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Aufführungen | Oper

Der fliegende Holländer

Opernhaus

Seit jeher sind Liebe, Treue und Geborgenheit für den Menschen von zentraler Bedeutung. Die verzweifelte Suche danach bildet den Kern der Sage über den Fliegenden Holländer: Weil er einst in seinem Übermut Gott verfluchte, ist er dazu verdammt, auf ewig mit seinem Geisterschiff die Weltmeere zu durchkreuzen. Nur alle sieben Jahre darf er an Land gehen und sich auf die Suche nach einer Frau begeben, die ihm Treue „bis in den Tod“ zu schwören bereit ist, um ihn von seinem Fluch zu erlösen. Die junge Senta sieht in dieser Entscheidung die Möglichkeit, sich ihren eigenen Wunsch nach einer liebevollen, beständigen Bindung zu erfüllen, die ihr bisher durch ihre Familie verwehrt geblieben ist, und widmet sich mit Hingabe der Rolle des rettenden Engels – zu der schrecklichen Bedingung, sich dafür selbst aufgeben zu müssen. Die romantische Sage berührt in der Inszenierung von Juana Inés Cano Restrepo existenzielle Themen des menschlichen Lebens: Die Hoffnung auf eine Liebe über den Tod hinaus, die Angst davor, allein zu sterben sowie die Frage, ob und wie wir nach dem Tod eines geliebten Menschen weiterleben können. Musikalische Leitung: Maximilian Otto Inszenierung: Juana Inés Cano Restrepo Bühne: Anna Schöttl Kostüme: Lena Weikhard Chor: Stefan Bilz Dramaturgie: Friederike Pank Aufführung in deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: 14+ Dauer: 2 h 30 min, eine Pause Einführung: 30 min vor Beginn jeder Vorstellung
Aufführungen | Ballett

Der Nussknacker

Opernhaus

Welches Ballett könnte passender für die Weihnachtszeit sein als Der Nussknacker ? Dieses Lieblingswerk vieler Ballettfreunde ist in einer Neuproduktion von Ballettdirektorin Sabrina Sadowska seit vier Jahren regelmäßig auf der Bühne des Chemnitzer Opernhauses zu sehen. Dabei spielt die Geschichte der Stadt eine nicht unerhebliche Rolle: Sabrina Sadowska, gebürtige Schweizerin, die seit 2013 in Chemnitz lebt, war von Anfang an fasziniert von der Kulturgeschichte dieser Stadt, von den vielen Künstler:innen, die das Leben vor allem im 20. Jahrhundert geprägt haben, aber auch von der Industriegeschichte, von der großen Zahl an Erfindungen und davon, wie sich Industrielle schon damals für die Kulturförderung engagierten. Warum ihnen also nicht ein Denkmal auf der Bühne setzen, sich auf künstlerische Art vor ihren großartigen Leistungen verbeugen, zumal Tschaikowskys Vorlage einen idealen Rahmen dafür bietet? Folgen Sie uns also auf eine Zeitreise ins Jahr 1904, zu einer Familie, die den Heiligen Abend in geselliger Runde mit befreundeten Künstlern, Fabrikanten und Wissenschaftlern verbringt. Die Erwachsenen erfreuen sich am Punsch, die Kinder an den Geschenken. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei dem Nussknacker zuteil, einem Geschenk von Patenonkel Drosselmeier – für die kleine Marie Liebe auf den ersten Blick. Sie muss ihn vor den neidischen Zugriffen ihrer Altersgenossen schützen und erlebt mit ihm zwischen Traum und Wirklichkeit aufregende Abenteuer im sächsischen Erfinderland … Als Peter Tschaikowsky 1892 die Musik zu diesem Ballett komponierte, ahnte er sicher nicht, welche Freude kleine und große Zuschauer:innen auch mehr als 130 Jahre später am federleicht-perlenden Tanz der Zuckerfee , am träumerisch-schwingenden Blumenwalzer und all den anderen bunten musikalischen Ideen haben würden. Musikalische Leitung: Kens Lui, Maximilian Otto Choreografie und Inszenierung: Sabrina Sadowska Bühne und Kostüme: Charles Cusick Smith, Phil R. Daniels Dramaturgische Mitarbeit: Dirk Elwert Altersempfehlung: ab 6 Jahren Dauer: 2 h 15 min, eine Pause Einführung: 30 min vor Beginn jeder Vorstellung
Aufführungen | Tanz

SHOWCASE IX: Sugar Pill

Opernhaus

Uraufführung: 17.9.2026 Zwischen Wahrheit und Suggestion entfaltet Sugar Pill ein Spiel mit Wahrnehmung, Imitation und psychologischer Einflussnahme. Inspiriert vom Placebo-Effekt und dem Phänomen des “Uncanny Valley” ("Unheimliches Tal") verschieben sich die Körper zwischen Menschlichem und Beinahe-Menschlichem. Was echt scheint, kippt ins Künstliche – und Realität wird zur Konstruktion des eigenen Geistes. Die irische Choreografin Zoë Ashe-Browne, Produktionspreisträgerin der Choreography Competition Hannover, setzt die Reihe Showcase mit einem intensiven Tanzstück fort, das unmittelbare Nähe zwischen Publikum und Ensemble schafft. Ihre klassischen Wurzeln verbindet sie mit zeitgenössischen Praktiken und lädt ein, das Ballett Chemnitz hautnah zu erleben. Choreografie: Zoë Ashe-Browne Kostüme: Isabella Heymann Komposition: David Anthony Curley Altersempfehlung: 14+ Dauer: 45 min
Aufführungen | Ballett

Hans Christian A.

Opernhaus

Uraufführung: 24.10.2026 Ballett von Sabrina Sadowska In ihrem neuen Ballett widmet sich Ballettdirektorin Sabrina Sadowska dem Leben und Wirken Hans Christian Andersens. Weltberühmt durch seine Kunstmärchen wie Das Mädchen mit den Schwefelhölzern, Des Kaisers neue Kleider oder Die Schneekönigin schrieb er ebenso eindrucksvolle Reiseberichte, Novellen und Dramen – vielfach mit autobiografischen Bezügen. Auch sein eigenes Leben bot reichlich Stoff für außergewöhnliche Erzählungen. 1805 als Sohn eines verarmten Schuhmachers und einer alkoholkranken Wäscherin geboren, ging er als 14-Jähriger nach Kopenhagen und versuchte sich zunächst vergeblich an einer Bühnenkarriere. In Jonas Collin, dem damaligen Direktor des Königlichen Theaters, fand er jedoch einen Förderer. Dieser nahm ihn in sein Haus auf und ermöglichte ihm später den Besuch einer Lateinschule, wo er allerdings Drill und Gewalt erfuhr. Erneut erhielt er Unterstützung und absolvierte schließlich die Universität Kopenhagen. So nahm seine literarische Karriere ihren Lauf. Sein Leben jedoch blieb eine emotionale Berg- und Talfahrt – geprägt von unerwiderter Liebe, glücklichen Begegnungen, tiefen Freundschaften, zahlreichen Reisen und unzähligen Ängsten. Genau daraus gewann er die Allegorien für seine Werke. Als einer, der sich aus bitterer Armut zum gefeierten Künstler emporarbeitete, beschenkte er Generationen von Kindern und Erwachsenen mit zauberhaften Geschichten, in denen sich persönliche Erfahrungen und seine tiefe Liebe zur Natur widerspiegeln. Fasziniert von dieser Leidenschaft und seinem facettenreichen künstlerischen Schaffen, widmet sich das Ballett von Sabrina Sadowska nicht nur den literarischen Inspirationen des weltberühmten dänischen Schriftstellers, sondern auch den entscheidenden Wendepunkten seines Lebens – zwischen errungenem Ruhm und dem Bedürfnis nach innerer Flucht. Musikalische Leitung: Kens Lui Konzept, Choreografie, Inszenierung: Sabrina Sadowska Ausstattung: Hans Winkler Altersempfehlung: 8+ Einführung: 30 min vor Beginn jeder Vorstellung
Aufführungen | Oper

Il Trovatore

Opernhaus

Premiere: 24.10.2026 Libretto von Salvatore Cammarano Giuseppe Verdis Meisterwerk Il Trovatore handelt von den dunklen Seiten der Menschheit und dem Tod als omnipräsente Kehrseite allen Lebens. Vor dem historischen Hintergrund der Thronfolgekämpfe im spanischen Aragón des 15. Jahrhunderts erzählt die Oper ein abgründiges Drama über die brutale Macht des Schicksals. Im Zentrum der erbitterten Fehde zwischen Graf Luna und dem Troubadour Manrico stehen nicht nur politische Motive, sondern auch ihre wechselseitigen Besitzansprüche auf die schöne Leonora, für die sie bereit sind, bis zum Äußersten zu gehen. Um diese gefährliche Dreiecksgeschichte legt sich zudem wie ein Schatten die Legende um Manricos Mutter Azucena. Deren Mutter wurde einst von Lunas Vater als „Hexe“ geächtet und zum Feuertod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. In ihrem Schmerz versuchte Azucena, den Sohn Lunas ebenfalls in die Flammen zu werfen, verbrannte in ihrer Raserei jedoch ihr eigenes Kind. An dessen Stelle nahm sie den Sohn des verhassten Mörders mit sich fort. Azucenas Racheschwur für diesen doppelten Schicksalsschlag ist der Motor für die mit extremen Emotionen aufgeladene Handlung und zeigt: Keine der Figuren kann der Vergangenheit entfliehen, bis sie bewältigt ist. Der starke Sog des gleichnamigen Schauspiels von Antonio García Gutiérrez übte eine große Faszination auf Verdi aus. Gemeinsam mit seinem Librettisten Salvatore Cammarano schuf er auf dessen Grundlage ein beeindruckendes Werk über die existenziellen Ausnahmezustände, in die Menschen geraten können, wenn sie zulassen, dass Hass, Eifersucht und Rachegelüste eine an Obsession grenzende Intensität in ihnen entwickeln. Das Team um den italienischen Regisseur Jacopo Spirei wird diese fesselnde „Oper der Nacht“ mit ihrer überwältigenden Musik zum ersten Mal seit 1987 wieder auf die Chemnitzer Opernbühne bringen. Musikalische Leitung: Kens Lui, Maximilian Otto Inszenierung: Jacopo Spirei Bühne: Mauro Tinti Kostüme: Giada Masi Chor: Stefan Bilz Dramaturgie: Friederike Pank, Emilia Ebert Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln Altersempfehlung: 16+ Einführung: 30 min vor Beginn jeder Vorstellung
Aufführungen | Oper

Don Giovanni

Opernhaus

Don Giovanni – ein Name, der für tollkühne Eroberungen und aufregende Liebesabenteuer steht, aber auch für Anarchie und skrupelloses Benehmen. Unaufhaltsam zieht er seine Bahnen, bis er eines Tages im Streit einen Menschen tötet. Dieser Mord setzt dem scheinbar unbeschwerten Dasein des Verführers ein abruptes Ende. Wolfgang Amadeus Mozarts Don Giovanni ist kein moralisches Lehrstück, sondern ein faszinierender Balanceakt zwischen Komödie und Tragödie, Chaos und Ordnung, Freiheit und Zwang, zwischen der grotesken Komik des Maskenballs und der tödlichen Ernsthaftigkeit des Abgrunds. Das Libretto, verortet im erzkatholischen Sevilla des Hochbarock, schafft die Grundlage für eine universelle Frage: Wie viel Individualität kann eine Gesellschaft ertragen, bevor sie ins Wanken gerät? Die Chemnitzer Neuproduktion dieses Stückes wird inszeniert von Dennis Krauß, der hier in der vergangenen Spielzeit mit Peter Eötvös' Oper Sleepless bereits ein ebenso leidenschaftliches wie poetisches Statement gegen gesellschaftliche Verurteilung und Ausgrenzung setzte. Musikalische Leitung: Maximilian Otto Inszenierung und Bühne: Dennis Krauß Choreografie: Maria Ollé Herce Kostüme: Christina Geiger Chor: Stefan Bilz Dramaturgie: Carla Neppl Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: 15+ Dauer: 2 h 45 min, eine Pause Einführung: 30 min vor Beginn jeder Vorstellung
Aufführungen | Operette

Der Vogelhändler

Opernhaus

Libretto von Moritz West und Ludwig Held Halbszenische Aufführung mit Texten von Manfred Weiß Die quirlige Regieassistentin Irmi Polter ist überglücklich: Endlich kommt ihre Lieblingsoperette Der Vogelhändler auf die Opernhausbühne! Sie kennt sie in- und auswendig, könnte quasi jede Rolle von jetzt auf gleich übernehmen, dabei noch fehlende Requisiten auf die Bühne jonglieren, vergessene Texte soufflieren und notfalls sogar im Orchester aushelfen – stets im Dienste eines reibungslosen Vorstellungsablaufs … Da ist Irmi in ihrem Element – und mit ihr die Schauspielerin Teresa Weißbach! Textautor Manfred Weiß hat ihr diese bezaubernde komödiantische Rolle extra für die Chemnitzer Vogelhändler-Produktion auf den Leib geschrieben, die als halbszenische Aufführung mit Opernensemble, Opernchor und Robert-Schumann-Philharmonie die fröhlich-eingängige Musik von Carl Zeller in den Mittelpunkt stellt und das Opernhaus in einen großen Konzertsaal verwandelt. Freuen Sie sich also auf den Vogelhändler Adam aus Tirol, der für ein Busserl von seiner liebsten Briefchristel den sehr weiten Fußmarsch bis in die Pfalz auf sich nimmt, wo es aber zunächst heißt, sich durch ein Dickicht an Intrigen, Verwechslungen, falschen Treueschwüren und tränenreichen Entschuldigungsversuchen hindurchzusingen, bevor es zum großen Happy End kommt. Musikalische Leitung: Benjamin Reiners, Kens Lui (13.09.2026) Inszenierung: Annika Nitsch Bühne und Kostüme: Linda Siegismund Chor: Konrad Schöbel Dramaturgie: Carla Neppl Altersempfehlung: 14+ Dauer: 2 h 45 min, eine Pause
Aufführungen | Ballett

Rhapsody in C

Opernhaus

Kommen Sie mit in die wohl aufregendste Stadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts: New York! Trubel in den Straßen, Hektik im Alltag, Emigranten aus aller Welt treffen aufeinander – mit ihren kulturellen Wurzeln und ihren Träumen. Die Wirtschaft floriert und die Vergnügungsindustrie wächst. Mittendrin George Gershwin, der als Sohn jüdischer Einwanderer aus Russland in Brooklyn und der Lower East Side aufwuchs. So wenig er sich für die Schule interessierte, so viel schlug er sich im wahrsten Wortsinn durch das Leben – und entdeckte seine Liebe zur Musik. Der Rest ist Geschichte und was für eine: Seine Kompositionen bahnten ihm den Weg nach oben – aus den einfachen New Yorker Verhältnissen zuerst an den Broadway und dann in die Glitzerwelt Hollywoods. Bis zu seinem frühen Tod mit 39 Jahren schuf er unsterbliche Kompositionen, von denen Rhapsody in Blue, Ein Amerikaner in Paris oder Porgy and Bess nur die allerbekanntesten sind. Kraftvoll, mitreißend, elegisch und heiter, voller Energie und Lebensfreude ist seine Musik ein Statement zwischen Jazz und Klassik, ein Meilenstein in der amerikanischen Kultur. Den Stationen einer großen Karriere folgend, erweckt das Ballett von Sabrina Sadowska die unvergessenen Gershwin-Melodien zum Leben, erzählt eine Geschichte des American Way of Life und würdigt auch die Wegbegleiter des Erfolgs. Musikalische Leitung: Kens Lui Musikalische Arrangements: Jeffrey Goldberg (1. Teil), Jakob Brenner (2. Teil) Konzept, Inszenierung und Choreografie: Sabrina Sadowska Choreografie "Rhapsody in Blue": Edvin Revazov Bühne und Kostüme: Hans Winkler Dramaturgische Mitarbeit: Jenny Zichner Altersempfehlung: ab 12 Jahren Dauer: 2 h, eine Pause Einführung: 30 min vor Beginn jeder Vorstellung
Aufführungen | Aufführung

Rummelplatz

Opernhaus

Nachts auf dem Rummelplatz brechen die Sehnsüchte auf. Im Budenamüsement entfliehen Wismut-Malocher Tristesse und Knochenarbeit. Die Überschlagschaukel steht am höchsten Punkt, und die Welt Kopf: Wo soll man hin mit sich, im Nachkriegs-Ostdeutschland? Krieg und Faschismus stecken den Menschen in den Gliedern, materielle Not bestimmt ihren Alltag, ein autoritäres Regime will sie vereinnahmen. Träume haben sie trotzdem. Werner Bräunigs Protagonist:innen suchen einen Platz in der Welt, geraten in Verantwortung, entwickeln sich fort und kommen doch nicht los von sich selbst. Durch seinen ungeschminkten Realismus geriet Autor Werner Bräunig ins Visier des SED-Regimes. Er zerbrach daran, doch seine große Frage bleibt: Wie werden Menschen zu Gestaltenden von Gesellschaft? Im Auftrag der Oper Chemnitz haben Ludger Vollmer (Komposition) und Jenny Erpenbeck (Libretto) den Roman Rummelplatz erstmals für die Opernbühne adaptiert. Die Uraufführung wurde begleitet von einer partizipativen Schreibwerkstatt und einer Konferenz, die den Bogen von der Zeitgeschichte bis ins Kulturhauptstadtjahr 2025 schlug. Nach wie vor ist im Anschluss an ausgewählte Rummelplatz-Vorstellungen die Diskussionsreihe Gedankenkarussell im Angebot. Komposition: Ludger Vollmer Libretto: Jenny Erpenbeck Musikalische Leitung: Benjamin Reiners Inszenierung: Frank Hilbrich Bühne: Volker Thiele Kostüme: Gabriele Rupprecht Video: Stefan Bischoff Chor: Stefan Bilz Dramaturgie: Johannes Frohnsdorf, Friederike Pank Ein Projekt im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes und durch Bundesmittel der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie durch Mittel der Stadt Chemnitz. Aufführung in deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln / zu ausgewählten Vorstellungen finden Nachgespräche statt Altersempfehlung: 15+ Dauer: 2 h 30 min, eine Pause Einführung: 30 min vor Beginn jeder Vorstellung
Aufführungen | Tanz

Tanz | Moderne | Tanz: One Love for Jamaica

Opernhaus

Nach Hurricane Melissa im Oktober 2025 steht Jamaika weiterhin vor großen Herausforderungen: Viele Menschen haben ihr Zuhause, ihre Lebensgrundlage oder den Zugang zu grundlegender Versorgung verloren. Hilfe wird noch immer dringend benötigt. Mit One Love for Jamaica lädt TANZ | MODERNE | TANZ e.V. zu einem besonderen Vormittag voller Musik, Tanz, Begegnung und Solidarität ins Opernhaus Chemnitz ein. Der jamaikanische Sänger, Entertainer und Musiker Steve Higgins / Steve Higgins Productions gestaltet gemeinsam mit Adrian Wanliss, Kulturbotschafter für Jamaika, ein herzliches und lebendiges Programm, das jamaikanische Musik, Rhythmus und Tanz miteinander verbindet.Begleitet von jamaikanischem Kaffee und kleinen Treats entsteht im Foyer des Opernhauses ein offener Kulturmoment mit guter Musik, jamaikanischer Wärme und einer wichtigen Mission. Die Einnahmen der Veranstaltung kommen der Deutsch-Jamaikanischen Gesellschaft e.V. zugute, die gezielt lokale Organisationen in Jamaika fördert und damit zur Hilfe nach Hurricane Melissa beiträgt. Mit Unterstützung von: Theater Chemnitz, Städtische Musikschule Chemnitz, BUNAO, Yardkultur e.V. mit dem Jamaican Diaspora Movement Germany sowie dem Jamaica Tourist Board Germany.
Aufführungen | Musical

Titanic

Opernhaus

Premiere: 19.9.2026 Story und Buch von Peter Stone | Musik und Liedtexte von Maury Yeston | Deutsch von Wolfgang Adenberg Die Titanic – damals ein Schiff der Superlative, heute ein Mythos: Als sie am 10. April 1912 in Southampton zu ihrer ersten Fahrt aufbrach, galt sie als unsinkbar und niemand von den mehr als 2.200 an Bord befindlichen Menschen ahnte, dass sie das Ziel New York nie erreichen und die Fahrt keine drei Tage später in einer Katastrophe enden würde. Ihr Untergang löste Entsetzen in der Welt aus, entfachte aber gleichzeitig von Anfang an eine starke Faszination. Romane wurden geschrieben, Museen eingerichtet, Filme gedreht, sogar eine eigene, sehr umfangreiche Encyclopedia Titanica mit Fakten zum Schiff, zur Besatzung, zu den Reisenden sowie zu den Ereignissen selbst findet sich im Internet. Das 1997 uraufgeführte und mit fünf Tony Awards ausgezeichnete Musical Titanic entstand im gleichen Jahr wie der Film, mit dem Kate Winslet und Leonardo DiCaprio berühmt geworden sind. Anders als auf der Kinoleinwand aber wird auf der Musicalbühne keine fiktive Liebesgeschichte erzählt, sondern es geht um die realen Vorgänge während der verhängnisvollen Reise. Zwischen Luxus, harter Arbeit und leisen Zukunftsträumen entfaltet sich ein vielstimmiges Panorama aus Passagieren aller Klassen, Besatzung, Offizieren und Kapitän, bis ein einziger Augenblick die Zuversicht an Bord zum Kippen bringt und im Angesicht des Untergangs Mut, Verdrängung, Angst und Menschlichkeit ungeschönt aufeinandertreffen. Die erste Chemnitzer Produktion dieses Erfolgsmusicals bringt Regisseur und Choreograf Till Nau auf die Bühne. Gemeinsam mit seinem Ausstattungsteam Momme Hinrichs und Conny Lüders erzählt er die letzten drei Tage an Bord der Titanic als eine bewegende Reise voller Hoffnung – von Menschen, die durch ein einziges, unausweichliches Schicksal verbunden sind. Ein spektakuläres Bühnenbild, opulente Kostüme und die imposante, mitreißende Musik des Musicals Titanic machen dieses Bühnenerlebnis unvergesslich und lassen Dramatik und Tragik hautnah miterleben. Musikalische Leitung: Benjamin Reiners Nachdirigat: Kens Lui, Maximilian Otto Inszenierung und Choreografie: Till Nau Bühne und Video: Momme Hinrichs Kostüme: Conny Lüders Chor: Stefan Bilz Dramaturgie: Carla Neppl
Aufführungen | Tanz

TANZ | MODERNE | TANZ: Nature of a Fall

Opernhaus

Ein Spiel mit dem existenziellen Widerspruch zwischen dem Instinkt zur Zerstörung und der Sehnsucht nach gemeinsamer Harmonie: Menschen, gefangen in einem endlosen Kreislauf aus Aufstieg und Zusammenbruch. Sie klettern wie zerbrechliche Konstruktionen aneinander empor, nur um wieder zu fallen – Körper, die katapultiert, getragen und widerstehend sind. Erneuerung scheint nur durch Zerstörung möglich, indem alte Wahrnehmungen zugunsten neuer aufgegeben werden. Angetrieben von unerbittlicher körperlicher Intensität entfaltet sich das Werk wie eine endlose Rückkehr zum Ausgangspunkt und schärft zugleich unsere Fähigkeit zuzuhören und zu hoffen. Adi Boutrous, 1989 im Süden Israels geboren, Araber, Israeli und Christ, studierte in Kibbutz Gaaton und Tel Aviv Tanz und Performing Arts. 2012 choreografiert er sein erstes Duett und erhielt für sein Debüt den ersten Preis beim Shades of Dance Festival 2013. Werke wie One More Thing (in Chemnitz 2023), in Auftrag gegeben vom Théâtre de la Ville, oder Reflections , uraufgeführt am renommierten Suzanne Dellal Centre und bei der Biennale de la Danse in Lyon, machten ihn europaweit bekannt. Inspiriert von Literatur, Malerei und Film verbindet er humanistische Perspektiven mit einer starken musikalischen Dramaturgie, die seine Stücke strukturell prägt. Choreografie und Soundtrack-Gestaltung: Adi Boutrous Lichtdesign: Ofer Laufer Kostümdesign: Stav Struz Boutrous Dramaturgie: Yael Venezia Tanz: Ido Barak, Neshama Bazer, Naomi Ben David, Adi Boutrous, Stav Struz Boutrous, Uri Dicker Koproduktion: Théâtre de la Ville-Paris | The Israel Festival | MART Foundation Residenz: Agora, Cité Internationale de la Danse | Montpellier Danse + CCN Occitanie, mit Unterstützung der Fondation BNP Paribas Dauer: 60 min
Aufführungen | Tanz

TANZ | MODERNE | TANZ : Environnement Vertical

Opernhaus

Environnement Vertical ist die Begegnung zweier Tänzerinnen mit Materie. Einer Materie, die Mensch sein kann, aber auch Wand oder Baumstamm, ja sogar leerer Raum – weniger greifbar, doch ebenso real, sichtbar und konkret. Zunächst tritt ein Körper aus dem Gebäude hervor, wird sichtbar und löst sich von ihm. Er setzt sich mit harten Elementen wie Wänden und Fassaden auseinander, aber auch mit dem Gegenüber – einer gleichwertigen, doch grundlegend anderen Präsenz. Es entspinnt sich ein spielerisches und zugleich kämpferisches Ringen zwischen Architektur, Leere und Körper; letzterer strebt danach, sich zu befreien – zunächst mit ungestümer Entschlossenheit, dann aus vitaler Notwendigkeit. Schließlich wird der Körper leichter, gewinnt an Luftigkeit und nähert sich der Schwerelosigkeit an, bis er sie schließlich annimmt und in ein lebendiges, freudvolles Wechselspiel eintritt. Fabrice Guillot und sein Team stellen die Umgebung immer wieder in Frage und zeichnen sie über choreografierte Linien, Kurven und Schwingungen neu. Auf dem Gebiet des Danse Verticale gilt die Compagnie Retouramont als Pionierin. Sie beschränkt sich nicht auf eine einzige Disziplin, sondern verbindet verschiedene Kunstformen in einem spezifischen Rahmen zu einem einzigartigen Werk. Auf der Grundlage ihrer Expertise und unter Einbeziehung des Pôle de Danse Verticale – einer spezialisierten Einrichtung für Training und künstlerische Residenzen – berät sie heute Kompanien, die das Element der Vertikalität in ihre künstlerische Arbeit integrieren möchten. Zu den nennenswerten Kooperationen zählen die Produktion Vertikal (2018) mit Mourad Merzouki sowie das Stück Les Ailes du Désir (2021) mit Bruno Bouché vom Ballet du Rhin. Seit 2014 leitet sie zudem das Vertical Dance Forum, ein Netzwerk von sieben Choreograf:innen aus Europa und Kanada, die auf den Bereich des Vertikaltanzes spezialisiert sind. Künstlerische Leitung und Choreografie: Fabrice Guillot Technische Einrichtung: Olivier Penel Tanz: Nathalie Tedesco, Fanny Gombert Dauer 30 min
Aufführungen | Tanz

Wunderwelt

Opernhaus

Aufführungen | Ballett

SHOWCASE IX: Sugar Pill

Opernhaus

Die irische Choreografin Zoë Ashe-Browne kreiert ein Tanzstück in unmittelbarer Nähe zum Publikum. Die Produktionspreisträgerin der Choreography Competition Hannover war nach ihrer Tanzausbildung u. a. beim National Ballet of Ireland, dem English National Ballet und dem Opera Ballet Vlaanderen engagiert. Seit 2014 auch als Choreografin tätig, verknüpft sie ihre klassischen Wurzeln mit zeitgenössischen Praktiken. So setzt sie unsere erfolgreiche Reihe für zeitgenössischen Tanz fort und lädt ein, das Ballett Chemnitz in der intimen Atmosphäre des Ballettsaals hautnah zu erleben.
Aufführungen | Ballett

Cinderella

Opernhaus

Ballett in 3 Akten (7 Bilder) von Sergej Prokofjew und Nikolai Wolkow op. 87 Choreografie und Inszenierung von Sabrina Sadowska Cinderella, Aschenputtel, Cendrillon, Aschenbrödel – das ist die Geschichte eines ausgebeuteten Mädchens mit unbeugsamem Willen und Zuversicht, das trotz aller Erniedrigung seinen Lebensmut nicht verliert. Das Märchen Aschenputtel erschien ab 1812 in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm und geht zum Teil auf Charles Perraults Cendrillon aus dem Jahr 1697 zurück. Ludwig Bechstein übernahm es in sein Deutsches Märchenbuch unter dem Namen Aschenbrödel (1845). Die bekannteste Bühnenversion dieses Märchens ist neben der Oper La Cenerentola von Gioachino Rossini das Ballett des russischen Komponisten Sergej Prokofjew, entstanden in den Kriegsjahren 1941 bis 1945. Die Uraufführung fand am 21. November 1945 am Bolschoi-Theater in Moskau statt. Drei Jahre später wurde das Ballett in London im Covent Garden Opera House in einer Inszenierung von Frederick Ashton zum ersten Mal im Westen aufgeführt. Es folgten unzählige Adaptionen und Neubearbeitungen und bis heute ist Cinderella weltweit ein wichtiger Bestandteil des klassischen Ballettrepertoires. Ballettdirektorin Sabrina Sadowska nimmt sich dieses romantischen Stoffs an und verlegt die Geschichte in die Fünfziger des vergangenen Jahrhunderts. Nachkriegszeit, Wiederaufbau, neuer Wohlstand und Glamour – die Welt der Mode ist das Umfeld von Cinderella, in dieser Welt des „schönen Scheins“ möchte sie ihren Weg gehen und als Modeschöpferin Fuß fassen. Neid, Intrigen, Boshaftigkeit, Konkurrenz, Kälte und Ablehnung begleiten sie. Aber das Schicksal meint es gut mit ihr und lässt einen charmanten jungen Mann in Cinderellas Leben treten, der wie sie seinen eigenen Weg sucht und ihre Sehnsucht nach Liebe und Nähe erfüllt. Choreografie und Inszenierung: Sabrina Sadowska Bühne und Kostüme: Charles Cusick Smith, Phil R. Daniels Dramaturgie: Dirk Elwert
Aufführungen | Gala

11. Chemnitzer BallettBenefizGala

Opernhaus

Tanzen für den guten Zweck. Schon zum elften Mal heißt es im Chemnitzer Opernhaus: Vorhang auf für die BallettBenefizGala. Es wird ein Abend voller Energie und Lebensfreude, wenn die Tanzensembles aus Nah und Fern ihre Lieblingspartien aus den großen Ballettklassikern und aus zeitgenössischen Choreografien zeigen. Alle Beteiligten verzichten auf ihre Gage und unterstützen mit dem Erlös der BallettBenefizGala traditionell zwei Organisationen, die sich im sozialen, karitativen oder Bildungsbereich engagieren. In diesem Jahr geht ein Teil des Erlöses an den Weißer Stock e.V., der in Chemnitz sehbehinderte und blinde Menschen berät und begleitet. Der gemeinnützige Förderverein hilft nicht nur bei sozialen Fragen, Herausforderungen des Alltags, Rehabilitationsmaßnahmen oder Schulungen, er schlägt mit seinen Angeboten und Projekten auch Brücken zwischen Sehenden und Nichtsehenden wie etwa im SinnReich, einem Erlebnisraum in vollkommener Dunkelheit. Begünstigt wird auch die Stiftung TANZ – Transition Zentrum Deutschland, das berufliche Umbrüche im Leben von Tänzerinnen und Tänzern unterstützt. Sie alle müssen sich nach einer relativ kurzen Bühnenlaufbahn beruflich neu orientieren (Transition) und oft noch einmal ganz von vorn beginnen. Die 2010 gegründete Stiftung steht in dieser Phase als Wegbegleiterin beratend zur Seite, stärkt die Tänzerinnen und Tänzer beim Übergang in einen neuen Beruf sowohl ideell als auch materiell und eröffnet damit neue Zukunftsperspektiven. Gemeinsam mit dem Ballett Chemnitz stehen wieder viele renommierte Tanz-Ensembles auf der Bühne, u. a. das Stuttgarter Ballett, das Hessische Staatsballett Wiesbaden, das Ballett der Semperoper Dresden, das Ballett Koblenz, das Ballett der Bühnen Halle, Studierende der Staatlichen Ballettschule Berlin, Tänzerinnen und Tänzer der Palucca Hochschule für Tanz Dresden und der Akademie des Tanzes Mannheim.
Aufführungen | Ballett

Wachträume

Opernhaus

MADE IN CHEMNITZ 20|26 Wo endet die Realität, beginnt die Illusion? Eine Frage, die im Digital-Zeitalter nicht aktueller sein könnte. In seiner Arbeit untersucht das Choreografen-Duo diese instabile Grenze, auch innerhalb der Performance selbst, wenn die Trennung zwischen Bühnenwerk und realem Leben verschwimmt. Eine Live-Kamera filmt die Handlung, überträgt sie kontinuierlich auf eine Leinwand – so wird das Publikum mit zwei simultanen Realitäten konfrontiert: der physischen Präsenz der Tänzerinnen und Tänzer und dem vermittelten Bild. Dabei dreht sich alles um einen Narr, einen Außenseiter, der nicht zum System gehört, aber offenbart, wie das System funktioniert. Indem er das Geschehen hinterfragt, durchbricht er die Welten. Choreografie, Inszenierung und Ausstattung: Margaux Pagès, Koh Yoshitake Dramaturgie: Jenny Zichner
Aufführungen | Erzähltheater

Mit "Korporal Stange" zurück in die Vergangenheit

Brettmühle Mulda

Mit "Korporal Stange" zurück in die Vergangenheit. Erfahren Sie Wissenswertes über das Jahr der Völkerschlacht bei Leipzig im Jahre 1813.
Aufführungen | Kabarett

Kabarett "Die Kaktusblüte"

Brettmühle Mulda

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