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Oper Frankfurt am Main

Hochkarätiges Musiktheater ist das Markenzeichen der Oper Frankfurt. Mit Amtsantritt des Intendanten Bernd Loebe 2002 erhielt das künstlerische Profil des Hauses eine neue Prägung, zahlreiche Auszeichnungen und die positive Akzeptanz durch das Publikum bestätigen dies. Der Generalmusikdirektor Sebastian Weigle, die Solisten, der Opernchor und das Frankfurter Opern- und Museumsorchester stehen für Leistung auf höchstem Niveau. Avancierte Regiekonzepte sowie die Offenheit gegenüber zeitgenössischen Komponisten lenken auch internationales Interesse auf das traditionsreiche Haus. Gleichzeitig wird gängiges Opernrepertoire sorgfältig gepflegt.

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Oper Frankfurt am Main
Willy-Brandt-Platz
D-60311 Frankfurt am Main

E-Mail: info@oper-frankfurt.de

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Oper

La Juive

Fromental Halévy (1799–1862)

Premiere: 16.6.2024

Oper in fünf Akten
Text von Eugène Scribe

Eine gespaltene Gesellschaft versucht, ihre inneren Konflikte zu überwinden. Gesucht wird: ein gemeinsamer Feind.

Konstanz zur Zeit des Kirchenkonzils 1414: Der jüdische Goldschmied Éléazar wagt es, an einem christlichen Feiertag zu arbeiten, woraufhin eine Volksmenge ihn und seine Adoptivtochter Rachel im See ertränken will. Beschützt werden die beiden vom Reichsfürsten Léopold, der eine heimliche Liebesbeziehung mit Rachel führt. Als Léopold diese Verbindung beendet, klagt ihn Rachel öffentlich der Unzucht an. Kardinal Brogni verurteilt daraufhin Léopold, Éléazar und Rachel zum Tod, allerdings ohne zu wissen, dass er selbst Rachels leiblicher Vater ist …

Fromental Halévy vertrat die Ansicht, dass sich die Kunst nicht nur dem Wahren, Schönen und Guten, sondern immer auch politischen Fragen widmen solle. Als erster Komponist brachte er in La Juive das realistische Abbild einer jüdischen Lebenswelt auf die Opernbühne. Der historische Kontext des Konstanzer Konzils, bei dem die katholische Kirche ihr Schisma beendete und Kritiker auf dem Scheiterhaufen verbrennen ließ, diente Halévy als Spiegel seiner Gegenwart: Liberale und reaktionäre Kräfte standen sich im Frankreich der 1830er Jahre unversöhnlich gegenüber; Juden hatten zwar die rechtliche Gleichstellung erlangt, sahen sich im Alltag aber nach wie vor antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt. Damals wie heute stellt sich die Frage, wie in einer heterogenen Gesellschaft ein tolerantes Miteinander möglich ist.

Halévys Partitur erzeugt bereits in der Ouvertüre eine Tektonik, die lyrische Momente unversehens in destruktive Klangkaskaden umschlagen lässt. Die gegensätzlichen Motivationen der Figuren treten in großformatigen Arien hervor, finden aber nur temporär in der Harmonie des Ensemblegesangs zusammen: Es entsteht eine kollektive Gewaltspirale, deren blinder Hass sich schließlich gegen die eigenen Kinder richtet.

Musikalische Leitung: Henrik Nánási
Inszenierung: Tatjana Gürbaca
Bühnenbild, Licht, Animation: Klaus Grünberg
Bühnenbildmitarbeit. Anne Kuhn
Kostüme: Silke Willrett
Kostümmitarbeit: Carl-Christian Andresen
Chor: Tilman Michael
Dramaturgie: Maximilian Enderle

Uraufführung 1835, Opéra Le Peletier, Paris

In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: ca. 4 Std. inkl. 1 Pause

Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz nach der Premiere als Audio

Am 16. Juni findet die 9. Kammermusik anlässlich der Premiere von La Juive statt.

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Oper

Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg

Richard Wagner (1813–1883)

Romantische Oper in drei Aufzügen
Text vom Komponisten
Uraufführung 1845, Hoftheater Dresden / Erstaufführung der Wiener Fassung 1875

Ein Künstler reibt sich auf – an der Lustfeindlichkeit seiner Epoche, der Intensität seines Begehrens und an moralischen Werten, die ihn immer weiter in die Isolation treiben.

Nachdem Tannhäuser bei der Liebesgöttin Venus ungehemmt seine erotischen Begierden ausleben konnte, drängt es ihn zurück in die sittlich strenge Wartburg-Gesellschaft. Auf das freudige Wiedersehen mit seiner Geliebten Elisabeth folgt aber schon bald ein öffentlicher Eklat: Tannhäuser preist bei einem Sängerfest nicht die Hohe Liebe, sondern den sinnlichen Genuss. Um der sozialen Ächtung zu entgehen, muss er beim Papst um Vergebung bitten. Dieser Wunsch bleibt ihm jedoch verwehrt, und so wird nicht nur für Tannhäuser, sondern auch für Elisabeth eine Rückkehr in ihr früheres Leben unmöglich.

Richard Wagners Partitur steht noch in der Tradition romantischer Nummernopern, lässt aber an vielen Stellen bereits seine durchkomponierten Musikdramen vorausahnen. Ausgehend von den Sagenkreisen um die Minnesänger Tannhäuser und Heinrich von Ofterdingen schuf er einen Protagonisten, der »nie und nirgends etwas nur ein wenig, sondern alles voll und ganz« sein sollte. Die Rastlosigkeit der Titelfigur korrespondiert mit Wagners permanenten Überarbeitungen der Partitur: Noch kurz vor seinem Tod äußerte er gegenüber Ehefrau Cosima, dass er »der Welt noch den Tannhäuser schuldig sei.«
Der kommenden Neuproduktion liegt die Wiener Fassung von 1875 zugrunde, welche den Kontrast zwischen Venus- und Wartburg-Welt auch musikalisch deutlich erfahrbar macht.

Am Ende der Oper verspürt neben Tannhäuser auch Elisabeth eine zunehmende innere Zerrissenheit: Tief religiös erzogen, hadert sie mit der reaktionären Haltung der katholischen Kirche. Durch ihren bedingungslosen Einsatz für den ausgestoßenen Tannhäuser versucht Elisabeth schließlich, die vorherrschenden Moralvorstellungen zu revolutionieren …

Musikalische Leitung: Thomas Guggeis
Inszenierung: Matthew Wild
Bühnenbild: Herbert Murauer
Kostüme: Raphaela Rose
Choreografie: Louisa Talbot
Video: Clemens Walter
Licht: Jan Hartmann
Chor: Tilman Michael
Dramaturgie: Maximilian Enderle

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Dauer: ca. 4 ¼ Std., 1. Pause nach ca. 1 ¼ Std., 2. Pause nach ca. 1 Std. 10 Min.

Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz nach der Premiere als Audio

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Oper

Giulio Cesare in Egitto

Georg Friedrich Händel (1685–1759)

Dramma per musica in drei Akten
Text von Nicola Francesco Haym

Cäsar und Kleopatra. Eine Affäre, die Weltgeschichte schrieb und Georg Friedrich Händel zu einem seiner größten Triumphe inspirierte.

Mit der Absicht zur Versöhnung beginnt ein Werk, das sich in Sekundenschnelle zu einem dramatischen Geschehen aus Mord und Totschlag entwickelt: Giulio Cesare hat seinen Widersacher Pompeo besiegt und bis nach Ägypten verfolgt. Pompeos Frau Cornelia und sein Sohn Sesto erkennen Cesares Triumph an, bitten ihn aber, sich mit Pompeo auszusöhnen. Der römische Befehlshaber ist dazu bereit. Doch noch bevor es zum Friedensschluss kommen kann, lässt der ägyptische König Tolomeo Cesare den abgeschlagenen Kopf des Pompeo als Gastgeschenk überbringen. Cesare ist entsetzt, Cornelia und Sesto schwören Rache, und Cleopatra wittert ihre Chance, sich mit Cesares Hilfe im Ringen um Ägyptens Thron gegen ihren Bruder durchzusetzen …

Mehrere parallel verlaufende Handlungsstränge, eine Fülle von Motiven und Verwicklungen sowie rasche Szenenwechsel verbinden sich zu einem dramatischen Geschehen, das Liebesdrama und Politthriller zugleich ist. Trauer, Rache, Machtgier, Liebe – den existenziell wirkenden Affekten der Figuren entsprechend, differenziert Händel Wesenszeichnungen aus, welche die Vielschichtigkeit der Charaktere und ihre Entwicklung musikalisch auf den Punkt bringen. Während sich der Umgang mit historischen Tatsachen im Libretto recht frei gestaltet, führt der Komponist sein Werk traditionsgemäß in ein Lieto fine: Ein grandioses Tableau inklusive eines von vier Hörnern begleiteten Schlussensembles flankiert Cleopatras Krönung zur Königin von Ägypten.

Musikalische Leitung: Simone Di Felice
Inszenierung: Nadja Loschky
Bühnenbild: Etienne Pluss
Kostüme: Irina Spreckelmeyer
Licht: Joachim Klein
Chor: Tilman Michael
Konzeptionelle Mitarbeit: Yvonne Gebauer
Dramaturgie: Mareike Wink

Uraufführung 1724, King’s Theatre Haymarket, London

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Dauer: ca. 4 Std. inkl. 1 Pause

Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz nach der Premiere als Audio

Am 7. April findet die 8. Kammermusik anlässlich der Premiere von Giulio Cesare in Egitto statt.

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Oper

Elektra

Richard Strauss (1864–1949)

Tragödie in einem Aufzug
Text von Hugo von Hofmannsthal nach Sophokles

Elektra ist von einem einzigen Gedanken besessen: Rache zu nehmen für den Mord an ihrem Vater Agamemnon.

Dieser wurde von ihrer Mutter Klytämnestra zusammen mit deren Geliebten Aegisth ermordet; Klytämnestra nahm ihrerseits Rache dafür, dass Agamemnon ihre Tochter Iphigenie geopfert hatte, um für die von ihm befehligte Flotte günstige Winde auf der Fahrt nach Troja zu erlangen. Elektra und ihre Schwester Chrysothemis, die sich nichts anderes als ein normales Leben wünscht, werden wie Gefangene gehalten. Ihr Bruder Orest wurde als Kind in die Verbannung geschickt; auf seine Rückkehr wartet Elektra sehnsüchtig.
Da überbringen zwei Fremdlinge die Nachricht vom Unfalltod Orests. Kann Elektra ihre Schwester dafür gewinnen, den Sühnemord an der Mutter nunmehr zusammen mit ihr auszuführen? Oder muss sie es allein auf sich nehmen? Und wer sind die beiden Fremdlinge?

Hugo von Hofmannsthal schrieb sein Drama nach Motiven des Sophokles 1903. Wenige Jahre zuvor hatten Josef Breuer und Sigmund Freud ihre Studien über Hysterie veröffentlicht. Anders als die antike Tragödie richtet Hofmannsthal den Fokus ganz auf die Psyche Elektras. Noch tiefer in deren Seelenleben dringt die auf dem Schauspiel basierende Oper von Richard Strauss ein; damit begann die überaus fruchtbare Zusammenarbeit zwischen dem Komponisten und dem Dichter. Mit ungeheurer Wucht und in kühnen Harmonien macht das groß besetzte Orchester erlebbar, wie die junge Frau in immer neuen Schüben von ihren Rachefantasien überrollt und in extreme Zustände getrieben wird. Das Werk greift so die Erkenntnisse des Begründers der Psychoanalyse auf, die sich zu Beginn des Jahrhunderts verbreiteten; Elektra mutet in ihrem Lichte fast wie eine klinische Studie an.

Musikalische Leitung: Thomas Guggeis
Inszenierung: Claus Guth
Bühnenbild: Katrin Lea Tag
Kostüme: Theresa Wilson
Licht: Olaf Winter
Chor: Tilman Michael
Dramaturgie: Konrad Kuhn

Uraufführung 1909, Königliches Opernhaus, Dresden

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz vor der Premiere als Video

Dauer: ca. 1 ¾ Std. ohne Pause

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Oper

Otello (Rossini)

Gioachino Rossini (1792-1868)

Dramma per musica in drei Akten.
Text von Francesco Maria Berio nach William Shakespeare

Diesmal ist alles anders: Desdemona hat Krach mit ihrem Vater, Otello singt Koloraturen und Jago intrigiert mit Tenorstimme.

Auf dem Höhepunkt seiner Karriere wandte sich Rossini dem Othello-Stoff zu, der nur selten mit seiner Oper, vielmehr mit Shakespeares Drama oder mit Verdis Vertonung in Verbindung gebracht wird. Rossini ging in seiner Fassung eigene Wege und wich in ihrer Handlung deutlich von der Vorlage ab. Sein Interesse galt weniger der Eifersucht des Titelhelden als dem Konflikt zwischen Desdemona und ihrem Vater. Diese Akzentverschiebungen greift der Regisseur Damiano Michieletto auf und deutet Rossinis Oper als Drama über die Angst vor dem Fremden. Er positioniert den Titelhelden als Araber, als einen Angehörigen eines neureichen Golfstaats, der im Westen erst umworben, später aber verachtet wird. Otello kommt zunächst in der venezianischen Oberschicht an und wird so lange willkommen geheißen, wie er zum wirtschaftlichen Aufschwung beiträgt. In dem Moment, als er sich familiären Strukturen annähert, wird er ausgegrenzt. Michieletto zeigt Gesellschaftsanalyse statt Eifersuchtsdrama und zeichnet dabei fesselnde Seelenporträts. Immer wieder wechselt er dafür von der Bühnenrealität in die Gedankenwelt der Protagonisten.

Musikalische Leitung: Sesto Quatrini
Inszenierung: Damiano Michieletto
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Nina Brazier
Bühnenbild: Paolo Fantin
Kostüme: Carla Teti
Licht: Alessandro Carletti
Chor: Tilman Michael

Uraufführung 1816
Übernahme der Produktion des Theater an der Wien (Premiere 2016)

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Dauer: ca. 3 Std. inkl. 1 Pause nach ca. 1 Std. ¼

Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz vor der Wiederaufnahme als Audio

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Oper

Intermezzo – Oper am Mittag

Kultur und Kulinarik inmitten einer denkmalgeschützten Kulisse – die Lunchkonzerte rücken näher in die Stadt und sind damit in der Mittagspause noch schneller zu erreichen. Vis-à-vis von der Oper in der »Neue Kaiser« präsentieren Ihnen Sänger*innen des Frankfurter Opernstudios, Musiker*innen der Paul-Hindemith-Orchesterakademie und Studierende der HfMDK Kostproben ihrer Arbeit – ein kostenloses musikalisches Intermezzo.

6. November 2023 - mit Studierenden der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt
4. Dezember 2023 - mit Mitgliedern der Paul-Hindemith-Orchesterakademie
8. Januar 2024 - mit Mitgliedern des Opernstudios der Oper Frankfurt
5. Februar 2024 - mit Studierenden der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt
4. März 2024 - mit Mitgliedern der Paul-Hindemith-Orchesterakademie
8. April 2024 - mit Studierenden der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt
6. Mai 2024 - mit Mitgliedern des Opernstudios der Oper Frankfurt
3. Juni 2024 - mit Studierenden der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt

jeweils 12.30–13 Uhr
Eintritt frei (beschränkte Platzkapazität)

Ein Kooperationsprojekt der Deutsche Bank Stiftung und der Oper Frankfurt

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Familienprogramm

Familienworkshop: Die Entführung aus dem Serail

Kinder und ihre Familien erspielen sich eine Oper und lernen so deren Geschichte und Musik kennen.

Für Kinder Ab 6 Jahren und (Groß-) Eltern / Jeweils 14–17 Uhr

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Oper

Otello (Verdi)

Giuseppe Verdi (1813–1901)

Dramma lirico in vier Akten
Text von Arrigo Boito nach William Shakespeare

Staunen wir über die Geschichte eines Taschentuchs oder die Geschichte eines Helden, der an seinem Außenseitertum zugrunde geht – oder über die traurige Geschichte einer Unschuldigen, der Mann und Leben gestohlen werden? Uns bleibt die Wahl, das zu hören oder zu sehen, was wir wollen – alle Tragödien, Geschichten, Tode. »Wenn ich dich, Desdemona, nicht liebe, dann kehrt das Chaos zurück!« In diesem Shakespeare-Zitat sieht Regisseur Johannes Erath den Schlüssel zu seiner Inszenierung von Giuseppe Verdis hochdramatischer Oper. Das »Chaos« ist für Otello sein entbehrungsreiches Soldatenleben, in dem er sich mühsam hochgearbeitet hat, und es ist die Erfahrung der Ausgrenzung aufgrund seiner Hautfarbe. Der Abend beginnt mit einem fulminanten Auftakt, einem Unwetter und dem jubelnden Auftritt eines geretteten Protagonisten, und endet tragisch in E-Dur. Spätestens mit dieser Oper hat Verdi – auch dank seines kongenialen Librettisten Arrigo Boito – die Komponisten seiner Zeit und die traditionelle Form der Nummernoper weit hinter sich gelassen.

Musikalische Leitung: Sesto Quatrini
Inszenierung: Johannes Erath
Szenische Leitung: Caterina Panti Liberovici
Bühnenbild: Dirk Becker
Kostüme: Silke Willrett
Licht: Joachim Klein
Chor: Tilman Michael
Dramaturgie: Norbert Abels

Uraufführung 1887, Teatro alla Scala, Mailand
Premiere vom 4. Dezember 2011

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Dauer: ca. 2 ¾ Std. inkl. 1 Pause nach ca. 1 Std.

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© Monika Rittershaus
Oper

Die Entführung aus dem Serail

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)

Singspiel in drei Aufzügen
Text von Johann Gottlieb Stephanie d. J.

»Zu schön für unsere Ohren und gewaltig viele Noten, lieber Mozart!«, schrieb Kaiser Franz Joseph II. dem Komponisten 1782 anlässlich der Uraufführung der Entführung aus dem Serail. Doch dieser konterte, »grad so viel Noten, Eure Majestät, als nötig sind.« Keine andere Oper wurde zu Mozarts Lebzeiten so häufig und erfolgreich gespielt. Noch während des Komponierens hatte sich Mozart mit seinem Salzburger Arbeitgeber, dem Erzbischof Hieronymus von Colloredo, zerstritten und die Heimatstadt schließlich nach etlichen Auseinandersetzungen verlassen. In Wien erfüllte sich seine Hoffnung nicht, als Hofkomponist zu reüssieren, stattdessen heiratete er. Stolz darauf, seine Frau Konstanze Weber durch eine Entführung ertrotzt zu haben, empfand Mozart die Parallelen zwischen Erlebtem und seiner neuen Oper. Dem Zeitgeist folgend, ahmte der Komponist in der Ouvertüre »türkische Musik« nach, bzw. das, was er sich darunter vorstellte: temperamentvoll lärmende Tutti- Passagen, die durch den Einsatz von großer Trommel, Becken und Triangel »exotisch« klingen sollten, stehen am Beginn und am Schluss der dreiteiligen Ouvertüre. Mit der ambivalenten Figur des Bassa Selim konterkariert Mozart den zuweilen stereotypen Exotismus der Musik.

Musikalische Leitung: Giedrė Šlekytė
Inszenierung: Christof Loy
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Axel Weidauer
Bühnenbild, Kostüme: Herbert Barz-Murauer
Licht: Olaf Winter
Chor: Álvaro Corral Matute

Uraufführung 1782
Premiere vom 19. Oktober 2003

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz vor der Wiederaufnahme als Audio

Dauer: ca. 3 1/2 Stunden mit zwei Pausen

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Blog

Blog der Oper Frankfurt

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Oper Frankfurt am Main

Hochkarätiges Musiktheater ist das Markenzeichen der Oper Frankfurt. Mit Amtsantritt des Intendanten Bernd Loebe 2002 erhielt das künstlerische Profil des Hauses eine neue Prägung, zahlreiche Auszeichnungen und die positive Akzeptanz durch das Publikum bestätigen dies. Der Generalmusikdirektor Sebastian Weigle, die Solisten, der Opernchor und das Frankfurter Opern- und Museumsorchester stehen für Leistung auf höchstem Niveau. Avancierte Regiekonzepte sowie die Offenheit gegenüber zeitgenössischen Komponisten lenken auch internationales Interesse auf das traditionsreiche Haus. Gleichzeitig wird gängiges Opernrepertoire sorgfältig gepflegt.

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Aufführungen / Oper Oper Frankfurt Frankfurt am Main, Willy-Brandt-Platz
Aufführungen / Theater Schauspielhaus Frankfurt Frankfurt am Main, Willy-Brandt-Platz
Aufführungen / Theater Kammerspiele Frankfurt Frankfurt am Main, Neue Mainzerstr. 15
Aufführungen / Theater Internationales Theater Frankfurt Frankfurt am Main, Hanauer Landstr. 5-7
Aufführungen / Kulturveranstaltung Bockenheimer Depot Frankfurt Frankfurt am Main, Bockenheimer Depot
Aufführungen / Theater Stadttheater Aschaffenburg Aschaffenburg, Schlossgasse 8
Aufführungen / Theater Kulturhaus Frankfurt Frankfurt, Pfingstweidstrasse 2
Aufführungen / Tanz TANZPLAN interart projekte Hofheim am Taunus, Kelkheimer Straße 11
Aufführungen / Oper Kammeroper Frankfurt Frankfurt am Main, Sternstr. 31
Aufführungen / Theater Varieté-Theater PEGASUS Bensheim, Platanenallee 5
Aufführungen / Theater Theater Alte Brücke Frankfurt, Kleine Brückenstraße 5
Aufführungen / Theater Freies Schauspiel Ensemble Frankfurt, Basaltstraße 23
Aufführungen / Theater Volkstheater Hessen e.V. Frankfurt am Main, Pfingstweidstraße 2

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