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Robert-Schumann-Philharmonie

Die Robert-Schumann-Philharmonie gehört zu den traditionsreichsten Orchestern Deutschlands. 1833 als Stadtorchester durch Wilhelm August Mejo gegründet, erlangte das Orchester zunehmend überregionale Bedeutung. Anlässlich des 150jährigen Jubiläums fand 1983 die Umbenennung in „Robert-Schumann-Philharmonie“ statt.

Zu den Aufgaben des Orchesters als Teil der Theater Chemnitz gehören neben Aufführungen in Oper, Operette, Musical und Ballett auch Sinfoniekonzerte, Sonderkonzerte und Kammermusikabende sowie Kinder- und Jugendkonzerte.

Die Sinfoniekonzerten finden in der Stadthalle Chemnitz statt und es erklingen Werke des großen sinfonischen Repertoires verschiedener musikalischer Epochen.

(Foto: Nasser Hashemi)

Kontakt

Robert-Schumann-Philharmonie
Stadthalle
Theaterstraße 3
D-09111 Chemnitz

Telefon: +49 (0)371 4000-430
E-Mail: tickets@theater-chemnitz.de

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Konzert

6. SINFONIEKONZERT - Sinfonie der Tausend

Elisabeth Dopheide (Sopran)
Julia Sophie Wagner (Sopran)
Akiho Tsujii (Sopran)
Marlen Bieber (Alt)
Evelyn Krahe (Alt)
Corby Welch (Tenor)
Thomas Essl (Bariton)
Martin-Jan Nijhof (Bass)
Opernchor der Theater Chemnitz
Knabenchor der Jenaer Philharmonie
Monteverdichor Würzburg
Philharmonischer Chor Jena
Lviv National Academic Boy‘s and Men‘s Choir Dudaryk
Dirigent: Simon Gaudenz
Robert-Schumann-Philharmonie
Jenaer Philharmonie


Andrea Lorenzo Scartazzini: Werk Nr. 8 (Uraufführung)
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 8

„Es war wie eine blitzartige Vision – so ist das Ganze sofort vor meinen Augen gestanden und ich habe es nur aufzuschreiben gebraucht, so, als ob es mir diktiert worden wäre.“ Gustav Mahlers achte Sinfonie gilt aufgrund ihres Umfanges und ihrer Besetzung mit außerordentlich großem Orchester, acht Vokalsolist:innen, zwei großen gemischten Chören und Knabenchor als Ausnahmewerk der Musikgeschichte. Im ersten Teil der Sinfonie hat Mahler den lateinischen Pfingsthymnus Veni creator spiritus aus dem 9. Jahrhundert vertont, im zweiten die Schlussszene aus Goethes Faust, in der sich die Verklärung von Fausts strebendem Geist vollzieht und die mit den berühmten Zeilen endet: „Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis; das Unzulängliche, hier wird‘s Ereignis. Das Unbeschreibliche, hier ist‘s getan. Das Ewig-Weibliche zieht uns hinan.“

Die Chemnitzer Aufführung dieses monumentalen Werkes – erstmalig nach mehr als 100 Jahren – wird möglich durch eine Kooperation der Robert-Schumann-Philharmonie und der Jenaer Philharmonie. Nach den beiden Chemnitzer Konzerten folgt am 8. März 2024 noch ein gemeinsames Konzert in Jena. Die musikalische Leitung übernimmt Simon Gaudenz, seit 2018 Generalmusikdirektor der Jenaer Philharmonie, der bereits in den ersten Jahren seines Wirkens das Musikleben der Stadt mit neuen und innovativen Ideen nachhaltig geprägt hat. Darunter war der Mahler-Scartazzini-Zyklus, ein Projekt, das internationale Aufmerksamkeit erregte und dem Orchester Einladungen zu Festivals wie den Gustav Mahler Musikwochen in Toblach einbrachte. Der Komponist Andrea Scartazzini, seit 2018 Composer in Residence der Jenaer Philharmonie, hat dabei zu jeder der in diesem Zeitraum aufgeführten Mahler-Sinfonien ein neues Werk geschrieben. Am Ende des Zyklus werden zehn Werke stehen, die jeweils einzeln oder in Gruppen vor den Mahler-Sinfonien, aber auch als abendfüllendes Gesamtwerk aufgeführt werden können.

Andrea Scartazzini hat sich der Aufgabe von Beginn an mit großer Leidenschaft verschrieben. Es sei die Dialektik von Distanz und Nähe, wie er ein neues Werk zu der jeweiligen Sinfonie von Mahler in Beziehung setzt. Er schaue sich die Mahler-Sinfonie an, ähnlich wie ein Betrachter, der sich im Museum dem Objekt nähert, der um das Werk im Raum herumgehen und sich wieder davon entfernen kann. Aber Scartazzini baut keine distanzierte Beziehung zum Stück auf, sondern spürt nach, auf welche Weise sein neues Werk zu der jeweiligen Mahler-Sinfonie eine symbiotische Beziehung eingehen kann. Der gesamte Zyklus erscheint als CD beim Label Odradek.

Gastspiele
08.03.2024, Sparkassen-Arena Jena

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Kammerkonzert

4. Kammermusikabend

Musiker:innen der Robert-Schumann-Philharmonie

Dieser Kammermusikabend ist der Bläsermusik gewidmet. Spätromantisch beginnt es mit der Caprice sur des airs danois et russes (Caprice auf dänische und russische Melodien) für Flöte, Oboe, Klarinette und Klavier op. 79 von Camille Saint-Saëns, die er 1887 für die führenden Mitglieder der Société des instruments à vent, der Gesellschaft für Blasinstrumente, allesamt hervorragende Bläservirtuosen des Pariser Conservatoire, schrieb. Gemeinsam mit ihnen befand er sich auf einer Reise nach St. Petersburg, um am dortigen Zarenhof zu konzertieren. Die Zarin war eine dänische Prinzessin, weshalb Saint-Saëns russische und dänische Volksmelodien als Symbol für die glückliche Ehe zwischen dem Zaren und seiner Gattin in seinem Klavierquartett vereinte. Die französische Bläsertradition strahlte auf ganz Europa aus, so auch nach Italien. Dort lebte der Flötist Giulio Briccialdi, der den Ruf als „Paganini der Flöte“ genoss und als unangefochtene Autorität des Flötenspiels eine ganze Generation junger Virtuosen ausbildete. Darüber hinaus galt sein Streben der technischen Verbesserung der Flöte. Das Bläserquintett op. 124 erschien 1875. Fast wirkt es wie eine Miniaturoper ohne Gesang, wenn die Instrumente schwelgende Kantilenen vortragen oder sich virtuosen Koloraturen hingeben.

Zwischen diesen beiden Werken erklingt die Sonate D-Dur für Flöte und Klavier op. 94 von Sergej Prokofjew. 1943 in unmittelbarer Nähe zu seinem Ballett Cinderella entstanden, scheint sie von dessen märchenhaftem Sujet inspiriert, sprüht vor Lebensfreude und konnte bei ihrer Uraufführung in Moskau für einen Moment Licht und Zuversicht in einem dunklen Kapitel der Geschichte spenden. Das Kleeblatt der Kompositionen in diesem Kammermusikabend wird komplettiert durch das unterhaltsame Sextett für Klavier und Bläserquintett op. 100 von Francis Poulenc. Er setzte damit seiner geliebten Heimatstadt Paris ein Denkmal und schildert in einem vielfarbigen musikalischen Panorama das pulsierende Treiben auf den Boulevards, das verträumte Beisammensein am Ufer der Seine, das Genießen von scheinbar unendlicher Zeit in einem der zahlreichen Straßencafés oder das aufreizende Nachtleben in den Cabarets.

Camille Saint-Saëns: Caprice sur des airs danois et russes für Flöte, Oboe, Klarinette und Klavier op. 79
Sergej Prokofjew: Sonate D-Dur für Flöte und Klavier op. 94
Giulio Briccialdi: Bläserquintett D-Dur op. 124
Francis Poulenc: Sextett für Klavier und Bläserquintett op. 100

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Familienkonzert

3. FAMILIENKONZERT / KINDER- UND JUGENDKONZERT - Der Zauberlehrling

Von Besen, vergessenen Zaubersprüchen und ganz viel Musik

Robert-Schumann-Philharmonie
Dirigent und Moderation: Jakob Brenner
Regie: Jürg Schlachter
Konzept: Jakob Brenner, Jürg Schlachter
Puppenbau: Hagen Tilp
Puppenspiel: Linda Fülle
Dramaturgie: Christiane Holland


Was passiert, wenn ein Außerirdischer und ein Zauberlehrling aufeinandertreffen? Richtig! Es entsteht ein Familienkonzert mit zauberhaften Orchesterklängen und einer galaktisch guten Komposition! Im 3. Familienkonzert der Saison hat sich unser außerirdischer Musikfreund ROB nämlich ein ganz besonderes Werk ausgesucht: Paul Dukas‘ Der Zauberlehrling. Johann Wolfgang von Goethes wohl berühmteste Ballade hat den französischen Komponisten zu einem eindrucksvollen Orchesterwerk inspiriert, das ROB gemeinsam mit seinem Dirigentenfreund Jakob Brenner und den großen und kleinen Zuhörerinnen und Zuhörern entdecken wird.

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Konzert

SONDERKONZERT - Die Goldenen Zwanziger

Musik der 1920er Jahre zwischen Sinfonik und Swing

Konzert des Salonorchesters Frollein Karla

Der Tanz auf dem Vulkan ist Sinnbild der Zerrissenheit der 1920er Jahre, die sich trotz aller Abgründigkeit und Krisen einer unvorstellbaren kulturellen Blüte erfreuten. In den pulsierenden Großstädten florierten Tanz- und Unterhaltungslokale, wo Teilhabe am urbanen Leben, Ausgelassenheit und Begegnung zelebriert wurden. Musik war von zentraler Bedeutung und gab den neuen Erfahrungen des noch jungen Jahrhunderts Formen. Nun, in den 20er Jahren des 21. Jahrhunderts, werfen wir einen Blick zurück in die Musik jener Zeit. Unter dem Titel Die Goldenen Zwanziger wird am 22. März im Industrie-Chic des Chemnitzer Kultur- und Kongresszentrums Kraftverkehr ein Bogen zwischen Kurt Weills Sinfonie Nr. 2, seinem wohl bedeutendsten Werk für Orchester, und populärer Tanzmusik gespannt. Lassen Sie sich ein auf große Sinfonik und tanzen Sie anschließend ausgelassen zu Charleston, Foxtrott und Swing.

Kurt Weill: Sinfonie Nr. 2 Fantaisie symphonique

Tanzparty mit Charleston, Foxtrott und Swing

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Konzert

7. SINFONIEKONZERT - Also sprach Zarathustra

Felix Klieser (Horn)
Dirigent: Nicholas Milton
Robert-Schumann-Philharmonie


Einojuhani Rautavaara: Cantus Arcticus
Concerto for Birds and Orchestra
Rolf Martinsson: Soundscape
Konzert für Horn und Orchester
Richard Strauss: Also sprach Zarathustra
Sinfonische Dichtung op. 30

Mit seiner unverkennbaren Eingangssequenz gehört Also sprach Zarathustra von Richard Strauss zu den populärsten Werken des Konzertrepertoires. Die großbesetzte sinfonische Dichtung feiert farbenreich die Emanzipation des Individuums von spießerhafter Anpassung. Ein neues Bewusstsein tritt auf den Plan, um alles Konventionelle hinter sich zu lassen. Angelehnt an Nietzsches gleichnamige philosophische Dichtung, drückt das Werk das optimistische Selbstgefühl einer jungen Generation im ausgehenden 19. Jahrhundert aus, der auch Richard Strauss angehörte. Doch auch Verzweiflung am Menschen und der Gedanke einer Wiederkehr des immer Gleichen begleiten Zarathustras neue Sicht auf die Dinge.

Zu Konzertbeginn lässt der Cantus Arcticus von Einojuhani Rautavaara aufhorchen – allerdings nicht so emphatisch auftrumpfend wie Strauss‘ Zarathustra. Das Werk entstand 1972 anlässlich der ersten Promotionsfeier der Universität Oulu. Anstelle eines normalerweise üblichen Chorwerkes entschied sich der Komponist für eine andere Art von „Gesang“. Vogelstimmen aus Nordfinnland erklingen als Tonzuspielung und verbinden sich mit atmosphärischen neoromantischen Klängen des Orchesters. Rautavaara gelingt ein faszinierendes Zusammenspiel von Naturgeräusch und Kunstmusik. Voller einzigartiger Klangereignisse, lotet es die ganze Tiefe des Wortes „Cantus“ aus. Vor der Pause kehrt der gefeierte Hornsolist Felix Klieser nach Chemnitz zurück. Diesmal wird er mit der Robert-Schumann-Philharmonie ein Solokonzert von Rolf Martinsson aufführen. Der schwedische Komponist schrieb das Werk für Klieser, angeregt von dessen farbenreichem, vielseitigem Spiel. Im Zentrum steht eine ausgedehnte Klanglandschaft, die „Soundscape“. Sie wird eingeleitet durch eine explosive Begegnung zwischen Solopart und Orchester und flankiert von ariosen Horntönen.

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Konzert

Klasse Klassik Meets Bach

Solisten der Robert-Schumann-Philharmonie

Johann Christian Bach:
Sinfonie g-Moll op. 6 Nr. 6
Sinfonia concertante C-Dur für Flöte, Oboe, Violine, Violoncello und Orchester
Concerto für Hammerklavier und Orchester Es-Dur op. 7 Nr. 5
Sinfonie Es-Dur op. 18 Nr. 1

Gaben Konzertmeister Hartmut Schill und das Kammerorchester der Robert-Schumann-Philharmonie mit ihrem Konzert unter dem Titel Bach und Söhne vorige Spielzeit Einblicke in das Schaffen von Carl Philipp Emanuel Bach, dem heute berühmtesten Sohn Johann Sebastian Bachs, rückt nun der jüngste Bach-Sohn Johann Christian in den Blickpunkt.

1735 in Leipzig geboren, erhielt er seine musikalische Ausbildung zuerst bei seinem Vater, dann bei seinem Halbbruder Carl Philipp Emanuel. Ab 1754 vervollständigte er seine Studien in Italien, blieb in Mailand, wo er Domorganist wurde, und komponierte vor allem geistliche Musik. Doch auch die italienische Oper lockte. Auf den Erfolg seines musikdramatischen-Erstlings Artaserse folgten Aufträge aus Neapel und Venedig, durch die der Name Johann Christian Bach im Ausland bekannt wurde. 1762 zog es den Komponisten Richtung England, zunächst als persönlichen Musiklehrer der britischen Königin. In London konnte Johann Christian Bach seine Laufbahn als Opernkomponist – mit Höhen und Tiefe – fortsetzten. Neben Georg Friedrich Händel versuchte er, sich mit eigenen Oratorien zu etablieren und begründete zusammen mit Carl Friedrich Abel eine äußerst erfolgreiche Konzertreihe, für die er Sinfonien und Konzert-Ouvertüren schuf. Nicht zuletzt ist Johann Christian Bach bekannt für seinen Einfluss auf den jungen Mozart, den er 1764 als Achtjährigen in London kennenlernte. Zeitlebens sah Mozart den sogenannten „Londoner Bach“ nicht nur als musikalisches Vorbild, von dem sich Stilistisches abschauen ließ. Er fühlte sich ihm auch freundschaftlich verbunden. Als Mozart 1782 von Johann Christian Bachs frühem Tod erfuhr, schrieb er von einem „Verlust für die musikalische Welt.“

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Kammerkonzert

5. Kammermusikabend

Musiker:innen der Robert-Schumann-Philharmonie

Friedrich Gernsheim: Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 C-Dur op. 50
Efrain Oscher: Passacaglia für Violine und Kontrabass
Wendell Rosa: Ascension of a Forgotten Battle
Duo für Violine und Kontrabass
Carl Maria von Weber: Trio g-Moll für Klavier, Flöte und Violoncello op. 63
Johannes Brahms: Klaviertrio Nr. 1 H-Dur op. 8

Musikalische Entdeckungen sind nicht nur mit Werken aus jüngster Zeit möglich. Immer wieder kommt es in der Reihe der Kammermusikabende zur Begegnung mit heute kaum bekannten Werken von Komponist:innen vergangener Jahrhunderte. Der 1839 in Worms geborene Friedrich Gernsheim war zu Lebzeiten ein namhafter und im Musikleben weithin vernetzter Künstler. Seine Werke wurden von Gustav Mahler und Richard Strauss aufgeführt. Mit Johannes Brahms verband ihn eine enge Freundschaft. Zu seinem 75. Geburtstag im Jahr 1914 veranstaltete man in Dortmund ein großes Musikfest. Nach dem I. Weltkrieg geriet Gernsheim allerdings in Vergessenheit. Die Nationalsozialisten taten ein Übriges, um die Erinnerung an den jüdischen Komponisten und sein Schaffen auszulöschen. 2020 erschien eine Gesamtaufnahme seiner Werke für Violine und Klavier. Seine 2. Violinsonate aus dem Jahr 1885 spannt den Bogen von liedhafter, eindringlicher Deklamation über zarte Innigkeit zur energischen Bewegung. Sie weist den Komponisten als überzeugten Romantiker aus. Das weit gespannte Hauptthema des ersten Satzes streift, rein zufällig, eine bekannte Filmmelodie.

Der 1974 in Montevideo geborene und in Venezuela aufgewachsene Efraín Oscher ist ein gefragter Komponist und hervorragender Arrangeur. Als Flötist zählt er zum festen Kern der Bolívar Soloists. Auch mit dem venezolanischen Kontrabassisten Edicson Ruiz, der bereits im Alter von 17 Jahren Mitglied der Berliner Philharmoniker wurde, verbindet ihn eine Zusammenarbeit. Oschers Passacaglia für Kontrabass und Violine verwendet das barocke Verfahren der Variationen über einem obligaten Bass. Die Stücke zeigen nicht nur eine enorme Bandbreite musikalischer Charaktere, sondern bieten den beiden ebenbürtig behandelten Instrumentalparts zugleich beste Möglichkeiten, ausdrucksstark und virtuos miteinander zu interagieren.

Ebenfalls für die Besetzung Kontrabass und Violine schrieb der junge brasilianische Kontrabassist und Komponist Wendell Rosa seine Ascension of a Forgotten Battle. Das berührende kurze Stück entstand aus einer spieltechnischen Übung. Über einer Bassbegleitung mit einer Art Echoeffekt erhebt sich eine elegische Melodie der Violine. Der Gesamtverlauf beschreibt das erneute Aufbrechen einer vergessenen „Schlacht“ im Inneren einer Person.

Mit Werken bekannter Komponisten schließt der Kammermusikabend. Doch zählt Carl Maria von Webers Trio g-Moll op. 63 auch zu den bekannten Kammermusikwerken? Eher selten steht es auf den Programmen. Im Zentrum steht der Gedanke der Klage. Das Werk bewegt sich zwischen düster-dramatischer Zuspitzung und Ausweichen ins Offene, Helle. Die Kontraste von Klang und Ausdruck sind teils grell: Im Hintergrund ist der Freischütz zu spüren, den Weber zeitgleich komponierte.

Mit Johannes Brahms‘ Trio Nr. 1 H-Dur op. 8 kehrt der Kammermusikabend zum Ausgangspunkt romantischer Leidenschaft zurück. 1854 nach der ersten Begegnung mit Robert Schumann entstanden, ist es das erste Werk, das Brahms zum Druck freigab. Das weit gefasste Hauptthema des ersten Satzes zählt zu seinen genialsten melodischen Eingebungen. Das Trio kündet, im Wechsel zwischen gesanglichem Schwelgen, dramatischer Erregung und melancholischer Schwermut, von innerem Ringen. 1889 überarbeitete der reife Brahms sein Jugendwerk. Bruchlos drängte er den raumgreifenden „Sturm und Drang“ der ersten Fassung zurück und verdichtete das musikalische Geschehen.

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Kinderkonzert

4. FAMILIENKONZERT / KINDER- UND JUGENDKONZERT - Fließende Töne

ROB geht auf Entdeckertour mit Bedřich Smetanas „Die Moldau“

Robert-Schumann-Philharmonie
Dirigent und Moderation: Jakob Brenner
Regie: Jürg Schlachter
Konzept: Jakob Brenner, Jürg Schlachter
Puppenbau: Hagen Tilp
Puppenspiel: Arne van Dorsten
Dramaturgie: Christiane Holland


Eine Bootsfahrt, die ist lustig, eine Bootsfahrt, die ist schön! Das hat sich auch ROB, der außerirdische Musikfreund der Robert-Schumann-Philharmonie gedacht und macht sich zusammen mit seinem Dirigenten-Freund Jakob Brenner auf den Weg zu einer musikalischen Bootspartie über die Moldau. Wie das geht? Mit der Komposition von Bedřich Smetana, der den tschechischen Fluss in einer weltberühmten Komposition beschrieben hat. Wenn man diese hört, bekommt man nicht nur unvergessliche Melodien ins Ohr, sondern auch klingende Bilder von weiten Landschaften, dunklen Wäldern, spannenden Jagdszenen und sogar einer Hochzeit, von denen in einer Reise von der Quelle bis zur Mündung musikalisch erzählt wird. Also: Pustet eure Schwimmflügel auf, spitzt die Ohren und begebt euch gemeinsam mit ROB und der Robert-Schumann-Philharmonie auf ein Abenteuer zu fließenden Tönen.

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Konzert

Klasse Klassik Meets Vasks and Weinberg

Hartmut Schill (Violine)
Elisaveta Blumina (Leitung und Klavier)
Kammerorchester der Robert-Schumann-Philharmonie


Pēteris Vasks: Violinkonzert Nr. 1 Tala gaisma (Fernes Licht)
Mieczysław Weinberg: Klavierquintett op. 18, Orchesterversion von Mathias Baier

In diesem Konzert der Reihe Klasse Klassik! erklingt das Klavierquintett op. 18 von Mieczysław Weinberg in einer Orchesterbearbeitung. Am Klavier und als musikalische Leiterin ist Elisaveta Blumina zu erleben, die in der Musikwelt den Ruf einer höchst ungewöhnlichen und zugleich wahrhaft bedeutenden Künstlerin genießt und auch als Botschafterin für die Musik wenig bekannter Komponist:innen immer wieder in Erscheinung tritt. So setzte sie sich in der Vergangenheit u. a. auch für Mieczysław Weinberg ein. Das Schaffen des sowjetischen Komponisten polnisch-jüdischer Herkunft war jahrzehntelang in Vergessenheit geraten und wurde erst seit der szenischen Uraufführung seiner Oper Die Passagierin, die 14 Jahre nach seinem Tod 2010 in Bregenz stattfand, mit der gebührenden Aufmerksamkeit bedacht. Das Klavierquintett op. 18 schrieb er 1944 im Alter von 25 Jahren. Der Schmerz und die Verzweiflung, die aus dieser Musik klingen, sind Ausdruck von Weinbergs Trauer in jener düsteren Zeit, in der seine Eltern und seine Schwester im Konzentrationslager ermordet worden sind und er selbst seine Heimat verlassen musste.

Im ersten Teil des Konzertes interpretiert Konzertmeister Hartmut Schill das bewegende Violinkonzert Fernes Licht des lettischen Komponisten Pēteris Vasks. Geboren 1946, war er aufgrund seines Glaubens und seiner künstlerischen Überzeugungen viele Jahre den Repressalien der sowjetischen Kulturdoktrin ausgesetzt, konnte aber in den letzten Jahren weltweit Anerkennung finden. Seine Kompositionen sind durch die lettische Volksmusik inspiriert, die er kunstvoll mit einer zeitgenössischen Musiksprache zusammenführt. Oft tragen die Werke programmatische Titel, die sich auf die Natur beziehen – Vasks will damit vielschichtigen Wechselwirkungen zwischen Natur und Mensch, die Schönheit des Lebens einerseits, aber auch die drohende ökologische und moralische Zerstörung der Welt in Musik kleiden. Das 1997 entstandene Violinkonzert Fernes Licht schrieb Vasks für Gidon Kremer, einen Freund aus Kindertagen. Geprägt von Erinnerungen an früher und dem Wunsch nach einer idealen Welt ist es „ein Hauch musikalisch akzentuierter Hoffnung, der mitunter verheißungsvoll raumgreifende Dimensionen annimmt“ (Schott Music).

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Konzert

SONDERKONZERT - Viva la musica!

Konzertprojekt der Robert-Schumann-Philharmonie und der Städtischen Musikschule Chemnitz

Kurz bevor es in die wohlverdienten Sommerferien geht, heißt es im Opernhaus noch einmal „Viva la musica!“ – „Es lebe die Musik!“. Zum gleichnamigen Konzert, welches seit 2011 regelmäßig stattfindet, kommen wieder Schüler:innen der Städtischen Musikschule und Musiker:innen der Robert-Schumann-Philharmonie zusammen, um ihrer großen Leidenschaft für die Musik Ausdruck zu verleihen und die wunderbare und langjährige Partnerschaft zwischen den Institutionen zu feiern. Denn die großen und kleinen Musikliebhaber:innen teilen viel mehr als nur die Bühne zu dieser Veranstaltung. Gemeinsame Aktivitäten reichen von der Konzertvorbereitung verschiedener Musikschulensembles über die Begleitung besonders begabter Schüler:innen auf dem Weg zu Wettbewerben und zum Studium bis hin zur Musiktheaterproduktion Brundibár im Jahr 2022 und dem gemeinsam gestalteten Tag der Musik im Opernhaus 2023. Der 2. Juni steht also ganz im Zeichen der Verbundenheit und der Freude an der Musik. Also dann: „Viva la musica!“

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Konzert

10. Chemnitzer Picknick-Konzert

Musikalische und kulinarische Kostbarkeiten am und im Schloßbergmuseum

Musiker:innen der Robert-Schumann-Philharmonie

Das Picknick-Konzert ist im Laufe der letzten Jahre zu einer festen Größe im Chemnitzer Musikjahr geworden. Waren die musikalischen Appetithäppchen aus Klassik, Swing oder Jazz, mit denen die Philharmoniker:innen Sie verwöhnen, viele Jahre als Antipasti für die neue Saison gedacht, reichen wir das kulinarische Musikprogramm nunmehr als Dessert zum gutgelaunten Saisonausklang und geben Ihnen die Gelegenheit, sich gemeinsam über Gehörtes und Gesehenes auszutauschen, Pläne für den Urlaub zu schmieden und vielleicht schon die ersten Verabredungen für die Konzerte der Robert-Schumann-Philharmonie im Herbst 2024 zu treffen. Also: Nichts wie den Picknickkorb packen, Decken oder Klappstühle unter den Arm klemmen und auf zum Wiesenrund um das Schloßbergmuseum! Eventuell vorhandene Lücken im eigenen Picknickkorb füllt in bewährter Weise das Team des Restaurants Miramar.

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Konzert

Open-Air-Konzert zum Spielzeitabschluss

Robert-Schumann-Philharmonie
Opernchor der Theater Chemnitz
Dirigent: Friedrich Praetorius
Moderation: Christoph Dittrich
Elisabeth Dopheide (Sopran)
Tea Trifković (Sopran)
Akiho Tsujii (Sopran)
Paula Meisinger (Mezzosopran)
Thomas Kiechle (Tenor)
Daniel Pataky (Tenor)
Seungwoo Simon Yang (Tenor)
Thomas Essl (Bariton)
Alexander Kiechle (Bass)


Highlights aus Opern von Giuseppe Verdi und Giacomo Puccini

Mit einem großen Open-Air-Konzert krönen Sängerinnen und Sänger des Opernensembles, der Opernchor und die Robert-Schumann-Philharmonie die Spielzeit 2023/2024. Vor der traumhaften Kulisse des Opernhauses bietet das abwechslungsreiche Programm Highlights aus Opern von Giuseppe Verdi und Giacomo Puccini, und natürlich wird auch das traditionell eigens für diesen Abend „komponierte“ Abschlussfeuerwerk nicht fehlen. Es dirigiert Friedrich Praetorius, die Moderation übernimmt in bewährter Weise Generalintendant Christoph Dittrich.

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Robert-Schumann-Philharmonie

Stadthalle

Die Robert-Schumann-Philharmonie gehört zu den traditionsreichsten Orchestern Deutschlands. 1833 als Stadtorchester durch Wilhelm August Mejo gegründet, erlangte das Orchester zunehmend überregionale Bedeutung. Anlässlich des 150jährigen Jubiläums fand 1983 die Umbenennung in „Robert-Schumann-Philharmonie“ statt.

Zu den Aufgaben des Orchesters als Teil der Theater Chemnitz gehören neben Aufführungen in Oper, Operette, Musical und Ballett auch Sinfoniekonzerte, Sonderkonzerte und Kammermusikabende sowie Kinder- und Jugendkonzerte.

Die Sinfoniekonzerten finden in der Stadthalle Chemnitz statt und es erklingen Werke des großen sinfonischen Repertoires verschiedener musikalischer Epochen.

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Bewertungen & Berichte Robert-Schumann-Philharmonie

Konzerte / Konzert Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz, Theaterstraße 3
Ereignisse / Festival MDR Musiksommer 2. bis 31.8.2024
Konzerte / Konzert Sächsische Mozart-Gesellschaft Chemnitz, Hartmannstraße 7c
Konzerte / Klassik Ensemble Lachrymae
Sa, 23.3.2024, 17:00 Uhr
Konzerte / Kulturveranstaltung Stadthalle Chemnitz Chemnitz, Theaterstraße 3

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