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Konzerte | Konzert

5. SINFONIEKONZERT:
Dove | Heggie | Gershwin | Kapustin

Robert-Schumann-Philharmonie

Klavier: Frank Dupree Dirigent: Jakob Brenner Robert-Schumann-Philharmonie Jonathan Dove: The Ringing Isle – Fanfare for Orchestra Jake Heggie: Moby-Dick-Suite George Gershwin: An American in Paris George Gershwin: Ouvertüre zu Rhapsody in Blue (Deutsche Erstaufführung) Nikolai Kapustin: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 op. 56 In diesem Konzert treffen sich zwei Brückenbauer zwischen klassischer Musik und Jazz: der Jazz-Pianist Frank Dupree und der Dirigent Jakob Brenner. Sie stellen dem Chemnitzer Konzertpublikum erstmals eine Orchesterkomposition von Nikolai Kapustin vor. Der gebürtige Ukrainer eroberte in den späten 1950er Jahren die Konzertsäle als Jazz-Pianist, Arrangeur und Komponist. Sein temperamentvolles viertes Klavierkonzert begeistert Jazz- und Klassik-Fans gleichermaßen, bietet es doch neben einem spektakulär virtuosen Klavierpart eine swingende Philharmonie. Dies ist auch bei den Kompositionen von George Gershwin zu erleben. Seine Musik ist universell, emotional, inspirierend – eben einfach „Gershwin“. Einen Unterschied zwischen sogenannter U- und E-Musik gab es dabei für ihn nie. In seiner Tondichtung Ein Amerikaner in Paris wollte er „die Eindrücke eines amerikanischen Besuchers wiedergeben, der in Paris herumstrolcht und die fremdartige Atmosphäre aufnimmt“. Nach seinem berühmtesten Stück Rhapsody in Blue ist eine Filmbiografie aus dem Jahr 1945 benannt, deren Ouvertüre in Chemnitz deutschlandweit zum ersten Mal live erklingt. Zwei der erfolgreichsten Komponisten des 21. Jahrhunderts ergänzen das Programm: Der US-Amerikaner Jake Heggie wurde durch Herman Melvilles Roman Moby Dick, die Geschichte von einem legendären weißen Wal, zu einer Oper inspiriert, deren Musik die Atmosphäre auf hoher See genauso widerspiegelt wie das Streben des Kapitäns, die Natur zu beherrschen. Am Anfang des Konzertes steht die Fanfare The Ringing Isle von Jonathan Dove. Er ist in Chemnitz kein Unbekannter, bezauberte doch seine Familienoper Pinocchios Abenteuer 2008 die Herzen des Publikums. Mit The Ringing Isle schrieb er eine Huldigung auf sein Heimatland Großbritannien, das Georg Friedrich Händel angesichts der vielen läutenden Kirchenglocken einst Die klingende Insel nannte.
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4. SINFONIEKONZERT:
Rachmaninow | Walton

Robert-Schumann-Philharmonie

Klavier: Martina Filjak Dirigent: Diego Martin-Etxebarria Robert-Schumann-Philharmonie Sergej Rachmaninow: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 c-Moll op. 18 William Walton: Sinfonie Nr. 1 Der Spätromantiker Sergej Rachmaninow hatte bereits 1893 im Alter von 20 Jahren Erfolg mit seiner Prüfungsarbeit, der Oper Aleko, die mit einem Preis bedacht und im damals schon renommierten Bolschoi-Theater uraufgeführt wurde. Umso mehr traf ihn die vernichtende Kritik bei der nachfolgenden Uraufführung seiner ersten Sinfonie. Rachmaninow verfiel in eine tiefe psychische Krise und konnte nicht mehr komponieren. Der Arzt Nikolai Dahl, der selbst auch Cello spielte, schenkte ihm neuen Lebensmut und gab ihm die Fähigkeit zurück, sich in Musik auszudrücken. So entstand 1901 Rachmaninows zweites Klavierkonzert c-Moll op. 18, das wohl berühmteste Klavierkonzert der Romantik, in dem er all seine Leidenschaft und seine wiedergewonnene Gestaltungskraft zu einem virtuosen Klanggemälde werden ließ. Es wird in diesem Konzert interpretiert von der kroatisch-italienischen Pianistin Martina Filjak, die sich durch ihr passioniertes Spiel und die brillante technische Beherrschung ihres Instruments in der internationalen Konzertwelt einen Namen gemacht hat und immer wieder durch ihre charismatische Persönlichkeit und ihre beinahe magnetische Bühnenpräsenz begeistert. Eine starke Suggestionskraft geht auch von der ersten Sinfonie des Briten William Walton aus, die der 1. Kapellmeister Diego Martin-Etxebarria im zweiten Teil des Konzertes gemeinsam mit der Robert-Schumann-Philharmonie präsentiert. William Walton gehörte ab 1920 zum avantgardistischen Künstlerkreis um die Schriftsteller-Geschwister Sitwell in London, was sich stilistisch auch in seinen Werken ausdrückte. Später bestimmten dann zunehmend neoromantische Einflüsse seine Arbeit. Seine fulminante erste Sinfonie, die er als 30-Jähriger schrieb, bündelt all diese Erfahrungen, lässt das Orchester ein Feuerwerk an rhythmischer Energie entfachen und mit einem großen Klangfarbenreichtum strahlen.
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3. SINFONIEKONZERT:
Skrjabin | Schnittke | Atterberg

Robert-Schumann-Philharmonie

Solist und Dirigent: Guillermo García Calvo Robert-Schumann-Philharmonie Alexander Skrjabin: Le Poème de l’Extase für Orchester op. 54 Alfred Schnittke (1934–1998): Konzert für Klavier und Streichorchester Kurt Atterberg: Sinfonie Nr. 6 C-Dur op. 31 Alexander Skrjabin war eine der schillerndsten Persönlichkeiten der anbrechenden musikalischen Moderne. Als radikaler Individualist entwickelte er eine solitäre Musiksprache, glaubte an seinen mythischen Sendungsauftrag und wollte durch Musik das menschliche Bewusstsein revolutionieren. Auf seinem künstlerischen Weg stellt das 1905 bis 1908 entstandene Poème de l‘Extase einen Durchbruch dar. Wagners Chromatik auf eine neue Stufe führend, entspinnt Skrjabin eine vor Sinnlichkeit vibrierende Textur, die er im wahrsten Sinn in Ekstase gipfeln lässt. Der Schriftsteller Henry Miller bezeugt die überwältigende Wirkung des Poème: „Es war wie Eisbad, Kokain und Regenbogen.“ Mit Alfred Schnittkes Konzert für Klavier und Streichorchester aus dem Jahr 1979 wird Guillermo García Calvo auch als Solist zu erleben sein. Das etwa 25-minütige Werk verbindet in einem Satz Abschnitte konträren Charakters und unterschiedliche Musikstile. Schlichte gebrochene Dreiklänge und Akkordwiederholungen kontrastieren mit Klangreibungen, hämmernder Rhythmik und schneidenden Streichern. Die beklemmende Atmosphäre, die daraus entsteht, erzählt vom Dasein in einem extremen Spannungsverhältnis. Den versöhnenden Abschluss nach solch dramatischen Klängen bringt die sogenannte „Dollarsinfonie“ von dem schwedischen Spätromantiker Kurt Atterberg. Diesen Beinamen erhielt dessen sechste Sinfonie, weil sie 1928 bei einem Preisausschreiben der Columbia Grammophone Company das Rennen machte. Anlässlich des 100. Todestages von Franz Schubert sollten Komponisten aus aller Welt Werke im Geiste des Meisters aus Wien schreiben. Atterberg gab später zu, dass das Scherzo seiner Sinfonie die in seinen Augen fragwürdige Aufgabenstellung in Wahrheit persifliere – was ihn allerdings nicht daran hinderte, sich von den 10.000 $ Preisgeld einen nagelneuen Ford zu kaufen.
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2. SINFONIEKONZERT:
Bartók | Brahms

Robert-Schumann-Philharmonie

Violine: Josef Špaček Dirigent: Martijn Dendievel Robert-Schumann-Philharmonie Béla Bartók: Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 Sz 112 Johannes Brahms: Klavierquartett g-Moll op. 25 (für Orchester gesetzt von Arnold Schönberg) Mit dem zwischen 1937 und 1939, kurz vor seiner Emigration in die USA, entstandenen zweiten Violinkonzert schuf Béla Bartók eines seiner beliebtesten Solokonzerte. Er schrieb es im Auftrag des Solisten Zoltán Székely. Bartók schwebte eigentlich eine Variationenfolge vor. Székely wünschte eine klassische Form. Dem Komponisten gelang es meisterhaft, beides miteinander zu verbinden. Innerhalb der Anlage mit einem Sonaten-, einem Variationensatz und einem Rondofinale entwickelte er aus einem beschränkten Grundmaterial eine vielfältige und kontrastreiche musikalische Textur: Singende Melodik und scharfe Harmonik, tänzerischer Schwung und nervöse Rhythmen, romantisches Schwelgen und harte Brüche finden zu einem Ganzen zusammen. Mit Josef Špaček wurde für das Konzert ein herausragender junger Violinist gewonnen. Unter anderem war er Preisträger beim Brüsseler Concours Reine Elisabeth. Johannes Brahms war schon als Schulkind ganz wild darauf, das Klavierspielen zu erlernen und ist diesem Instrument zeitlebens verbunden geblieben. Nicht nur, dass er regelmäßig als Interpret auftrat – es stammen auch unzählige Werke mit Klavierbeteiligung aus seiner Feder. Das Klavierquartett in g-Moll entstand Ende der 1850er Jahre. Brahms schuf damit eine Komposition, die bei ihrer Uraufführung 1861 von ihrem Umfang und der Art der Instrumentation her weit über das hinausging, was das zeitgenössische Publikum unter dem Begriff „Kammermusik“ verstand. In diesem Sinfoniekonzert erklingt sie in einer Instrumentation des Brahms-Verehrers Arnold Schönberg, der seine Beweggründe dafür knapp und deutlich formulierte: „1. Ich mag das Stück. 2. Es wird selten gespielt. 3. Es wird immer sehr schlecht gespielt, weil der Pianist, je besser er ist, desto lauter spielt, und man nichts von den Streichern hört. Ich wollte einmal alles hören, und das habe ich erreicht.“ In diesem Sinfoniekonzert gibt der belgische Dirigent Martijn Dendievel sein Debüt in Chemnitz. Er ist zurzeit Associate Conductor beim Symfonieorkest Vlaanderen und Gewinner des Deutschen Dirigentenpreises 2021. Im gleichen Jahr gewann er die erste Conductors‘ Academy des Tonhalle-Orchester Zürich und war außerdem Finalist beim Donatella-Flick-Wettbewerb des London Symphony Orchestra. Hinweis: Die ursprünglich für dieses Konzert geplante Sinfonie Nr. 1 E-Dur von Hans Rott erklingt im 7. Sinfoniekonzert am 19. und 20. April 2023.
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1. SINFONIEKONZERT:
de Falla | Ravel | Mahler

Robert-Schumann-Philharmonie

Klavier: Herbert Schuch Dirigent: Miguel Ángel Gómez Martínez Robert-Schumann-Philharmonie Manuel de Falla: Introducción y danza aus La vida breve Maurice Ravel: Konzert für Klavier und Orchester G-Dur Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 1 D-Dur Zum Auftakt der neuen Sinfoniekonzertsaison gibt es für das Chemnitzer Publikum eine Wiederbegegnung mit dem Pianisten Herbert Schuch. Eine begeisterte Kritikerin formulierte kürzlich im Hamburger Abendblatt, er sei ein „Ausdrucksjunkie“, und er selbst sagt, dass er „Musik nicht nur zum Klingen, sondern auch zum Sprechen bringen“ will. Schon oft war er in Chemnitz zu Gast, zuletzt im September 2020, als er an drei aufeinanderfolgenden Tagen alle fünf Beethoven-Klavierkonzerte gespielt hat. Diesmal interpretiert er das Klavierkonzert G-Dur von Maurice Ravel, das Ende der 1920er Jahre als dessen vorletzte Komposition entstand. Ravel hat sich darin sowohl mit klassischen Formen auseinandergesetzt als auch Elemente des Jazz, der baskischen und der spanischen Musik benutzt. Dirigent des Konzertes ist Miguel Angel Gómez Martínez. Geboren in Granada, führte ihn seine internationale Karriere an alle großen Opern- und Konzerthäuser der Welt. Er bringt aus seiner Heimat Musik von Manuel de Falla mit. Dieser gewann 1905 mit der Oper La vida breve (Das kurze Leben) den 1. Preis bei einem Wettbewerb für Operneinakter, den die Spanische Akademie der Schönen Künste mit dem Ziel ausgeschrieben hatte, die Vorherrschaft der Italiener in der Oper zu brechen und ihr eine eigenständig-nationale Musik entgegenzustellen. Die beiden Orchesterstücke Introduktion und Tanz sind unabhängig von der Opernhandlung im Konzertsaal populär geworden. Danach erklingt Gustav Mahlers erste Sinfonie, die er mit Mitte 20 in Angriff genommen hatte. Ihres Platzes innerhalb der Musikwelt seiner Zeit schien er sich durchaus bewusst zu sein, als er an einen Freund schrieb: „Wahrscheinlich bist du der Einzige, dem darin an mir nichts neu sein wird; die anderen werden sich wohl über manches wundern! Es ist so übermächtig geworden – wie es aus mir wie ein Bergstrom herausfuhr.“
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Robert-Schumann- Philharmonie

Die Robert-Schumann-Philharmonie gehört zu den traditionsreichsten Orchestern Deutschlands.

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