des russischen Komponisten Sergej Prokofjew, entstanden in den Kriegsjahren 1941 bis 1945. Die Uraufführung fand am 21. November 1945 am Bolschoi-Theater in Moskau statt. Drei Jahre später wurde das Ballett in London im Covent Garden Opera House in einer Inszenierung von Frederick Ashton zum ersten Mal im Westen aufgeführt. Es folgten unzählige Adaptionen und Neubearbeitungen und bis heute ist Cinderella weltweit ein wichtiger Bestandteil des klassischen Ballettrepertoires. Ballettdirektorin Sabrina Sadowska nimmt sich dieses romantischen Stoffs an und verlegt die Geschichte in die Fünfziger des vergangenen Jahrhunderts. Nachkriegszeit, Wiederaufbau, neuer Wohlstand und Glamour – die Welt der Mode ist das Umfeld von Cinderella, in dieser Welt des „schönen Scheins“ möchte sie ihren Weg gehen und als Modeschöpferin Fuß fassen. Neid, Intrigen, Boshaftigkeit, Konkurrenz, Kälte und Ablehnung begleiten sie. Aber das Schicksal meint es gut mit ihr und lässt einen charmanten jungen Mann in Cinderellas Leben treten, der wie sie seinen eigenen Weg sucht und ihre Sehnsucht nach Liebe und Nähe erfüllt. Choreografie und Inszenierung: Sabrina Sadowska Bühne und Kostüme: Charles Cusick Smith, Phil R. Daniels Dramaturgie: Dirk Elwert
Aufführungen
| Gala
11. Chemnitzer BallettBenefizGala
Opernhaus
Tanzen für den guten Zweck. Schon zum elften Mal heißt es im Chemnitzer Opernhaus: Vorhang auf für die BallettBenefizGala. Es wird ein Abend voller Energie und Lebensfreude, wenn die Tanzensembles aus Nah und Fern ihre Lieblingspartien aus den großen Ballettklassikern und aus zeitgenössischen Choreografien zeigen. Alle Beteiligten verzichten auf ihre Gage und unterstützen mit dem Erlös der BallettBenefizGala traditionell zwei Organisationen, die sich im sozialen, karitativen oder Bildungsbereich engagieren. In diesem Jahr geht ein Teil des Erlöses an den Weißer Stock e.V., der in Chemnitz sehbehinderte und blinde Menschen berät und begleitet. Der gemeinnützige Förderverein hilft nicht nur bei sozialen Fragen, Herausforderungen des Alltags, Rehabilitationsmaßnahmen oder Schulungen, er schlägt mit seinen Angeboten und Projekten auch Brücken zwischen Sehenden und Nichtsehenden wie etwa im SinnReich, einem Erlebnisraum in vollkommener Dunkelheit. Begünstigt wird auch die Stiftung TANZ – Transition Zentrum Deutschland, das berufliche Umbrüche im Leben von Tänzerinnen und Tänzern unterstützt. Sie alle müssen sich nach einer relativ kurzen Bühnenlaufbahn beruflich neu orientieren (Transition) und oft noch einmal ganz von vorn beginnen. Die 2010 gegründete Stiftung steht in dieser Phase als Wegbegleiterin beratend zur Seite, stärkt die Tänzerinnen und Tänzer beim Übergang in einen neuen Beruf sowohl ideell als auch materiell und eröffnet damit neue Zukunftsperspektiven. Gemeinsam mit dem Ballett Chemnitz stehen wieder viele renommierte Tanz-Ensembles auf der Bühne, u. a. das Stuttgarter Ballett, das Hessische Staatsballett Wiesbaden, das Ballett der Semperoper Dresden, das Ballett Koblenz, das Ballett der Bühnen Halle, Studierende der Staatlichen Ballettschule Berlin, Tänzerinnen und Tänzer der Palucca Hochschule für Tanz Dresden und der Akademie des Tanzes Mannheim.
Aufführungen
| Oper
Don Giovanni
Opernhaus
Don Giovanni – ein Name, der für tollkühne Eroberungen und aufregende Liebesabenteuer steht, aber auch für Anarchie und skrupelloses Benehmen. Unaufhaltsam zieht er seine Bahnen, bis er eines Tages im Streit einen Menschen tötet. Dieser Mord setzt dem scheinbar unbeschwerten Dasein des Verführers ein abruptes Ende. Wolfgang Amadeus Mozarts Don Giovanni ist kein moralisches Lehrstück, sondern ein faszinierender Balanceakt zwischen Komödie und Tragödie, Chaos und Ordnung, Freiheit und Zwang, zwischen der grotesken Komik des Maskenballs und der tödlichen Ernsthaftigkeit des Abgrunds. Das Libretto, verortet im erzkatholischen Sevilla des Hochbarock, schafft die Grundlage für eine universelle Frage: Wie viel Individualität kann eine Gesellschaft ertragen, bevor sie ins Wanken gerät? Die Chemnitzer Neuproduktion dieses Stückes wird inszeniert von Dennis Krauß, der hier in der vergangenen Spielzeit mit Peter Eötvös' Oper Sleepless bereits ein ebenso leidenschaftliches wie poetisches Statement gegen gesellschaftliche Verurteilung und Ausgrenzung setzte. Musikalische Leitung: Maximilian Otto Inszenierung und Bühne: Dennis Krauß Choreografie: Maria Ollé Herce Kostüme: Christina Geiger Chor: Stefan Bilz Dramaturgie: Carla Neppl Einführung: 30 min vor Beginn jeder Vorstellung Altersempfehlung: 15+ Dauer: 2 h 45 min, eine Pause
Aufführungen
| Operette
Der Vogelhändler
Opernhaus
Premiere: 29.5.2026 Libretto von Moritz West und Ludwig Held Halbszenische Aufführung mit Texten von Manfred Weiß Die quirlige Regieassistentin Irmi Polter ist überglücklich: Endlich kommt ihre Lieblingsoperette Der Vogelhändler auf die Opernhausbühne! Sie kennt sie in- und auswendig, könnte quasi jede Rolle von jetzt auf gleich übernehmen, dabei noch fehlende Requisiten auf die Bühne jonglieren, vergessene Texte soufflieren und notfalls sogar im Orchester aushelfen – stets im Dienste eines reibungslosen Vorstellungsablaufs … Da ist Irmi in ihrem Element – und mit ihr die Schauspielerin Teresa Weißbach! Textautor Manfred Weiß hat ihr diese bezaubernde komödiantische Rolle extra für die Chemnitzer Vogelhändler-Produktion auf den Leib geschrieben, die als halbszenische Aufführung mit Opernensemble, Opernchor und Robert-Schumann-Philharmonie die fröhlich-eingängige Musik von Carl Zeller in den Mittelpunkt stellt und das Opernhaus in einen großen Konzertsaal verwandelt. Freuen Sie sich also auf den Vogelhändler Adam aus Tirol, der für ein Busserl von seiner liebsten Briefchristel den sehr weiten Fußmarsch bis in die Pfalz auf sich nimmt, wo es aber zunächst heißt, sich durch ein Dickicht an Intrigen, Verwechslungen, falschen Treueschwüren und tränenreichen Entschuldigungsversuchen hindurchzusingen, bevor es zum großen Happy End kommt.
Aufführungen
| Ballett
Wachträume
Opernhaus
MADE IN CHEMNITZ 20|26 Wo endet die Realität, beginnt die Illusion? Eine Frage, die im Digital-Zeitalter nicht aktueller sein könnte. In seiner Arbeit untersucht das Choreografen-Duo diese instabile Grenze, auch innerhalb der Performance selbst, wenn die Trennung zwischen Bühnenwerk und realem Leben verschwimmt. Eine Live-Kamera filmt die Handlung, überträgt sie kontinuierlich auf eine Leinwand – so wird das Publikum mit zwei simultanen Realitäten konfrontiert: der physischen Präsenz der Tänzerinnen und Tänzer und dem vermittelten Bild. Dabei dreht sich alles um einen Narr, einen Außenseiter, der nicht zum System gehört, aber offenbart, wie das System funktioniert. Indem er das Geschehen hinterfragt, durchbricht er die Welten. Choreografie, Inszenierung und Ausstattung: Margaux Pagès, Koh Yoshitake Dramaturgie: Jenny Zichner
Aufführungen
| Oper
Der fliegende Holländer
Opernhaus
Seit jeher sind Liebe, Treue und Geborgenheit für den Menschen von zentraler Bedeutung. Die verzweifelte Suche danach bildet den Kern der Sage über den Fliegenden Holländer: Weil er einst in seinem Übermut Gott verfluchte, ist er dazu verdammt, auf ewig mit seinem Geisterschiff die Weltmeere zu durchkreuzen. Nur alle sieben Jahre darf er an Land gehen und sich auf die Suche nach einer Frau begeben, die ihm Treue „bis in den Tod“ zu schwören bereit ist, um ihn von seinem Fluch zu erlösen. Die junge Senta sieht in dieser Entscheidung die Möglichkeit, sich ihren eigenen Wunsch nach einer liebevollen, beständigen Bindung zu erfüllen, die ihr bisher durch ihre Familie verwehrt geblieben ist, und widmet sich mit Hingabe der Rolle des rettenden Engels – zu der schrecklichen Bedingung, sich dafür selbst aufgeben zu müssen. Die romantische Sage berührt in der Inszenierung von Juana Inés Cano Restrepo existenzielle Themen des menschlichen Lebens: Die Hoffnung auf eine Liebe über den Tod hinaus, die Angst davor, allein zu sterben sowie die Frage, ob und wie wir nach dem Tod eines geliebten Menschen weiterleben können. Inszenierung: Juana Inés Cano Restrepo Bühne: Anna Schöttl Kostüme: Lena Weikhard Chor: Stefan Bilz Dramaturgie: Friederike Pank Aufführung in deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: 14+ Einführung: 30 min vor Beginn jeder Vorstellung
Aufführungen
| Erzähltheater
Mit "Korporal Stange" zurück in die Vergangenheit
Brettmühle Mulda
Mit "Korporal Stange" zurück in die Vergangenheit. Erfahren Sie Wissenswertes über das Jahr der Völkerschlacht bei Leipzig im Jahre 1813.
Aufführungen
| Kabarett
Kabarett "Die Kaktusblüte"
Brettmühle Mulda
Aufführungen
| Erzähltheater
Das abenteuerliche Leben des Karl Stülpner
Brettmühle Mulda
Das abenteuerliche Leben des Karl Stülpner, erzählt von seinem Regimentskameraden "Korporal Stange" höchstselbst. Eintritt 8,00 €
Aufführungen
| Kabarett
Flache Witze mit Peter Flache und Michael Winkler an der Posaune
Brettmühle Mulda
Eine explosive Begegnung: Die pionierten, sächsischen Wortstreiche von Peter Flache treffen auf die Klangkraft von Micha Winkler und entfalten gemeinsam ein atemberaubendes Klangkabarett. Peter Flache bringt seine heiteren Sinnschweifungen auf die Bühne - charmant, witzig und immer mit dem gewissen Augenzwinkern - und trifft auf einen Vollblutmusikanten der Spitzenklasse. Mag man still sitzen bleiben, so ist man entweder taub oder schlichtweg überwältigt. Ein Abend und ein Erlebnis, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Eintritt VVK: 22,50 € Eintritt AK: 24,50 €
Aufführungen
| Oper
Hoffmanns Erzählungen
Opernhaus
Libretto von Jules Barbier nach dem gleichnamigen Drama von Jules Barbier und Michel Carré Hoffmann, der sein Leben einst erfolgreich der Dichtkunst weihte, hat sich verrannt. Ihm fehlt die Inspiration für Neues. Verzweifelt flüchtet er sich in den Rausch und hofft, dass die Frauen, die ihm in seinen Geschichten erscheinen, die Flamme seiner Poesie neu entzünden. Was der Titelfigur seiner Oper Hoffmanns Erzählungen verwehrt bleibt, die Möglichkeit, die eigene Kreativität voranzutreiben und sich neu zu erfinden, gelang Jacques Offenbach mit der Komposition dieses Werkes hervorragend. Die Vorlage fand er in einem Theaterstück, das mehrere Erzählungen des Dichters E. T. A. Hoffmann nutzte. Die fantastisch-absurde Erzählweise verlieh Offenbachs musikalischen Ideen Flügel und es entstand „ein merkwürdiges, in seiner Art alleinstehendes Werk, das uns bald erfreut, bald aufregt, immer interessiert, niemals langweilt“, so der Kritiker Eduard Hanslick anlässlich der Uraufführung 1881. Dass diese Künstler-Tragikomödie auch heute noch das Publikum fasziniert und darüber hinaus mit existentiellen Fragen konfrontiert, zeigt Juana Inés Cano Restrepo mit ihrem Chemnitzer Regie-Debüt. Musikalische Leitung: Lutz de Veer Inszenierung: Juana Inés Cano Restrepo Bühne: Anna Schöttl Kostüme: Lena Weikhard Chor: Stefan Bilz Dramaturgie: Carla Neppl
Aufführungen
| Ballett
Caravaggio oder Die Stille unseres Herzschlages
Opernhaus
Nicht selten wurde der Maler Michelangelo Merisi da Caravaggio in der Literatur zu einer karikierten romantischen Figur gemacht und damit das Geheimnis und die Kraft seiner Malerei reduziert. Doch während das Enfant terrible des Barock inmitten von Schatten und Leibern arbeitet, offenbart er eine beispiellose menschliche Tiefe, sowohl philosophisch als auch spirituell. Wie lässt sich die lebendige Geste, diese erzählerische, sinnliche, gewalttätige, zarte und grausame Kraft erklären? Insbesondere diese Einsamkeit und Stille, zu der seine Malerei führt? Bruno Bouché, künstlerischer Leiter des Balletts der Opéra national du Rhin, spürt diesen Fragen in seiner Choreografie für das Ballett Chemnitz nach. „Meine choreografischen Kreationen manipulieren archetypische Bilder, um sie durch das Zeichnen von Körpern im Raum in Bewegung zu versetzen. Caravaggio oder Die Stille unseres Herzschlages soll kein choreografisches Biopic sein, sondern Verbindungen schaffen zwischen seinen Werken und den Körpern der Tänzer und Tänzerinnen – soll die Schwingungen übertragen in ihre Bewegungen.“ Das Ballett Chemnitz auf Gastspielreise Kurz nach der Premiere wird das Ballett Chemnitz mit Caravaggio oder Die Stille unseres Herzschlages auf Gastspielreise gehen. Die Choreografie von Bruno Buché zu Musik von Claudio Monteverdi und aus der Gegenwart wird Ende März sowohl an zwei Abenden in der Partnerstadt Mulhouse als auch in drei Vorstellungen an der Opéra de Strasbourg zu sehen sein. So stellt sich unsere Company dem französischen Publikum mit einem bewegenden Werk vor, dass mit der Körperlichkeit und der spirituellen Tiefe Caravaggios spielt.
Aufführungen
| Oper
Rigoletto
Opernhaus
Possenreißer und Außenseiter, geißelnder Spötter und Zielscheibe von Spott – Rigoletto, der Narr am Hof von Mantua, ist Opfer und Täter zugleich, eine verletzte Seele, die andere verletzt. Seine spitze Zunge scheint keine Grenzen zu kennen. Als er Monterone, dessen Tochter der Herzog verführte, schmäht, wähnt er sich auf der sicheren Seite. Doch als Monterone ihn verflucht, trifft Rigoletto dies an seiner verwundbarsten Stelle: Der Narr ist selbst Vater und behütet seine geliebte Tochter argwöhnisch. Dass Gilda eigene Wege geht, kann er dennoch nicht verhindern. Wie es das Schicksal will, ist der vermeintliche Student, durch den ihre Liebe erwacht, kein anderer als der Herzog. Zu spät erkennt Rigoletto, was sich hinter seinem Rücken abspielt. Unbedarft tappt er in die Falle, die ihm seine Feinde am Hof stellen. Als Rigoletto begreift, dass seine Tochter bereits dem Herzog in die Hände fiel, packt ihn maßloses Verlangen nach Vergeltung. Der skrupellose Verführer soll sterben und Gilda dessen wahren Charakter erkennen. Doch Gildas Liebe bringt Rigolettos Racheplan zum Scheitern. Statt den Tod des Verführers bewirkt der Narr den Tod des eigenen Kindes. Während er die Sterbende findet, lebt der Herzog unbeschwert weiter. So erfüllt sich Monterones Fluch. Mit einer Musik, die die packende Handlung kontrastreich und äußerst wirkungsvoll ausgestaltet, gilt Rigoletto als Verdis erstes Meisterwerk. Regisseur Aron Stiehl, seit 2020 Intendant des Stadttheaters Klagenfurt, lenkt bei seinem Chemnitz-Debüt den Fokus auf die Beziehung zwischen einem von Verlustängsten getriebenen Vater und dessen nach Emanzipation strebender jugendlicher Tochter. Inszenierung: Aron Stiehl Bühne und Kostüme: Frank Philipp Schlößmann Musikalische Einstudierung des Chore: Konrad Schöbel Dramaturgie: Johannes Frohnsdorf
Aufführungen
| Ballett
Schwanensee
Opernhaus
1871 nutzte Peter Tschaikowsky den Sommerurlaub bei seiner Schwester, um für seine Nichten und Neffen das kleine Kinderballett Schwanensee zu komponieren. Als er 1875 einen lukrativen Kompositionsauftrag für ein neues Ballett des Moskauer Bolschoi-Theaters erhielt, war das Libretto bereits fertig. Es vereint verschiedene Legenden und Märchen in sich, unter anderem das deutsche Volksmärchen Der geraubte Schleier von Johann Karl August Musäus. Anders als bei den späteren Balletten Dornröschen und Der Nussknacker arbeiteten der Choreograf Julius Reisinger und Tschaikowsky hier nicht zusammen. Durch aufführungsbedingte Kürzungen, Umstellungen und Einlagen Reisingers blieb der große Erfolg zunächst aus. Erst als Lew Iwanow 1894 anlässlich einer Gedenkfeier für den ein Jahr zuvor verstorbenen Tschaikowsky den zweiten Akt mit den berühmten weißen Schwänen präsentierte und Marius Petipa und Lew Iwanow das Ballett anschließend am Mariinski Theater in St. Petersburg neu arrangierten, avancierte es zum Welterfolg. Seitdem hat der Schwanensee viele Interpretationen erfahren, so durch George Balanchine (New York 1951), Vladimir Bourmeister (Moskau 1956), John Cranko (Stuttgart 1963), Mats Ek (Cullberg Ballet 1987), John Neumeier (Hamburg 2002) und die rein männlich besetzte Neufassung von Matthew Bourne (London 1995). Für den Chemnitzer Schwanensee konnte der junge, aus Tirana (Albanien) stammende Choreograf Eno Peçi gewonnen worden. Seit 2000 ist er Mitglied des Wiener Staatsopernballetts und seit 2009 Solotänzer des Balletts der Wiener Staatsoper und Volksoper. Parallel dazu begann er u. a. für das Wiener Staatsballett und die Ballettakademie der Wiener Staatsoper eigene Ballette zu entwickeln. Zu der ergreifenden Musik Tschaikowskys kreierte Eno Peçi gemeinsam mit Ballettdirektorin Sabrina Sadowska, die die "weißen Akte" nach der Originalchoreografie von Lew Iwanow umsetzte, ein romantisches Tanzmärchen, in dem Liebe und Tod, Sehnsucht und Resignation, Menschen- und Fabelwelt sinnlich-berührend miteinander verschmelzen. Musikalische Leitung: Andreas Hotz Choreografie und Inszenierung: Eno Peçi (1. + 3. Akt), nach Lew Iwanow (2. + 4. Akt) Einstudierung: Sabrina Sadowska (2. + 4. Akt) Bühne und Kostüme: Thomas Mika Lichtdesign: Steen Bjarke Dramaturgische Assistenz: Susanne Holfter Wir danken dem Theaterförderverein Chemnitz e.V. und allen privaten Spendern für die finanzielle Unterstützung dieser Produktion. Dauer: 3 h, eine Pause Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Aufführungen
| Oper
Cabaret
Opernhaus
Buch von Joe Masteroff nach dem Stück Ich bin eine Kamera von John van Druten und Erzählungen von Christopher Isherwood | Musik von John Kander | Gesangstexte von Fred Ebb | Deutsch von Robert Gilbert Das Musical Cabaret zählt zu den erfolgreichsten Stücken dieses Genres überhaupt. Die Geschichte spielt Ende der 1920er Jahre in Berlin. Es ist die Zeit der beginnenden Weltwirtschaftskrise und des heraufziehenden Nationalsozialismus, doch scheint das für die Figuren im Stück keine Rolle zu spielen. Da ist der amerikanische Schriftsteller Cliff, der sich in einem schillernden Cabaret in den Bühnenstar Sally verliebt. Die beiden schweben im siebten Himmel, von Heiraten ist die Rede, vom besseren Job, ein Kind kündigt sich an. Und da ist Fräulein Schneider, Inhaberin einer kleinbürgerlichen Pension, die sich mit dem jüdischen Obsthändler Schultz verlobt und von einem Leben als Ehefrau an seiner Seite träumt. Ihnen allen fehlt die Kraft, die Träume in der nüchternen Realität umzusetzen. Sie lassen sich treiben, ignorieren die gesellschaftlichen Entwicklungen, die immer mehr ins Private vordringen, in der Annahme, dass der Spuk bald wieder vorüber sein wird. Naivität, Gleichgültigkeit – egal, wie man es nennt: Mitschuld an der verheerenden Zuspitzung der politischen Gesamtsituation bleibt als bedrückendes Resümee dieses Musicals, das auf berührende und mahnende Weise Zeitgeschichte vermittelt. Die Inszenierung liegt in den Händen von Erik Petersen, der in Chemnitz bereits My Fair Lady als Open-Air-Spektakel auf den Theaterplatz brachte und auch die anschließende Indoor-Version verantwortet. Der gebürtige Magdeburger ist seit 2014 deutschlandweit erfolgreich als freischaffender Regisseur tätig. Zuletzt entstanden Victor/Victoria am Staatstheater Mainz, My Fair Lady am Theater Magdeburg, Viktoria und ihr Husar am Stadttheater Bremerhaven und Rebecca beim Domplatz-OpenAir Magdeburg. Inszenierung: Erik Petersen Choreografie: Danny Costello Bühne und Kostüme: Anja Lichtenegger Dramaturgie: Carla Neppl Dauer: 2h 40 min, eine Pause Altersempfehlung: ab 15 Jahren Diese Inszenierung enthält Darstellungen sensibler und/oder sensorischer Inhalte.
Aufführungen
| Aufführung
Rummelplatz
Opernhaus
EIN PROJEKT FÜR CHEMNITZ 2025 Nachts auf dem Rummelplatz brechen die Sehnsüchte auf. Im Budenamüsement entfliehen Wismut-Malocher Tristesse und Knochenarbeit. Die Überschlagschaukel steht am höchsten Punkt, und die Welt Kopf: Wo soll man hin mit sich, im Nachkriegs-Ostdeutschland? Krieg und Faschismus stecken den Menschen in den Gliedern, materielle Not bestimmt ihren Alltag, ein autoritäres Regime will sie vereinnahmen. Träume haben sie trotzdem. Werner Bräunigs Protagonist:innen suchen einen Platz in der Welt, geraten in Verantwortung, entwickeln sich fort und kommen doch nicht los von sich selbst. Durch seinen ungeschminkten Realismus geriet Autor Werner Bräunig ins Visier des SED-Regimes. Er zerbrach daran, doch seine große Frage bleibt: Wie werden Menschen zu Gestaltenden von Gesellschaft? Im Auftrag der Oper Chemnitz haben Ludger Vollmer (Komposition) und Jenny Erpenbeck (Libretto) den Roman Rummelplatz erstmals für die Opernbühne adaptiert. Die Uraufführung wird begleitet von einer partizipativen Schreibwerkstatt und von einer Konferenz, die den Bogen von der Zeitgeschichte bis ins Kulturhauptstadtjahr 2025 schlägt. Komposition: Ludger Vollmer Libretto: Jenny Erpenbeck Musikalische Leitung: Benjamin Reiners Inszenierung: Frank Hilbrich Bühne: Volker Thiele Kostüme: Gabriele Rupprecht Video: Stefan Bischoff Chor: Stefan Bilz Dramaturgie: Johannes Frohnsdorf, Friederike Pank Ein Projekt im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes und durch Bundesmittel der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie durch Mittel der Stadt Chemnitz. Dauer: 2 h 30 min, eine Pause Altersempfehlung: 15+ Einführung: 30 min vor Beginn jeder Vorstellung
Aufführungen
| Oper
Der Bajazzo
Opernhaus
Wie viel Mensch steckt in einem Künstler? Wie viel echtes Leben fließt in eine Bühnenshow ein? Mit seinem Meisterwerk Der Bajazzo hat Ruggero Leoncavallo ein packendes Drama voller Leidenschaft, Intrigen, Verzweiflung und Melancholie erschaffen, das mit seiner thrillerartigen Handlung, großen emotionalen Bandbreite und eindringlichen Musik durch Mark und Bein geht. In einer Spieldauer von weniger als eineinhalb Stunden durchlebt eine Gruppe von Zirkusartisten sämtliche menschliche Tragödien, die man sich nur vorstellen kann: Liebe, Eifersucht, Rache, Verrat … Dabei verschwimmen die Grenzen von Kunst und Realität, bis die Figuren selbst nicht mehr wissen, ob sie sich noch in ihrer Abendvorstellung oder schon zurück auf dem grausamen Boden der Tatsachen befinden. Wenn sich der immer rasanter werdende Strudel der großen Gefühle schließlich in zwei Morden auf offener Bühne entlädt und der Bajazzo ruft „Die Komödie ist aus!“, bleibt in der plötzlichen Stille nach dem Fallen des Vorhangs nur die erschrockene Frage: War das nun echt oder doch nur gespielt? Inszenierung: Luise Kautz Bühne: Valentin Mattka Video: Judith Selenko Kostüme: Charlotte Werkmeister Chor: Stefan Bilz Dramaturgie: Friederike Pank Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: 14+ Einführung: 30 min vor Beginn jeder Vorstellung
Aufführungen
| Ballett
Der blaue Vogel oder Die Suche nach dem Glück
Opernhaus
Geburtstagsparty bei der Sängerin und Schauspielerin Georgette Leblanc. Sie alle sind gekommen: Oscar Wilde, Stéphane Mallarmé, Claude Debussy, Sarah Bernhardt und natürlich auch Maurice Maeterlinck, mit dem sie seit längerem liiert ist. Der erfolgreiche Dramatiker und Lyriker schenkt ihr sein neues Theaterstück Der blaue Vogel, das in ihren Träumen lebendig wird. So begibt sich das Geschwisterpaar Mytyl und Tyltyl auf abenteuerliche Wege in eine parallele Kunstwelt. Von der Fee Berylune mit übernatürlichen Kräften ausgestattet, reisen die beiden ins Land der Vergangenheit, der Nacht, des Glücks und der Zukunft. Allein den blauen Vogel – den finden sie nicht so recht. Eine Allegorie für die Suche nach dem Glück? Ballettdirektorin Sabrina Sadowska hat das märchenhafte Theaterstück des belgischen Literatur-Nobelpreisträgers zum Anlass genommen, auch die bedeutenden Frauen an seiner Seite ins Licht zu rücken. Leblanc war Maeterlincks ewige Muse, sie hat ihn inspiriert, ihr ganzes Leben seinem Glanz gewidmet. Geheiratet hat er eine andere. Konzept, Choreografie und Inszenierung: Sabrina Sadowska Bühne und Kostüme: Charles Cusick Smith, Phil R. Daniels Dauer: ca. 2 h 15 min, eine Pause Einführung: 30 min vor Beginn jeder Vorstellung Altersempfehlung: 12+
Aufführungen