Das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster ist das erste und bisher einzige Picasso-Museum Deutschlands. Auf rund 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche sind in thematischem Wechsel verschiedene Aspekte und Ausschnitte der umfangreichen Sammlung des Hauses zu bewundern.
Außerdem widmen sich Sonderausstellungen mit Leihgaben aus internationalen Museen und Sammlungen nicht nur dem Leben und Werk Picassos, sondern auch dem seiner Künstlerfreunde und Zeitgenossen.
2010 wurde das Museum anlässlich seines 10-jährigen Jubiläums von Graphikmuseum Pablo Picasso Münster in Kunstmuseum Pablo Picasso Münster umbenannt. Im Frühjahr 2020 empfing das Haus am Picassoplatz seine 1.5 Mio. Besucherin.
Das Picasso-Museum präsentiert ausschließlich wechselnde Sonderausstellungen. Die Werke der eigenen Sammlung sind nicht dauerhaft ausgestellt.
(Foto: Presseamt Münster / Angelika Klauser)
Kontakt
Kunstmuseum Pablo Picasso Münster Picassoplatz 1 D-48143Münster, Westfalen
Pablo Picasso liebt zeitlebens das Experiment, das Unerwartete, nie verfällt er in Routine. 1946/47 entdeckt er die Kunst der Keramik für sich im südfranzösischen Vallauris. In den Folgejahren entstehen tausende von Werken in bisweilen unkonventioneller Weise. Georges Ramié, Besitzer der Töpferei Madoura, in der Picasso seine Keramiken schafft, stellt fest: „Ein Lehrling, der so arbeiten würde wie Picasso, bekäme nie eine Anstellung.“
Der Spanier verwandelt Vasen in Frauenkörper und versieht Keramikteller mit verblüffenden Fischstillleben. Alten Krugformen, die seit Jahrzehnten in den südfranzösischen Töpfereien hergestellt werden, verleiht er durch Bemalung ein neues und unerwartetes Leben. Immer wieder hält Picasso die Werke in der Schwebe zwischen Gebrauchsobjekt und Kunstwerk. Mit ironischem Lächeln sagt er dem französischen Kultusminister André Malraux: „Ich habe übrigens Teller geschaffen….Sie sind ganz schön…Man kann auch davon essen.“
Picassos Ausflug in das Kunstgewerbe ist kein kurzer Flirt, sondern die Geschichte einer Leidenschaft, die fast 25 Jahre dauert. Letzte Werke in dieser Technik entstehen noch 1971 als der Spanier bereits 90 Jahre alt ist.
Vielfach hat Picasso seine Werke auch mit pseudo-antiken Darstellungen geschmückt und sich die Frage gestellt, ob sie vielleicht in ferner Zukunft für antike Originale gehalten werden. Die Ausstellung in Münster nimmt ihn beim Wort und konfrontiert seine Keramiken mit antiken Werken aus dem Archäologischen Museum der Universität Münster.
Die Präsentation vereint fast 70 Keramiken in Gestalt von Tellern, Vasen, Krügen sowie bemalten Fliesen. Im Brennspiegel der Keramik treffen sich die großen Lebensthemen des Spaniers: Seine Frauen und Musen, der Stierkampf und die schöpferischen Variationen nach den Alten Meistern. Im Parcours der Ausstellung werden Picassos Keramiken im Kontext seiner zeitgleich geschaffenen Grafiken gezeigt. Thematische und motivische Bezüge werden so sinnfällig und stellen Picassos keramisches Werk in den Gesamtzusammenhang seines Schaffens.
Termine
Sa 7.11.2026 | Ausstellungseröffnung
Sa 7.11.2026 - So 21.2.2027
Ort
Kunstmuseum Pablo Picasso Münster
Picassoplatz 1
D-48143 Münster, Westfalen
Aphrodite, Perseus und Herakles – Picassos mythologische Welt
Picassos Bildwelten sind voller Figuren der Mythologie der griechisch-römischen Antike. Nicht nur in seinen Illustrationen antiker Texte wie beispielsweise Ovids „Metamorphosen“, sondern auch in großen Grafikfolgen wie der Suite Vollard treten Götter und Helden auf, die der spanische Künstler in Auseinandersetzung mit antiken Skulpturen schuf. In dieser Studioausstellung treffen Druckgrafiken aus dem Eigenbestand des Picassomuseums auf ausgesuchte Werke aus dem Archäologischen Museum der Universität Münster. Die Ausstellung lädt ein zu einem spannenden Dialog zwischen Antike und Moderne.
Termine
Sa 7.11.2026 | Ausstellungseröffnung
Sa 7.11.2026 - So 21.2.2027
Ort
Kunstmuseum Pablo Picasso Münster
Picassoplatz 1
D-48143 Münster, Westfalen
Das Picasso-Museum präsentiert über 200 Werke der Pariser Moderne aus der hochkarätigen Privatkollektion des Münchner Sammlers Helmut Klewan. Im persönlichen Kontakt des Sammlers mit zahlreichen Zeitgenossen der Pariser Kunstszene ist eine in ihrer Struktur und ihren Schwerpunkten einzigartige Sammlung entstanden, die die surrealistische Avantgarde der Zwischenkriegsjahre mit der Pariser Nachkriegsmoderne vereint.
In der Ausstellung treffen große Werkkonvolute von Alberto Giacometti, Pablo Picasso, André Masson und Jean Dubuffet auf ausgesuchte Werke bedeutender Surrealisten. Dabei beleuchtet die Schau das Schaffen von Grenzgängern der Kunst der französischen Moderne, die die ästhetischen Konventionen ihrer Zeit sprengten.
Von Alberto Giacometti werden zahlreiche Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und Druckgrafiken präsentiert. Intime Porträts von seiner Familie, Sammlern, sowie befreundeten Künstlern und Schriftstellern beleuchten Giacomettis intensiven künstlerischen Schaffensprozess.
Pablo Picasso ist mit Zeichnungen und Radierungen vertreten, die über 30 Schaffensjahre umspannen. Von seinen Experimenten mit einem surrealistischen Formenvokabular in den 1930er-Jahren bis hin zu ausgewählten Werken aus seinen letzten großen Radierzyklen der späten 1960er- und frühen 1970er-Jahre, vereinigt die Schau Höhepunkte seines grafischen Schaffens.
Von André Masson zeigt die Ausstellung Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen aus über 40 Schaffensjahren. Von den sog. automatischen Zeichnungen, mit denen Masson im Umfeld der Surrealisten in den 1920er-Jahren experimentierte, bis hin zu den farbgewaltigen Gemälden seines Spätwerks veranschaulicht die Schau die stilistische Vielfalt des französischen Künstlers.
Von Jean Dubuffet werden Werke aus den Nachkriegsjahren gezeigt. Beeinflusst von den Graffiti auf Pariser Häuserwänden, Kinderzeichnungen und den Kunstwerken psychisch Erkrankter erschuf Dubuffet eine singuläre und radikale Bildsprache, die bewusst mit traditionellen Vorstellungen von Schönheit brach und die vermeintlich „niedere Kunst“ zur Avantgarde erhob.
Ebenfalls in der Ausstellung vertreten sind Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Druckgrafiken und Fotografien von Künstlerinnen und Künstlern wie u.a. Giorgio de Chirico, Max Ernst, Man Ray, Meret Oppenheim, Toyen, Dorothea Tanning, Salvador Dalí und René Magritte, die eng mit dem Surrealismus verbunden waren. Anhand von Einzelwerken kann die Entwicklung surrealistischer Bildsprachen von der Gründung der Bewegung in den 1920er-Jahren bis in die Nachkriegszeit hinein.
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Kunstmuseum Pablo Picasso Münster
Das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster ist das erste und bisher einzige Picasso-Museum Deutschlands. Auf rund 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche sind in thematischem Wechsel verschiedene Aspekte und Ausschnitte der umfangreichen Sammlung des Hauses zu bewundern.
Außerdem widmen sich Sonderausstellungen mit Leihgaben aus internationalen Museen und Sammlungen nicht nur dem Leben und Werk Picassos, sondern auch dem seiner Künstlerfreunde und Zeitgenossen.
2010 wurde das Museum anlässlich seines 10-jährigen Jubiläums von Graphikmuseum Pablo Picasso Münster in Kunstmuseum Pablo Picasso Münster umbenannt. Im Frühjahr 2020 empfing das Haus am Picassoplatz seine 1.5 Mio. Besucherin.
Das Picasso-Museum präsentiert ausschließlich wechselnde Sonderausstellungen. Die Werke der eigenen Sammlung sind nicht dauerhaft ausgestellt.
(Foto: Presseamt Münster / Angelika Klauser)
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Picassoplatz 1
D-48143 Münster, Westfalen